Die Kinder des Spatzen-Clubs der Ev. Christuskirchengemeinde Mönchengladbach sind von mir eingeladen worden um über Fußballbegriffe nachzudenken. Mit großer Begeisterung erklärten die Kinder die unterschiedlichsten Begriffe. Ich bin aus dem Staunen gar nicht mehr heraus gekommen. Manche Erklärungen waren sehr neu für mich, ob die alle richtig sind…?

Lest doch selbst einmal nach, was Michelle, 9 Jahre, Tobias, 11 Jahre, Tom, 9 Jahre, Niklas, 9 Jahre, Lukas, 10 Jahre, Florian, 9 Jahre, alles zu erzählen hatten.
von links nach rechts: Florian, Michelle, Tom, Lukas, Niklas und Tobias
Das ist die Kurve, wo die richtigen Fans von Borussia sind. Das heißt: es gibt Plätze, wo Familien sind, und hinter dem Tor von Borussia sind die Plätze, wo die richtig dollen Fans stehen. Dort feiern sie und schmeißen mit Bierdeckeln, wenn sie sich freuen. Die dollen Fans machen der Mannschaft richtig „Feuer“ unter dem Hintern, weil sie wollen, dass sie gewinnt. Die Fans, die bei den Familien sitzen, gucken sich das Spiel nur an. Sie können keine Bierdeckel schmeißen, wenn sie sich freuen, weil sie ihre Familie mit dabei haben. Und deshalb werden sie auch nicht so traurig, wenn Borussia mal verliert. Die dollen Fans sind dann immer ganz traurig, weil ihre Familie zuhause ist.
Es war einmal das alte Stadion. Der Bökelberg ist der Ort, wo früher das alte Stadion stand. Eines Tages passten nicht mehr alle Fans in das Stadion. Man konnte die Tür gar nicht mehr zumachen, so viele Fans waren da. Da hat man halt ein neues Stadion gebaut, den Borussia- Park. Hier gehen immerhin 1000 Fans rein, das ist ziemlich groß. Und dann sind alle Fans in das neue Stadion gegangen und es hat ihnen gefallen. Dann hat man das alte Stadion am Bökelberg abgerissen, weil dort niemand mehr hingehen wollte. Der Bökelberg war viele Kilometer vom Borussia-Park entfernt.

Wo war denn der Bökelberg in Mönchengladbach?

Lukas: Das weiß doch jeder. Da, wo meine Oma wohnt!
Die Unparteiischen stehen am Spielfeldrand und halten manchmal eine Anzeigentafel hoch. Wenn das so ist, wird jemand ausgewechselt. Sie müssen die Tafel hochhalten, weil sie nicht rufen können. Das hört ja keiner. Spieler, die gefoult haben, werden manchmal ausgetauscht, weil, wenn sie noch mal foulen, spielen sie das nächste Mal nicht mit. Manchmal ist der Unparteiische auch auf dem Spielfeld, er hält die rote und die gelbe Karte fest. Die Unparteiischen in Italien haben es nicht gut und die sind so doof. Denen wird Geld gegeben damit sie darauf achten, dass eine Mannschaft gewinnt.
Lukas (ganz leise): Die werden bestochen!
Wenn einer dem anderen durch die Beine schießt.
Es gibt einen ganz bestimmten Trainer, der hat über alles zu sagen. Es gibt aber auch einen Co-Trainer, der hat auf den richtigen Trainer beim Training zu hören. Also er muss das machen, was der richtige Trainer ihm gesagt hat. Wenn der richtige Trainer mal krank ist, dann ist der Co-Trainer der richtige Trainer für die Zeit, solange er krank ist.
Wenn der Spieler auf das Tor schießt und der Torwart hält, kriegt der Spieler noch mal den Ball und schießt noch mal.

Das sind die roten und gelben Karten, weil rot und gelb in der Ampel vorkommen. Bei der roten Karte geht man raus und bei der gelben Karte kriegt man eine Vorstrafe. Wenn man zwei gelbe Karten kriegt, bekommt man auch eine rote und muss rausgehen.
Das ist, wenn man einen Ball angrätscht und er dann wie eine Banane fliegt. Das macht man bei einer Flanke, wenn ein Spieler mittendrin steht, um den Ball an dem vorbei zu schießen. Der Ball dreht sich dann ganz schnell und flitscht deshalb auch manchmal weg.
Wenn man mehr hinten ist als die Angreifer. Die Spieler kümmern sich ein bisschen mehr um die Abwehr und darum sind sie mehr hinten. Das Gegenteil von Defensive sind die, die immer vorne stehen.
Ist, wenn der eine den Ball hat und ihn zu dem anderen schießt und der andere den wieder zurück zum einen schießt.

Wenn der Ball hoch kommt, dann dreht sich der Spieler in der Luft. Der Ball kommt von hinten und das Tor von ihm selber ist da vorne. Dann hebt er das Bein hoch und fällt nach hinten und tritt den Ball. Ein Fallrückzieher tut sehr weh! Aber Fußballspieler sind ganz harte Jungs.

Eigentlich machst du bei einem normalen Kopfball einfach nur so. Bei einem Flugkopfball springst du hoch und dann fliegst du so und dann machst du den Kopfball. Meistens ist das so, wenn der Ball etwas tiefer kommt.
Das ist, wenn man in einem Spiel drei Tore macht. Also der gleiche Spieler. Am PC-Spiel kann man das üben.
Ist, wenn man einen Kopfball sehr gefährlich macht. Oliver Neuville macht nicht viele Kopfbälle, weil er nicht kopfballstark ist. Also es gibt Spieler, die sind fussstark, die können voll hart mit dem Fuß schießen, und es gibt welche, die können das voll hart mit dem Kopf machen. Oliver Neuville ist besser mit dem Fuß! Außerdem kommen die anderen immer eher an die Kopfbälle.
Wenn man einen Mann deckt, dann ist man ein Manndecker. Also man stellt sich vor den Mann, damit der nicht angepasst wird. So, dass ein anderer Spieler ihn nicht anspielen kann. Unser Sportlehrer hat gesagt: „Du gehst mit dem Gegenspieler mit, solange er spielt, auch wenn er aufs Klo geht!“
Wenn ein Stürmer zum gegnerischen Tor rennt, dann kommt die Abwehr in Not. Dann geht jemand auf ihn drauf und dann bekommt der die gelbe Karte, weil er gefoult hat.

Der Strafraum ist vor dem Tor. Er hat Linien und, wenn da ein Spieler gefault wird, dann gibt es direkt einen Elfmeter.
Mauer ist, wenn es vor dem Tor zu einem Freistoß kommt. Dann stellen sich die Spieler nebeneinander, damit nicht so eine Lücke vor dem Tor ist.
Leo ist, wenn zwei Spieler vom gleichen Verein nebeneinander stehen, und der eine sagt „Leo“, dann geht der eine an den Ball und der andere geht woanders hin. Man kann nicht sagen „Lass mir den Ball!“, weil der Feind das hören könnte. „Leo“ ist ein Codewort und wird leise gesagt.