Ist nach abgesessener Gelbsperre am Samstag wieder dabei: Dortmunds Top-Scorer Lucas Barrios (11 Tore, 3 Assists).
06.03.2010
"Haben etwas gut zu machen"

Nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen verspricht BVB-Trainer Jürgen Klopp Wiedergutmachung. Mit welchem Personal er die Aufgabe angehen will, steht aber noch nicht ganz fest.

Auch wenn es spielerisch nicht schlecht lief, die Negativergebnisse zuletzt bereiten dem BVB Sorgen. Besonders bitter war natürlich die Niederlage im Derby gegen Schalke 04: "Zwei Unkonzentriertheiten haben uns dort alles gekostet“, so Klopp. Damit seinen Schützlingen am Samstagabend nicht ähnliches wiederfährt gibt er eine klare Marschroute aus: "Wir müssen ein richtiges Kampfspiel daraus machen und früh zeigen, dass es für Gladbach an diesem Tag schwer werden wird. Die Zuschauer müssen sehen, dass wir alles einbringen. Alles, was da ist, müssen wir raus hauen und in den entscheidenden Momenten konsequenter sein."

Dass die Aufgabe gegen den VfL trotzdem keine leichte wird, weiß der BVB-Trainer auch noch aus dem Trainingslager in Spanien. Das Testspiel dort gewannen die Fohlen ja bekanntlich durch zwei Fabian-Bäcker-Tore mit 2:0. "Ihre Saison verläuft bisher sehr erfreulich. Sie sind sehr selbstbewusst. Das Problem für sie ist nur, dass sie in unserer jetzigen Situation gegen uns spielen müssen", schmunzelte Klopp bei der Pressekonferenz. "Ich kann knappe 1.000 Gründe nennen, warum ich dieses Spiel gewinnen will. Ich brauche keinen einzigen weiteren."

Personelle Änderungen wird es beim BVB in jedem Fall geben: Der lange verletzte Kapitän Sebastian Kehl (siehe Interview) kommt für Sven Bender, der wegen einer Sehnenreizung zwei Wochen pausiert. Top-Torjäger Lucas Barrios kehrt nach Gelb-Sperre zurück, und Felipe Santana wird Mats Hummels (Kieferbruch) in der Abwehr vertreten. Angesprochen auf die Systemfrage, seine Mannschaft tatsächlich statt im 4-2-3-1 mit einer Mittelfeldraute zu formieren, erteilte der Fußball-Lehrer dagegen eine Absage. Aufgrund zahlreicher Länderspielabstellungen sei unter der Woche einfach keine Zeit gewesen, solche Dinge zu trainieren. „Und was man nicht trainieren konnte, sollte man idealer Weise auch nicht spielen“, so Klopp.

„Das wird ein Wochenende, dem wir alle bei Borussia entgegenfiebern.“

(Sportdirektor Max Eberl im Express zu Borussias Saisoneröffnung am kommenden Wochenende)
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