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NEWS: 17.02.2013

„Bitter und sehr, sehr ärgerlich“

„Bitter und sehr, sehr ärgerlich“
Granit Xhaka im Zweikampf mit HSV-Spieler Dennis Diekmeier.

Am Tag nach dem unglücklichen 0:1 beim Hamburger SV sprachen wir mit Mittelfeldspieler Granit Xhaka.

Granit, wir bitter ist die gestrige Niederlage aus deiner Sicht?

Xhaka: Sehr bitter und sehr, sehr ärgerlich. Wir haben meiner Meinung nach eine gute Leistung gezeigt, für die wir uns leider nicht belohnt haben. Defensiv haben wir kaum etwas zugelassen. Mit Ausnahme eines Kopfballs kurz nach der Pause hatte der HSV keine gefährliche Strafraumszene. Nach dem Rückstand haben wir im zweiten Durchgang den Druck immer mehr erhöht und hatten auch die eine oder andere Chance zum Ausgleich, doch im Abschluss hat uns leider das nötige Quäntchen Glück gefehlt.

Wie hast du den entscheidenden Gegentreffer gesehen?

Xhaka: Alvaro hat den Ball erobert und ihn halbhoch zu mir weiter gespielt. Ich wollte direkt zurückpassen, damit er einen neuen Angriff aufbauen kann. Leider ist mir der Ball beim Zuspiel etwas abgerutscht, wodurch Rudnevs dazwischen gehen konnte. Er hat den Ball sofort zu van der Vaart weiter gegeben und der hat aus mehr als 25 Metern Torentfernung sofort abgezogen. Dass der Ball unhaltbar rein gegangen ist, war doppelt bitter, denn es war die erste gefährliche Szene des HSV.

Wie hast du dich nach dieser Aktion gefühlt?

Xhaka: Ich weiß, dass es mein Fehler war, über den ich mich selbst am meisten ärgere. Es tut mir leid für die Mannschaft, dass dieser sofort bestraft wurde. Die Jungs haben mich aber schon in der Halbzeitpause in der Kabine super unterstützt. Mir hat niemand einen Vorwurf gemacht. Im Gegenteil, alle haben mich wieder aufgebaut. So konnte ich mich in der zweiten Hälfte wieder auf unser Spiel konzentrieren und habe alles versucht, um meinen Fehler wieder auszubügeln, doch leider ist uns der Ausgleich nicht mehr gelungen.

Es war in der Rückrunde dein erstes Spiel von Beginn an. Du hattest zuletzt gesagt, dass du dir mehr Einsatzzeiten wünschst …

Xhaka: Ich bin Fußbalprofi und wenn ich nicht darum kämpfen würde auf dem Platz zu stehen, hätte ich den Beruf verfehlt. Doch es geht nicht darum irgendetwas zu fordern, sondern sich mit Leistung im Training anzubieten. Ich weiß, dass ich noch sehr jung bin und sicherlich noch viel lernen kann und will. Dass ich mit meiner derzeitigen Situation unzufrieden bin, muss mich anstacheln, noch mehr Gas zu geben.

Der HSV ist ein direkter Konkurrent im Kampf um die internationalen Plätze. Wie schwer wiegt dieser Rückschlag?

Xhaka: Es ist sehr ärgerlich, dass wir nun vier Punkte hinter den Hamburgern liegen. Aber die Saison ist noch lang und wir haben weiterhin eine sehr gute Ausgangsposition. Deswegen würde ich die Niederlage nicht als großen Rückschlag bewerten. Wir standen wieder sehr kompakt in der Defensive – darauf müssen wir aufbauen, dann werden wir bald wieder die nötigen Punkte holen. Aber ab sofort gilt unsere ganze Konzentration ohnehin erst einmal dem Rückspiel bei Lazio Rom.

Was glaubst du, ist dort nach dem 3:3 im Hinspiel noch möglich für euch?

Xhaka: Alles! Die Römer haben eine Top-Mannschaft, das haben sie im Hinspiel bewiesen. Dennoch sehe ich unsere Chancen nicht so schlecht. Wenn wir es schaffen, defensiv so gut zu stehen wie in Hamburg, können wir auch in Rom bestehen. Und vorne sind wir immer für ein Tor gut, deswegen fahren wir zuversichtlich nach Rom und werden dort alles geben, um ins Achtelfinale einzuziehen.

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