NEWS: 28.11.2014

Eine gute Reaktion gezeigt

Eine gute Reaktion gezeigt
Ibrahima Traoré, Branimir Hrgota und Roel Brouwers (v. li.) feiern Granit Xhaka, den Torschützen zum 2:2. Foto: Verheyen

Mit dem 2:2 beim FC Villarreal hat Borussia ihre gute Ausgangsposition in der Gruppenphase der UEFA Europa League untermauert. Die Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte machte es möglich.

Es war schon weit nach Mitternacht, als die Borussen in ihrem Mannschaftshotel „Las Arenas“ in Valencia ankamen. Im Speisesaal aßen sie noch eine Portion Spaghetti oder Paella, ehe alle müde, aber zufrieden ins Bett fielen. „Für uns war der Punkt sehr wichtig. Auf Grund der guten zweiten Hälfte war er auch verdient“, befand Sportdirektor Max Eberl. In diesem zweiten Durchgang zeigten die Borussen vom Wideranpfiff weg, dass sie gewillt waren, den Spaniern das Feld nach deren früher Führung nicht kampflos zu überlassen. „Mit Wiederbeginn hat die Mannschaft eine Reaktion gezeigt und war sofort im Spiel“, sagte Eberl.

Borussias Sportdirektor wollte die erste Hälfte allerdings keineswegs unkommentiert unter den Tisch fallen lassen. „Man kann sich ja nicht nur das Schöne herauspicken, auch die erste Halbzeit gehört zu diesem Spiel. In dieser haben wir zu passiv gespielt und uns ein wenig von der Spielweise der Hausherren beeindrucken lassen“, monierte Eberl. Mehrfach brachte Villarreal die Abwehr der Fohlenelf in Verlegenheit. Nach einer Viertelstunde klärte Raffael einen Kopfball von Bruno Soriano noch auf der Torlinie. Elf Minuten später traf Luciano Vietto nach einem Steilpass von Jaume Costa zur 1:0-Führung. Mit einer Glanzparade gegen Manu Trigueros verhinderte VfL-Keeper Yann Sommer kurz darauf einen höheren Rückstand. „Villarreal hat mit hohem Tempo, wenig Kontakten und vielen Pässen in die Schnittstellen agiert, so dass es für uns häufig gefährlich wurde. Es war wichtig, dass wir in dieser Phase nur ein Gegentor kassiert haben“, bemerkte Trainer Lucien Favre.

Mehr Tempo und Zutrauen

Im zweiten Spielabschnitt änderte sich das Bild. „Wir haben das Tempo forciert und uns viel mehr zugetraut“, analysierte Favre. Branimir Hrgota scheiterte zunächst noch mit seinem Freistoß und einem Nachschuss an Villarreals Torwart Sergio Asenjo. Dann nahm sich Raffael ein Herz und markierte per Distanzschuss den Ausgleich. „Es war ein wichtiges Tor, weil wir dadurch schnell zurück ins Spiel gefunden haben“, sagte der Brasilianer. Obwohl nun eigentlich die Borussen am Drücker waren, erzielten jedoch die Gastgeber den nächsten Treffer, weil Julian Korb die Kugel bei einem Klärungsversuch vom Fuß rutschte, und Denis Cheryshev eiskalt im Abschluss blieb. Doch die Borussen ließen sich davon nicht aus dem Tritt bringen und spielten weiter geordnet nach vorne. „Die Art und Weise, wie die Jungs nach diesem unglücklichen Gegentreffer zurückgekommen sind, war bemerkenswert. Es hat gezeigt, dass da eine stabile Truppe auf dem Platz stand“, lobte Eberl.

Der erneute Ausgleich war Granit Xhaka in sehenswerter Manier vorbehalten. Der Schweizer haute einen Freistoß aus knapp 25 Metern unhaltbar in den Winkel. „Ich wusste gar nicht, dass ich so hart schießen kann“, sagte der Torschütze grinsend. „Es war mit Sicherheit das schönste Tor meiner Karriere. Aber vor allem war es extrem wichtig, weil wir dadurch einen Punkt mitnehmen konnten.“ Beinahe wäre aus dem Remis sogar noch ein Sieg geworden, der eingewechselte Patrick Herrmann scheiterte in der Schlussphase aber am Pfosten. „Villarreal hatte zuvor in der Europa League elf Heimspiele in Folge gewonnen, deswegen sollten wir nicht vermessen sein und mit dem erreichten Ergebnis zufrieden sein“, sagte Eberl.

Tabellenführung behauptet

Mit dem 2:2 behauptete die Fohlenelf vor dem abschließenden Gruppenspiel in zwei Wochen gegen den FC Zürich die Tabellenführung in der Vorrundengruppe A. „Trotzdem müssen wir im letzten Spiel noch einmal erfolgreich sein, um weiterzukommen“, mahnte Eberl. Denn obwohl Borussia auch nach fünf Gruppenspielen nach wie vor ungeschlagen ist, ist der Einzug in die nächste Runde noch nicht perfekt. Gegen den FCZ reicht aber schon ein Unentschieden, um das Ticket für die K-o.-Runde zu lösen. „Uns erwartet nun ein sehr wichtiges Spiel gegen Zürich, das wir unbedingt gewinnen wollen“, betonte Favre. Mit einem Sieg würde sein Team definitiv als Gruppenerster in die nächste Runde einziehen.

Doch so weit ist es noch nicht. Am heutigen Freitagvormittag steht zunächst einmal die Rückreise aus Spanien auf dem Plan. Mit der Heimekehr in den BORUSSIA-PARK am frühen Nachmittag beginnt dann die Vorbereitung auf das Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonntag (15.30 Uhr) in Wolfsburg. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wollen die Borussen in der Autostadt unbedingt zurück in die Erfolgsspur kehren.Erfolgreich Fußball spielen ist immer gut für die Moral, deshalb hoffe ich, dass wir aus der guten zweiten Hälfte Selbstvertrauen für diese Aufgabe ziehen können“, so Eberl.

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