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| Misimovic, Grafite, Dzeko (von links) - Wolfsburgs gefährliches Offensivtrio. |
13.03.2010
Das Selbstvertrauen ist zurück
Mittelfeldspieler Christian Gentner gab am Donnerstagabend nach dem 1:1 des VfL Wolfsburg beim Europa-League-Spiel bei Rubin Kasan die Richtung für das heutige Spiel im BORUSSIA-PARK (15.30 Uhr) vor.
„In Gladbach müssen wir drei Punkte nachlegen“, forderte der 24-Jährige. Keine Frage: der amtierende Deutsche Meister strotzt wieder vor Selbstvertrauen. Nachdem sich die Niedersachsen nach einer Misserfolgsserie Ende Januar von Trainer Armin Veh trennten, schwingt Lorenz-Günther Köstner das Zepter des VfL. Und dem ehemaligen Bundesliga-Profi von Borussia ist es nach einer Anlaufphase gelungen, die ins untere Tabellenmittelfeld abgerutschte Mannschaft wieder zurück in die Erfolgsspur zu führen.
Das ersehnte Erfolgserlebnis hatten die „Wölfe“ im Zwischenrundenspiel der Europa League beim FC Villareal, als die Mannschaft nach einem 0:1-Rückstand ein 2:2 erreichte und so eine gesunde Basis fürs Rückspiel legte. Vielleicht noch wichtiger als dieses Remis war die Tatsache, dass Grafite, der in der Vorsaison Torschützenkönig in der Bundesliga und Fußballer des Jahres wurde, seine Ladehemmung ablegte und gleich doppelt traf. Danach lief es für den VfL bis heute wie am Schnürchen: im Rückspiel gegen Villareal gab es ein souveränes 4:1, in der Bundesliga gab es hintereinander Siege gegen den FC Schalke 04 (2:1), Hannover 96 (1:0) und den VfL Bochum (4:1).
Das 1:1 in Kasan vor gerade einmal zwei Tagen kann ebenfalls als Erfolg gewertet werden. Denn erstens erzielte der russische Meister in dieser Europapokalsaison schon einige Achtungserfolge und zweitens zeigte sich der VfL erneut nach einem Rückstand charakterstark und glich bei Eiseskälte und katastrophalen Platzverhältnissen durch ein traumhaftes Misimovic-Tor noch aus.
Nur 42 Stunden nach diesem kräftezehrenden Spiel und einer strapaziösen Rückreise über 6000 Kilometer tritt der VfL heute Nachmittag im BORUSSIA-PARK an, ein Umstand, der Köstner nicht wirklich behagt: „Wir haben nicht viel Zeit zur Regeneration, es gilt jetzt, den Speicher wieder aufzufüllen. Aber unsere Ärzte und Physios werden alles dafür tun, um die Mannschaft zu unterstützen.“ Die durchaus angespannte personelle Lage entspannt sich ein wenig, Jonathan Santana und Jan Simunek kehren wohl in den Kader zurück. „ Alle anderen verletzten Spieler sind leider noch keine Option“, versichert Köstner.
Das bedeutet im Einzelnen, dass neben den Innenverteidigern Andrea Barzagli und Réver auch Grafite verletzt ausfällt. Jedoch wurde der Brasilianer noch am vergangenen Wochenende im Spiel gegen den VfL Bochum gut von Obafemi Martins ersetzt. Auch im Tor fällt wohl Diego Benaglio erneut aus, Marwin Hitz nimmt dann seinen Platz ein.
Doch egal, wer heute gegen Borussia aufläuft: die Wolfsburger verfügen über einige herausragende Einzelkönner wie Josué, Edin Dzeko oder Zvjezdan Misimovic – und sie alle haben sich mit den Erfolgen der letzten Wochen das Selbstvertrauen der vergangenen Saison zurückgeholt. „Im Fußball ist alles möglich“, sagt etwa Edin Dzeko. „Auch der fünfte Platz für uns.“ Der Abstand zu Platz fünf beträgt zwar momentan acht Punkte. Aber schon in der vergangenen Saison trumpften die Wölfe in der Rückserie groß auf und gewannen 14 der 17 Spiele ...
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„Das wird ein Wochenende, dem wir alle bei Borussia entgegenfiebern.“
(Sportdirektor Max Eberl im Express zu Borussias Saisoneröffnung am kommenden Wochenende)
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