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Borussia News

NEWS: 23.04.2011

Stimmen zum Spiel

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Roman Neustädter im Zweikampf mit Toni da Silva und Sven Bender.

Wir haben nach dem 1:0-Sieg des VfL gegen Dortmund Reaktionen aus den Lagern der beiden Teams gesammelt.

Mo Idrissou: Ich bin Stürmer und ein Stürmer ist für das Tore schießen da. Ich hatte schon seit einigen Spielen nicht mehr getroffen, deswegen bin ich sehr erleichtert, dass es mal wieder geklappt hat. Das Tor war vor allem wichtig für die Mannschaft. Jeder hat für jeden gekämpft, so haben wir uns den Sieg verdient und sind dadurch unserem Ziel ein Stück näher gekommen. Wir sind jetzt nicht mehr Letzter, und müssen jetzt in Hannover und den letzten beiden Partien eine ähnliche Leistung abliefern. Wenn wir die letzten drei Spiele nicht mehr verlieren, bin ich sicher, dass wir in der Ersten Bundesliga bleiben werden. Wer nicht mehr daran glaubt, ist hier fehl am Platze.

Roman Neustädter: Es war ein hartes Stück Arbeit, denn die Dortmunder haben in der zweiten Hälfte viel Druck gemacht. Nichtsdestotrotz haben wir gut dagegen gehalten, hätten lediglich unser Konter etwas besser ausspielen können. Aber wenn man 1:0 gewinnt, interessiert das hinterher keinen mehr. Natürlich haben wir ein paar Chancen des BVB zugelassen, aber gegen diese spielerische Klasse ist das über 90 Minuten auch nicht zu verhindern. Wir sind sehr froh, dass wir die drei Punkte geholt haben und wir dadurch den letzten Platz verlassen haben, das tut mal ganz gut. Für den Kopf ist das schon enorm wichtig, wir sind jetzt wieder im Rennen und wollen jetzt noch sechs oder sieben Punkte holen, dann kommen wir am Ende mindestens auf den Relegationsplatz.

Filip Daems: Wir haben eine gute Mannschaftleistung gezeigt und vor allem gegen den Ball toll zusammen gearbeitet. Es war klar, dass die Dortmunder nach unserem 1:0 viel Druck machen werden. Sie haben nach der Pause das Spiel bestimmt, aber wir haben nicht allzu viel zugelassen, und wenn doch war, hat Marc-André toll gehalten, in ein, zwei Situationen hatten wir zudem auch das nötige Glück auf unserer Seite. Wir sind in der Tabelle jetzt wieder richtig dran, sind punktgleich mit St. Pauli und Wolfsburg und müssen jetzt unbedingt in Hannover nachlegen, sonst hat der Sieg nicht viel gebracht. Wir fahren auf jeden Fall mit einem positiven Gefühl dorthin, jetzt ist wieder alles möglich.

Martin Stranzl: Wir brauchten heute unbedingt die drei Punkte – und wir haben sie geholt. Wir standen in der zweiten Halbzeit sehr unter Druck, das war ein hartes Stück Arbeit. Uns ist nicht alles gelungen, wir hatten ein wenig Glück, dass kleine Fehler von uns nicht bestraft werden – und darüber hinaus den Torwart hinten drin, der die Bälle gehalten hat. Aber insgesamt standen wir in der Defensive bis auf ein paar Situationen gut sortiert, auch wenn wir hier und da etwas ruhiger hätten spielen müssen. Wir müssen alles dafür tun, jetzt noch mindestens zwei Spiele zu gewinnen, um den Relegationsplatz zu erreichen. Denn was hier im Umfeld des Vereins los ist, ist unglaublich. Dieser Club muss drin bleiben, da stehen wir absolut in der Pflicht. Es ist egal, ob man gegen den Tabellenführer spielt, gegen die Bayern oder wie wir kommende Woche bei Hannover 96 – du hast in 90 Minuten die Chance, jeden Gegner zu schlagen.

Marco Reus: Endlich sind wir von Platz 18 runter. Wir wussten natürlich, dass Dortmund hier das Spiel machen will und viel Ballbesitz haben wird. Wir wollten kontern und Nadelstiche setzen – das haben wir phasenweise gut gemacht und zum Glück eine dieser Chancen ja auch genutzt. Wir haben immer dran geglaubt, dass wir es schaffen, auch gegen den BVB. Dieser Heimsieg gibt uns Selbstvertrauen für die weiteren Aufgaben. Wir sind jetzt näher dran an der Relegation, es ist alles möglich. Ich rechne nicht, wie viele Punkte wir noch brauchen – am besten gewinnen wir alle drei Spiele.

Mats Hummels (BVB 09 Dortmund): Wir haben heute nicht ganz so gut gespielt wie sonst in dieser Saison. Für das Ergebnis war im Endeffekt ausschlaggebend, dass die Mönchengladbacher eine ihrer zwei bis drei Chancen genutzt haben und wir keine von unseren sechs guten – man kennt ja die Begründungen, wenn man ein Spiel verloren hat. Aber was soll ich sagen? Es hätte heute ein richtig geiler Tag für uns werden können, im Endeffekt war es leider keiner. Letzte Woche musste Bayer Leverkusen in München diese Erfahrung machen, heute eben wir.

Lucien Favre, Trainer VfL: Wir wollten unbedingt diese Punkte, haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt und über das gesamte Spiel leidenschaftlich und intelligent verteidigt. Dortmund ist läuferisch und technisch sehr, sehr gut, für uns war die Führung natürlich sehr wichtig, denn wenn Dortmund vorne liegt, ist es noch einmal schwieriger. Wir haben drei Punkte geholt, das ist gut, aber zu wenig, wir brauchen noch sechs Zähler. Ob das dann für den Relegationsplatz reicht, weiß ich nicht. Ich bin sehr zufrieden, meine Mannschaft hat viel Kampf gezeigt.

Jürgen Klopp, Trainer BVB: Glückwunsch an Gladbach, das war ein durchaus verdienter Sieg. In der ersten Halbzeit hat es der VfL verstanden, uns das Leben schwer zu machen. In den zweiten 45 Minuten hatten wir Chancen, sind aber an Latte, Pfosten und ter Stegen gescheitert. Mir war klar, dass es hier schwierig für uns wird, und Gladbach hat nicht im Ansatz wie eine Mannschaft gespielt, die dort unten im Tabellenkeller steckt.

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