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| Brachte seinen Gegenspieler Pierre Womé mehrfach an den Rand der Verzweiflung: Borussias Startelf-Neuling Patrick Herrmann. |
20.03.2010
Vertrauen zurück gezahlt
Beim rheinischen Derby in Köln feierte Patrick Herrmann gestern sein Startelf-Debüt für Borussia in der Bundesliga. Nach dem Training sprachen wir heute Morgen mit ihm.
Patrick, du hast gestern zum ersten Mal in der Bundesliga von Beginn an gespielt. Wie fühlst du dich am Morgen danach?
Patrick Herrmann: Ich bin schon ganz schön kaputt, aber natürlich sehr glücklich. Ich habe mir eine leichte Prellung am Fuß zugezogen. Am Freitag habe ich erfahren, dass ich in Köln von Beginn an dabei sein darf, das hat mich natürlich sehr gefreut.
Aber es ist doch hoffentlich nicht schlimm?
Patrick Herrmann: Im Moment tut es schon ganz schön weh, aber ich denke, dass es morgen schon wieder vorbei ist.
Es war gestern das erste rheinische Derby für dich. Wie hast du das empfunden?
Patrick Herrmann: Es war natürlich atemberaubend, vor so einer Kulisse sein erstes Spiel zu machen. Aber nach den ersten Minuten nimmt man das gar nicht mehr so wahr, konzentriert sich nur noch darauf, ein gutes Spiel zu machen. Dass dann bei einem Auswärtsspiel so viele Gladbacher dabei sind, macht es umso schöner.
Ist es nach den Ereignissen der letzten Woche in Berlin dann auch wichtig zu hören, dass es um das Stadion herum ruhig war?
Patrick Herrmann: Klar, da ist man natürlich verdammt froh. Es sollte eigentlich nur um den Fußball und nicht um irgendwelchen Krawall gehen. Wenn es irgendwann einmal dazu kommen sollte, dass es wegen solcher Szenen Punktabzüge für Mannschaften gibt, wäre das sehr ärgerlich, weil man als Spieler alles gibt und dann den Lohn für die Leistung wieder weggenommen bekäme.
Insgesamt darfst du mit dir sicher zufrieden sein. Hast du mitbekommen, dass dein direkter Gegenspieler Pierre Womé mehrfach ausgepfiffen worden ist?
Patrick Herrmann: Am Anfang habe ich das gar nicht realisiert, später dann schon etwas davon mitbekommen. Aber ich verstehe es eigentlich nicht. Aber sicherlich ist es auch so, dass man dann als Gegenspieler irgendetwas richtig gemacht haben muss.
Habt ihr euch über den Ausgleich besonders geärgert, weil Köln seit der 13. Minute eigentlich keine Torchance mehr hatte?
Patrick Herrmann: Wir haben ein gutes Spiel gemacht, vor allem kämpferisch war das gar nicht mit den vergangenen Spielen zu vergleichen. Nach der Pause haben wir verdient die Führung erzielt und weitere Chancen gehabt. Dass es dann noch zum Ausgleich kam, ist ärgerlich. Aber die Kölner hatten eine Drangphase und hätten ja auch noch das Siegtor machen können.
Der Trainer, der sich sonst mit Einzellob in der Öffentlichkeit sehr zurück hält, hat dich gestern nach dem Spiel ausdrücklich gelobt.
Patrick Herrmann: Das habe ich noch gar nicht mitbekommen, aber es freut mich sehr. Ich wollte gestern zeigen, dass er mir zu Recht das Vertrauen geschenkt hat.
Das ging gestern aber bei deiner Laufleistung schon an die Grenze, oder?
Patrick Herrmann: Das ist wohl richtig. Es war vor allem deshalb besonders hart für mich, weil ich in den beiden vergangenen Monaten nur zweimal von Beginn an ein Spiel hinter mich gebracht habe.
Wie siehst du deine Chancen, auch am Sonntag gegen den HSV wieder dabei zu sein?
Patrick Herrmann: Das warte ich einfach ab. Ich probiere weiter, mich über Leistung im Training anzubieten. Dann bin ich für jede Minute dankbar, die ich in der Bundesliga spielen darf.
Gestern bekamst du nach dem Spiel die nicht allzu sinnvolle Frage gestellt, ob du jetzt am Sonntag bei der U19 nochmal gegen Köln spielst. Wirst du dir das Spiel denn trotzdem ansehen?
Patrick Herrmann: Ja, ansehen werde ich es mir sehr wahrscheinlich. Ich wohne ja im BORUSSIA-PARK, und das Spiel ist auch da auf dem Trainingsgelände. Dann habe ich es ja nicht weit.
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„Das wird ein Wochenende, dem wir alle bei Borussia entgegenfiebern.“
(Sportdirektor Max Eberl im Express zu Borussias Saisoneröffnung am kommenden Wochenende)
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