NEWS: 14.09.2014

Raffael dreht gegen Schalke auf

Raffael dreht gegen Schalke auf
Zeigte gegen den FC Schalke 04 eine starke Leistung: Raffael. Foto: Kruck

Borussias Ballkünstler war einer der Stärksten der Fohlenelf gegen den FC Schalke 04. Tolle Soli, ein tödlicher Pass und sein Tor zum 4:1-Endstand entzückten die Fans.

Ein Raunen ging durch den BORUSSIA-PARK, gefolgt von stürmischem Applaus. Später wurden die Fans auch einmal fast still vor andächtigem Staunen – bevor der Jubel losbrach. Verantwortlich für die verschiedenen Geräusche von den Tribünen war beim Spiel gegen den FC Schalke 04 Raffael. Borussias Brasilianer drehte am Samstag so richtig auf. Am heutigen Sonntag hörte man am BORUSSIA-PARK vor allem Lachen und immer wieder das Wort „Wahnsinn“. Wahnsinn, wie Raffael kurz vor dem 1:0 von André Hahn bei einem Solo gleich vier Schalker aussteigen ließ, Wahnsinn wie er in der zweiten Halbzeit den tödlichen Pass auf Max Kruse spielte, Wahnsinn wie er zum 4:1 abstaubte, Wahnsinn, dass er beinahe noch ein Kopfballtor gemacht hätte.

Der 29-Jährige blieb ob dieser Leistung aber gewohnt bescheiden: „Ich will meiner Mannschaft immer helfen, gestern hat das richtig gut geklappt. Aber wir waren alle bereit für dieses Spiel. Wir wollten unbedingt gewinnen und haben diesen Sieg verdient.“ Und das eben auch wegen seiner Leistungssteigerung im Vergleich zu den vorangegangenen Spielen gegen den VfB Stuttgart und den SC Freiburg. „Das war noch nicht der Raffael, den alle kennen. Ich muss besser werden“, hatte der Stürmer noch vor der Begegnung gesagt. Den Worten ließ er Taten folgen. Gegen Schalke war es wieder der Raffael, der ein ganzes Stadion in Verzückung versetzen kann. Als er nach 83. Minuten für Thorgan Hazard vom Platz ging, hatte er sich den Sonderapplaus von den Rängen redlich verdient.

Ein besonderes Spiel für den Brasilianer

Dass der kreative Kopf von Borussias Offensive so aufblühte, lag auch an der Rückkehr seines Sturmpartners Max Kruse und der starken Vorstellung des Doppeltorschützen André Hahn. So wie bei seinem Zuckerpass vor dem 3:1 durch Kruse. „Ich habe mit Max und André gut kombinieren können. In dieser Situation habe ich gesehen, dass beide starten. Dann habe ich den Pass auf Max versucht – und es hat geklappt“, sagte Raffael, dessen Fußballkunst die Fans auch deshalb so begeistert, weil das, was Raffael mit dem Ball veranstaltet, immer so leicht und einfach aussieht. Darauf angesprochen erwiderte der Angreifer allerdings lachend: „Nein, einfach war es gegen Schalke bestimmt nicht. Das ist nicht so leicht. Aber es hat gut geklappt, und es hat viel Spaß gemacht.“ Das sah nicht nur er so, sondern - mit Ausnahme der Schalker Anhänger - alle 54.010 Zuschauer im ausverkauften BORUSSIA-PARK waren dieser Meinung.

Für Raffael war es aber nicht nur wegen seiner Rückkehr zu alter Stärke ein besonderes Spiel: „Es war für mich natürlich etwas Spezielles, gegen Schalke zu spielen. Nicht nur weil es mein ehemaliger Verein ist, sondern auch weil sie seit Jahren eine der stärksten Mannschaften der Bundesliga sind.“ Am Sonntag genoss Raffael beim Auslaufen noch das Gefühl des Sieges vom Vortag. Die Fans, die sich im BORUSSIA-PARK versammelt hatten, spendeten noch einmal spontan Applaus, als die Fohlenelf vorbeitrabte. Doch schon danach galt die ganze Konzentration dem ersten Spiel in der UEFA Europa League gegen den FC Villarreal und Raffael warnte: „Villarreal ist eine große Mannschaft in Spanien.“

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