NEWS: 26.02.2020

Herrmann: "Wir müssen extrem wachsam sein"

Herrmann: "Wir müssen extrem wachsam sein"
Patrick Herrmann traf beim 5:1 im Hinspiel gegen Augsburg zweimal.

Im Interview spricht Patrick Herrmann über das Unentschieden gegen Hoffenheim, über die bevorstehende Partie in Augsburg, das überragende Hinspiel und über seine persönlichen Highlights in dieser Saison.

Patrick, wie groß war die Enttäuschung nach dem späten Ausgleich gegen Hoffenheim?

Herrmann: Die Enttäuschung war schon sehr groß. Der erste Gedanke nach dem Abpfiff war „Wie kann man dieses Spiel bloß unentschieden spielen?!“ Okay, wir haben einen Elfmeter nicht genutzt, und ein Tor wurde aberkannt. Aber wir hatten doch noch zwei, drei weitere Riesenchancen. Nach einem solchen Spiel fühlt sich ein Unentschieden im ersten Moment wirklich wie eine Niederlage an.

Hast du Sorge, dass die beiden verpassten Punkte am Ende fehlen könnten?

Herrmann: Ganz ehrlich: Man guckt schon auf die Tabelle und ärgert sich, dass man nicht zwei Punkte mehr hat. Trotzdem glaube ich, dass es falsch wäre, sich jetzt darüber den Kopf zu zerbrechen, was am Saisonende sein könnte. Und mit ein paar Tagen Abstand können wir das Resultat vom Samstag schon wieder etwas positiver sehen: Wir haben jetzt einen Punkt mehr als vor dem Hoffenheim-Spiel.

Jetzt muss Borussia nach Augsburg, wo man in der Bundesliga noch nie gewinnen konnte. Was macht Augsburg für Borussia zu einem so schwierigen Pflaster?

Herrmann: Zuhause spielen die Augsburger von der ersten Minute an sehr aggressiv, sind sofort drin in den Zweikämpfen. Zudem sind sie stets durch Standards gefährlich, damit haben sie schon Spiele gegen uns für sich entscheiden können. Und wenn du dort erst einmal einem Rückstand hinterherläufst, dann wird es richtig schwierig.

Mal verliert der FCA deutlich, wie beim 1:5 bei Borussia oder beim 0:5 in Frankfurt, dann wieder siegt man in Hoffenheim mit 4:2 oder ringt den Bayern ein Unentschieden ab. Ist die Mannschaft nur schwer einzuschätzen?

Herrmann: Ja. Dieses Auf und Ab fällt in der Tat auf. Trotzdem gehe ich davon aus, dass es in Augsburg ein kämpferisches Spiel werden wird, eins mit vielen Sprints und intensiven Läufen.

Im Hinspiel, beim 5:1, hast du dein bisher bestes Spiel in dieser Saison gemacht…

Herrmann: Das war damals eine gute Leistung, aber von uns allen. Ich hatte das Glück, zwei Tore erzielen und ein weiteres vorbereiten zu können. Ich glaube, das war damals überhaupt erst das zweite Spiel in dieser Saison, in dem ich in der Startelf stand. Das war also ein sehr gelungener Tag, für Borussia und für mich auch. Und es hätte wohl keiner etwas dagegen, wenn wir einen solchen Tag am Wochenende noch einmal erleben würden.

Mit Florian Niederlechner hat auch der FCA einen Top-Stürmer, der als Torschütze ebenso erfolgreich ist wie als Vorbereiter…

Herrmann: Er spielt wirklich eine richtig gute Saison. Er bewegt sich gut vor dem Tor, erzielt sehr schöne Treffer und legt fast ebenso viele auf. In Hoffenheim, beim 4:2-Sieg, hat er alle vier Treffer vorbereitet. Aber der FCA hat auch andere gefährliche Spieler wie Philipp Max. Der ist richtig schnell auf der Außenbahn, schlägt hervorragende Flanken und schießt sehr gute Standards. Wir müssen dort extrem wachsam sein.

Apropos Tore und Assists: Du bist seit Kurzem Borussias Topscorer für den Zeitraum, seitdem neben den Toren auch die Vorlagen erfasst werden. Was bedeutet dir dieser Rekord?

Herrmann: Darauf bin ich sehr stolz. Als ich als Jugendlicher nach Mönchengladbach gekommen bin, habe ich davon geträumt, überhaupt einmal für Borussia auflaufen zu dürfen. Irgendwann einmal der Topscorer zu sein, davon hätte ich nicht mal zu träumen gewagt. Das ist fantastisch! Aber ich möchte meine Bilanz gerne noch etwas ausbauen.

Mittlerweile rangierst du auch in der Top Ten der aktiven Spieler mit den meisten Pflichtspieleinsätzen für „ihren“ jeweiligen Klub. Wie alt fühlst du dich als Fußballer?

Herrmann: Mit so vielen Einsätzen sieht man sich selbst wohl zu Recht als gestandener Spieler in der Bundesliga. Ich glaube auch, dass ich heute anders spiele als mit 17 oder 18 Jahren, dass mein Spiel und meine Laufwege klüger sind als zu Beginn meiner Karriere. Andererseits ist die Zeit so rasend schnell vergangen, dass man sich zwar immer noch jung fühlt, tatsächlich allmählich aber wohl das letzte Drittel der Karriere ansteuert. Aber keine Sorge, ein paar Spiele und Tore möchte ich vorher noch machen für Borussia. (lacht)

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