NEWS: 03.07.2014

100. Geburtstag von Heinz Ditgens

100. Geburtstag von Heinz Ditgens
Borussias erster Nationalspieler Heinz Ditgens (links).

Heinz Ditgens wäre am heutigen Donnerstag 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass gedenken wir Borussias erstem Nationalspieler.

Die Mitgliedschaft beim VfL Borussia wurde Ditgens in die Wiege gelegt. Sein Vater Hermann war eines der ersten Mitglieder Borussias, sein Onkel Stephan wurde 1910 der erste Ehrenspielführer des zehn Jahre zuvor gegründeten Vereins. Was lag also näher, als dass auch Heinz die Fußballschuhe für diesen Verein schnürte? Er durchlief alle Jugendmannschaften und machte in der Saison 1933/1934 sein erstes Spiel in der ersten Mannschaft Borussias. Bereits als B- und A-Jugendlicher schickte ihn der Verein zu Lehrgängen des Westdeutschen Fußballverbandes, wo eine spätere Ikone des deutschen Fußballs auf ihn aufmerksam wurde: Sepp Herberger. Der war in den 30er-Jahren Verbandstrainer und später Assistent des Reichstrainers Otto Nerz. Ditgens' gutes Kopfballspiel und die Fähigkeit, beidfüßig schießen zu können, hinterließen nachhaltigen Eindruck beim Vater des späteren „Wunders von Bern“.

Jüngster Nationalspieler

Ditgens spielte von 1933 bis 1936 drei überragende Spielzeiten bei Borussia. Er allein konnte den Abstieg der Borussia aus der Gau-Liga, der damals höchsten deutschen Spielklasse, jedoch nicht verhindern. Umso überraschender kam die Berufung in die Nationalmannschaft für die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin. Mit 22 Jahren war er der jüngste deutsche Nationalspieler. Nach dem 9:0-Erfolg am 4. August 1936 gegen Luxemburg unterlag die deutsche Mannschaft drei Tage später 0:2 gegen Norwegen und schied aus dem olympischen Turnier aus. Ditgens selbst bestritt anschließend nur noch ein weiteres Länderspiel, am 20. März 1938 in Wuppertal wiederum gegen Luxemburg (2:1).

Zu diesem Zeitpunkt spielt er schon längst nicht mehr in Gladbach. Noch im olympischen Dorf hatte Ditgens 1936 seinen Musterungsbescheid erhalten. Eine Woche nach der Rückkehr aus Berlin hatte er sich der Musterungskommission zu stellen. Der Wehrdienst verschlug ihn zu den „Bückeburger Jägern“. Im Krieg verrichtete Ditgens seinen Dienst ausschließlich in Stäben und Verwaltungsdienststellen. Dennoch erlitt er Erfrierungen dritten Grades an den Füßen, am 20. Februar 1943 wurden ihm im Reserve-Lazarett in Wien neun Zehen amputiert. Aufgrund dieser Verwundung wurde er am 7. Februar 1944 nach Mönchengladbach versetzt, wo er das Ende des Krieges erlebte.

Kurzzeitig Borussias Trainer

Als Fußballspieler war er für Gladbach nach dem Krieg nur noch kurz aktiv, dank einer Stahlprothese, die ihm ein Schuhmachermeister angefertigt hatte. Ditgens war zudem Mitglied im ersten Nachkriegsvorstand und arbeitete in der Saison 1950/1951 zusammen mit Paul Pohl als Trainer Borussias. Seinen beruflichen Weg ging er nach dem Krieg als Angestellter bei der Stadtverwaltung Mönchengladbach, die ihm seine Trainertätigkeit bei Amateurvereinen und die damit verbundene finanzielle Entschädigung zugestand. Heinz Ditgens blieb seiner Heimatstadt treu. Er starb am 20. Juni 1998 im Alter von 83 Jahren in Mönchengladbach.

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