Mohamadou Idrissou.
27.02.2010
"Sehr anspruchsvoll, sehr interessant"

Freiburgs Trainer Robin Dutt hat diese Woche nach den jüngsten Ergebnissen vor allem zur Konflikt- und Frustbewältigung genutzt. Die auswärtsstarken Breisgauer sind jedoch keinesfalls zu unterschätzen.

„Manchmal sollte man sinngemäß wie am Computer den Resetknopf drücken, wenn alles abgestürzt ist, wenn sich die Programme aufgehängt haben. Dann sollte man alles noch mal neu aufspielen, von Null anfangen.“ Das sagt Freiburgs Trainer Robin Dutt, dessen Team seit nunmehr neun Bundesligaspielen sieglos ist; am vergangenen Wochenende verlor sein Team 0:3 gegen Schlusslicht Hertha BSC Berlin. Am Montag führten er und Sportdirektor Dirk Dufner gemeinsam mit dem Mannschaftsrat und Stürmer Mohamadou Idrissou ein längeres Gespräch. „Da ging es zunächst um Konflikt- und Frustbewältigung", sagt Dutt, die Probleme mit dem Kameruner wurden ausgeräumt, der torgefährlichste Freiburger wird vermutlich heute in der Startelf stehen. „Er hat in der Trainingswoche einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, ein topfitter Mo Idrissou ist immer wichtig für uns.“

Robin Dutt hat eine arbeitsreiche Woche hinter sich, „sehr anspruchsvoll, sehr interessant“, wie er selbst sagt. Ziel war es auch, sein Team wieder aufzurichten und ihm neues Selbstvertrauen zu geben. „Wir haben versucht, wieder ein zartes Pflänzchen einzupflanzen. In Gladbach kommt es darauf an, dass das Pflänzchen nicht niedergetrampelt wird, sondern dass wir es weiter hegen und pflegen können." Aus unterschiedlichen Gründen will Dutt sein Team auf „zwei bis vier“ Positionen ändern, auf einigen wird er es wohl allein schon wegen Verletzungen tun müssen: Kapitän Heiko Butscher (Muskelfaserriss) fällt aus, Hamed Namouchi (Oberschenkelprobleme), Johannes Flum und Daniel Williams (beide hatten die Grippe) sind fraglich, auch Reserve-Keeper Manuel Salz (Rückenprobleme) fällt aus. Nach langer Verletzungspause könnte Verteidiger Pavel Krmas wieder zum Kader gehören.

Borussia sollte sich wegen des letzten Spiels des SC nicht zu sehr in Sicherheit wähnen, denn auswärts ist die Dutt-Elf weitaus besser als daheim. Viermal gewannen die Breisgauer bislang auf fremdem Platz, neben einem 4:0 bei Hertha BSC Berlin gab es ein 1:0 beim FC Schalke, ein 2:1 beim VfL Bochum und ein 1:0 beim 1. FC Nürnberg. „In Gladbach brauchen wir eine gute erste Halbzeit mit guten Aktionen und guten Erlebnissen, vielleicht sogar dem Führungstreffer“, sagt Dutt. „Wichtig ist, wie wir von der Körpersprache und der Einstellung her ins Spiel gehen.“

Eine spielerische Glanzleistung sei in Mönchengladbach nicht zu erwarten. „Darum geht es aber auch nicht. Ich denke, wir haben die Grundlagen dafür geschaffen, dass wir selbstbewusst ins Spiel gehen und dieses Selbstbewusstsein steigern, indem wir wenig zulassen."

„Das wird ein Wochenende, dem wir alle bei Borussia entgegenfiebern.“

(Sportdirektor Max Eberl im Express zu Borussias Saisoneröffnung am kommenden Wochenende)
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