NEWS: 25.09.2014

Stabil geblieben

Stabil geblieben
Kein Platz für den Gegner: Die Borussen überzeugen derzeit durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Foto: Kruck.

Einzig die mangelnde Chancenverwertung konnte man beim hoch verdienten 1:0-Sieg gegen den HSV monieren. Ansonsten überzeugte die Fohlenelf zum wiederholten Mal in dieser Saison mit einer geschlossenen Mannschaftleistung.

Beim Gang in die Kabine schnaufte Trainer Lucien Favre tief durch. „Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte der Schweizer in der Mixed-Zone im Vorbeigehen zu den wartenden Journalisten. Dass der gestrige 1:0-Erfolg gegen den HSV allerdings mehr als gerecht war, daran ließ Borussias Trainer wenige Minuten später in der Pressekonferenz keinen Zweifel aufkommen: „Der Sieg war absolut verdient. Wir hatten viel mehr Torchancen. Nur in der Anfangsphase war der HSV überlegen.“ In den ersten 20 Minuten ließen sich die Borussen tatsächlich ein wenig von den zweikampfstarken Gästen den Schneid abkaufen. „Die Hamburger waren da sehr aggressiv und präsent in den Zweikämpfen. Auch danach haben sie gut gespielt und waren gefährlich bei Kontern“, sagte Favre. „Deshalb war es extrem wichtig für uns, in Führung zu gehen.“

Gleich die erste Chance nutzte seine Mannschaft in der 25. Minute, um das 1:0 vorzulegen. Raffael legte die Kugel aus zentraler Position auf den rechten Flügel auf André Hahn. Die Hereingabe des Blondschopfs verwertete Max Kruse im Nachschuss. „Es war ein Super-Tor, die Flanke von André war sehr präzise“, lobte Favre. Der Torschütze rannte schnurstracks zur Ersatzbank und feierte seinen zweiten Saisontreffer gemeinsam mit Keeper Christofer Heimeroth „Vor dem Spiel habe ich Heimi beim Aufwärmen sieben von acht eingeschenkt, deswegen saß er etwas deprimiert in der Kabine“, sagte der Angreifer grinsend. „Ich habe ihm dann versprochen, dass ich zu ihm komme, wenn ich mit meinem ersten Torschuss auch im Spiel treffe.“

„Wieder zu null gespielt“

Nach dem Führungstreffer bekamen die Borussen das Spiel immer besser in den Griff und erspielten sich reihenweise Torchancen, womit sie das Spiel frühzeitig hätten für sich entscheiden können. Doch im Abschluss fehlte gestern entweder das Glück oder die letzte Konsequenz. „Wir hatten genug Gelegenheiten, um für Ruhe zu sorgen“, sagte Favre. „Aber wenn man es nicht schafft, ein zweites Tor nachzulegen, ist es umso wichtiger, dass man defensiv stabil bleibt. Das haben wir getan und haben bis zum Schluss sehr gut verteidigt.“ In der Tat: Zwar stand das Spiel auf Grund der knappen Führung bis zum Abpfiff auf des Messers Schneide, eine wirkliche Ausgleichschance ließ die Fohlenelf aber nicht mehr zu. „Ich bin sehr zufrieden mit dem 1:0. Wir haben wieder zu Null gespielt und drei ganz wichtige Punkte geholt“, bilanzierte Favre.

Die Fohlenelf blieb somit auch im neunten Pflichtspiel der laufenden Saison ungeschlagen und stockte ihr Konto in der Bundesliga auf neun Zähler auf. „Damit sind wir voll im Soll“, befand Kruse. „Wir treten geschlossen als Team auf. Jeder ist für den anderen da, das zeichnet uns momentan aus.“ Die mannschaftliche Geschlossenheit wird weiterhin vonnöten sein, wenn Borussia bis zur Länderspielpause ungeschlagen bleiben möchte. Drei Spiele stehen bis dahin noch an: am Samstag (15.30 Uhr) beim SC Paderborn, am kommenden Donnerstag (21.05 Uhr) beim FC Zürich sowie am darauf folgenden Sonntag (17.30 Uhr) gegen den FSV Mainz 05.

Umso schöner ist, dass sich auch gestern kein Spieler verletzt hat, so dass Favre nach wie vor alle Mann an Bord hat. „Gerade in den Englischen Wochen ist es sehr wichtig, viele Alternativen zu haben. Man kann unmöglich immer die gleichen Spieler einsetzen“, so der VfL-Coach. Gestern durfte beispielsweise Thorgan Hazard erstmals von Beginn an ran und machte seine Sache auf der linken Außenbahn sehr ordentlich. „Ich wollte ihm eine Chance geben und die hat er genutzt“, lobte Favre den jungen Belgier, der viele Wege ging und sich deshalb erschöpft nach 71 Minuten auswechseln ließ. „Es ist lange her, dass ich in der Startelf stand. Der Platz war schwer, und ich bin viel gelaufen“, sagte Hazard. Knapp 120 Kilometer spulten alle Borussen gestern ab, die kurze Zeit bis zum nächsten Spiel in Paderborn dient deshalb einzig der Erholung. „Im Moment können wir kaum richtig trainieren. Zwischen den Spielen steht allein die Regeneration im Vordergrund“, weiß Favre.

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