NEWS: 09.11.2014

Stimmen zum Spiel

Stimmen zum Spiel
"Wir haben offensiv zu wenig gezeigt", sagte Max Kruse (hier im Zweikampf mit Neven Subotic). Foto: Kruck

Wir haben uns nach der 0:1-Niederlage der Fohlenelf bei Borussia Dortmund in beiden Lagern umgehört und die Reaktionen notiert.

André Hahn: Wir haben heute eine miserable Leistung gezeigt. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, hatten in 90 Minuten keinen einzigen gefährlichen Torschuss. Zudem haben wir uns defensiv sehr viele Fehler erlaubt und haben deshalb nie Zugriff auf das Spiel bekommen. Mit viel Glück hätten wir vielleicht ein 0:0 erringen können, aber das Eigentor hat auch irgendwie zu unserer Leistung gepasst. Aber niemand von uns macht Christoph deshalb einen Vorwurf. Wir haben heute alle schlecht gespielt, deswegen geht die Niederlage auch völlig in Ordnung.

Christoph Kramer: Die Dortmunder waren top-vorbereitet und haben uns richtig gut zugestellt. Man hatte zu keiner Zeit der Partie das Gefühl, dass wir vorne noch einmal gefährlich werden könnten. Sie haben uns weit weg von ihrem eigenen Tor gehalten, uns clever angelaufen und uns so unserer eigentlichen Stärken beraubt. Beim Eigentor dachte ich, dass der Ball vorher nochmal aufspringt und dann habe ihn nicht richtig erwischt. So etwas kann passieren, vielmehr ärgere ich mich allerdings über meine schlechte Leistung. Unter dem Strich können sich die Dortmunder bei mir bedanken, und bei den Gladbachern muss ich mich entschuldigen.

Max Kruse: Wir wussten, dass unsere Serie irgendwann reißen wird und wir nicht jedes Spiel ungeschlagen überstehen werden. Vielmehr ärgert mich die Niederlage aber, weil wir Dortmund gerne auf Distanz gehalten hätten. Ich bin aber überzeugt, dass wir nur wegen eines schlechten Spiels sicher nicht einbrechen werden. Wir haben auch heute nur einen Gegentreffer kassiert. Ein Tor hätte also gereicht, um einen Punkt mitzunehmen. Doch dafür haben wir nach vorne einfach zu wenig gezeigt. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, um uns auf das nächste Spiel vorzubereiten und dann hoffen wir, dass wir gegen Frankfurt wieder in die Erfolgsspur zurückkehren werden.

Sebastian Kehl (Borussia Dortmund): Wenn man am Ende durch so ein kurioses Eigentor gewinnt, ist es natürlich ungewöhnlich. Für Christoph Kramer tut es mir wirklich leid. Es war eine sehr unglückliche Situation für ihn. Der Ball ist aufgesprungen, und er wollte ihn zurück zum Torwart spielen. Ich konnte in dieser Situation gut mit ihm mitfühlen. Für uns war es natürlich ein glücklicher Umstand, weil wir selbst zuvor so viele Chancen vergeben haben. Ich hoffe, dass das Eigentor Christoph nicht umwirft. Er ist ein hervorragender Kicker, und ich wünsche ihm für die nächsten Spiele alles Gute.

Trainer Lucien Favre: Der Sieg für Dortmund war total verdient. Vor allem in der ersten Hälfte war Dortmund klar besser. In der zweiten Halbzeit haben wir ein wenig besser gespielt, aber es hat am Tempo und der richtigen Bewegung gefehlt. Gegen Dortmund muss man schnell und mit wenig Kontakten spielen, sonst hat man keine Chance. Das ist uns nicht gelungen. Natürlich ist es ärgerlich, dass das Eigentor am Ende entschieden hat. Aber Dortmund hatte genug Chancen, um vorher schon ein Tor zu erzielen. Christoph weiß selbst, dass er in der Situation den Ball hätte halten oder flach zurückspielen müssen, aber ich mache ihm keinen Vorwurf, so etwas kann einmal passieren.

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Der Sieg war für uns alle eine enorme Erleichterung. Für diese schwierige Situation hat die Mannschaft wirklich ein außergewöhnliches Spiel abgeliefert. Sie hat sich zum Selbstvertrauen gezwungen und vor allem in der ersten Hälfte phasenweise überragend Fußball gespielt. Sie hat den Gegner gut bearbeitet und die Stärken der Gladbacher so nicht zur Geltung kommen lassen. Wir haben leider erneut einen großen Haufen Chancen vergeben. Um den Sieg perfekt zu machen, hat es offenbar dieses verrückte Eigentor gebraucht. Danach mussten wir noch ein wenig zittern, haben am Ende aber hochverdient gewonnen.

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