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NEWS: 25.02.2013

"Bon début"

"Bon début"
Jubel um Amin Younes nach dem Ausgleich gegen Dortmund.

Mit dem 1:1 gegen Borussia Dortmund zeigten sich die Borussen zufrieden. Trainer Lucien Favre hat in Amin Younes nun endgültig eine Alternative mehr für die Offensive.

Auf dem Weg in die Kabine seiner früheren Mitspieler erlaubte sich Marco Reus noch ein Späßchen mit seinem Freund Tony Jantschke. Borussias Rechtsverteidiger gab gerade ein Interview in der Mixed Zone, da schlich sich Reus heran und gab ihm einen leichten Tritt in den Hintern. Nur mit Mühe konnte sich Jantschke auf den Beinen halten. Vielleicht war es so etwas wie eine kleine Rache, dafür, dass Jantschke Reus in den 90 Minuten zuvor kaum zur Entfaltung kommen ließ. „Das war seine Aufgabe. Es ist gefährlich, wenn man Marco Lücken lässt“, sagte Trainer Lucien Favre. Und bis auf den „kleinen taktischen Fehler“, den die Borussen in der Szene machten, die zum Elfmeter führte, hatte der VfL seinen besten Torschützen der vergangenen Saison im Griff.

Reus war der Akteur, der vor der Begegnung im Blickfeld stand. Nach der Partie richtete sich das Interesse der vielen Medienvertreter auf einen Spieler, der erst weit nach Ende des Borussen-Derbys in die Kabine konnte. Amin Younes kam gestern zu seinem dritten Bundesliga-Einsatz. Es war sein erstes Spiel von Beginn an und sein erster Auftritt im heimischen BORUSSIA-PARK. Der 19-Jährige zeigte eine engagierte Vorstellung und stellte die Dortmunder Abwehr mit seinen technischen Fähigkeiten hin und wieder vor Probleme. Zum gefeierten Spieler auf Seiten der heimischen Borussia avancierte Younes, der seit seinem siebten Lebensjahr beim VfL aktiv ist, als er Mitte der zweiten Halbzeit den 0:1-Rückstand ausglich. „Ich kann das alles noch gar nicht begreifen. Es wird etwas dauern, bis ich das alles realisiere“, diktierte er den Journalisten in die Blöcke. Dann musste der Deutsch-Libanese zur Dopingkontrolle.

Verdienter Punkt

Das Remis gegen den amtierenden Deutschen Meister werteten die Borussen übereinstimmend als Punktgewinn, den man sich durch eine ansprechende kämpferische Leistung insbesondere im zweiten Durchgang auch verdiente. „Ich habe in der zweiten Halbzeit immer daran geglaubt, dass es möglich ist, noch zu einem Tor zu kommen“, sagte Trainer Lucien Favre. In der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft zwar nicht gut gespielt und größtenteils zu passiv agiert. „Aber trotzdem hatte Dortmund kaum große Torchancen“, stellte Favre fest. Lediglich einmal war die Hintermannschaft ungeordnet, als Reus Mario Götze bediente und Torhüter Marc-André ter Stegen den Dortmunder im Strafraum zu Fall brachte. Den fälligen Strafstoß nutzte der BVB zur Führung.

Dass die Gastgeber anschließend nicht in panischen Aktionismus verfielen und mit aller Macht auf den schnellen Ausgleich drängten, wertete Favre positiv. „Wir waren geduldig genug. Dortmund macht nach einer Führung gerne sehr schnell das zweite Tor. Und wenn man gegen diese Mannschaft mit zwei Toren zurückliegt, wird es sehr schwer.“ Bei einem Tor Rückstand sei hingegen noch alles möglich gewesen. Und solche Rückstände zumindest noch auszugleichen, das war dem VfL in dieser Spielzeit bereits oft gelungen. So auch gegen Dortmund. „Wir haben in der zweiten Halbzeit Fußball gezeigt und mehr gewagt“, lobte Favre. Der verdiente Lohn war der Ausgleich durch Younes, der als hängende Spitze neben Mike Hanke begann und später unter großem Beifall der Fans ausgewechselt wurde. Die Tatsache, dass in der turbulenten Schlussphase beide Teams große Chancen ausließen - die Hausherren in Person von Peniel Mlapa, die Gäste durch Sebastian Kehl – verstärkte den Eindruck, dass die Punkteteilung am Ende gerecht war.

Eine Alternative mehr

Und so zeigte sich Favre am Ende auch zufrieden mit dem nunmehr zehnten Unentschieden im 23. Saisonspiel. „Damit können wir gut leben“, so der Schweizer, der zudem einmal mehr seine These bestätigt sah, dass es eine sehr schwere Saison für seine Mannschaft werden würde. „Wir müssen weiter Spiel für Spiel nehmen und um jeden Punkt kämpfen.“ Dabei ist der Trainer seit dem gestrigen Spiel endgültig um eine personelle Option reicher. „Es ist sehr gut für Borussia, dass solche Nachwuchsspieler ihre Qualität zeigen können“, sagte Favre über Amin Younes, dem er ein „bon début“ attestierte. Der 19-Jährige habe geduldig auf seine Chance gewartet und sich gut präsentiert. „Wir müssen auf dem Boden bleiben, aber er ist eine Alternative mehr, zumal er auch im Mittelfeld außen spielen kann“, so der Trainer.

Am heutigen Vormittag gingen die Ersatzspieler wie immer für eine Trainingseinheit auf den Platz, während die Stammkräfte von gestern leichtes Krafttraining im Kabinentrakt absolvierten. Bis auf Mike Hanke, den leichte muskuläre Probleme plagen, haben alle Akteure die intensive Partie auf tiefem Boden ohne Blessuren überstanden. Juan Arango, der wegen eines Schlags auf den Knöchel das Kräftemessen mit der westfälischen Borussia verpasste, ließ sich heute behandeln. Am morgigen Dienstag haben die Borussen einen freien Tag. Am Mittwoch beginnt dann mit zwei Einheiten die kurze Vorbereitung auf das nächste Bundesligaspiel am kommenden Freitag (20.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt.

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