NEWS: 28.11.2014

"Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein"

"Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein"
Roel Brouwers stand gestern zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf des VfL. Foto: Verheyen

Auf der Rückfahrt ins Mannschaftshotel sang die Mannschaft um Punkt Mitternacht ein Geburtstagsständchen für Roel Brouwers. Der Niederländer stand beim 2:2 in Villarreal erstmals in dieser Saison in der Startelf. Wir haben uns mit dem nun 33-Jährigen über die Begegnung unterhalten.

Roel, hast du schon mal im Mannschaftsbus in deinen Geburtstag reingefeiert?

Brouwers: (lacht) Nein. Ich hatte zwar schon mal an einem Spieltag Geburtstag, aber im Bus in meinen Geburtstag reingefeiert, habe ich noch nicht. Das war das erste Mal. Die Mannschaft hat mir um Punkt Mitternacht ein Ständchen gesungen.

Taugte das Remis beim FC Villarreal als vorgezogenes Geschenk?

Brouwers: Es war natürlich schön, dass wir noch 2:2 gespielt haben, nachdem wir zweimal hinten lagen, und dass wir dann um zwölf Uhr meinen Geburtstag feiern konnten.

Wie fällt deine Analyse zum Spiel gegen Villarreal aus?

Brouwers: Das Spiel war anfangs schwierig für uns. In der ersten Halbzeit hat sich Villarreal ein paar gute Chancen herausspielen können, das haben sie fußballerisch gut gemacht. Sie haben einige sehr gute Spieler in ihren Reihen und können den Ball gut laufen lassen. Das haben sie in der ersten Halbzeit gezeigt und sind deshalb auch verdient 1:0 in Führung gegangen. Da hatten wir noch unsere Probleme. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel gut angenommen und konnten zwei Mal einen Rückstand aufholen. Da haben wir eine tolle Moral bewiesen. Vielleicht hätten wir am Ende die eine oder andere Chance noch besser ausspielen können, mit dem 2:2 können wir aber letztlich zufrieden sein.

Beim 0:1 konntest du den Torschützen Vietto nicht mehr entscheidend stören. Musstest du dich in dieser Szene zurückhalten, weil du schon verwarnt warst?

Brouwers: Ich hätte ihn in dieser Szene sowieso nicht mehr stoppen können. Die einzige Möglichkeit war, ihn abzugrätschen. Aber dann wäre ich vom Platz geflogen und wir hätten einen Elfmeter bekommen. Das hätte uns auch nicht weitergebracht, sondern nur noch mehr Schwierigkeiten gebracht. Deshalb konnte ich da wenig machen.

Du hast erstmals seit sieben Monaten wieder in der Startelf gestanden. Wann hast du erfahren, dass du spielen würdest?

Brouwers: Es hat sich im Training angedeutet. Da hat man gemerkt, dass die Chance da ist, dass ich von Beginn an spielen könnte. Dass es dann so gekommen ist, war natürlich sehr schön. Klar, hat mir noch ein wenig Spielpraxis gefehlt. Das hat man hier und da noch gemerkt. Aber ich denke, ich kann mit meinen 90 Minuten gegen Villarreal insgesamt zufrieden sein.

Ihr habt nun in zwei Wochen gegen den FC Zürich ein Endspiel um den Einzug in die K.o.-Runde. Ein Unentschieden würde schon reichen. Besteht die Gefahr, dass man dann zu sehr auf Sicherheit spielt?

Brouwers: Wir wollen ohnehin immer gewinnen. Das muss und wird auch gegen Zürich unser Ziel sein. Wenn es dann nach 85 Minuten 0:0 oder 1:1 stehen sollte, muss man sich natürlich auch clever verhalten. Aber wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen - so wie jedes Spiel. Als Gruppensieger hätten wir auch einen kleinen Vorteil bei der Auslosung der K.o.-Runde. Es wäre schön, wenn wir das schaffen würden. Aber dafür müssen wir eben gewinnen.

Am Sonntag steht in der Bundesliga ein schweres Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg (15.30 Uhr) an. Wie groß siehst du deine Chancen, wieder in der Startelf zu stehen?

Brouwers: Das hoffe ich natürlich. Aber das muss der Trainer entscheiden. Wir werden sehen.

Wolfsburg hat gestern in der Europa League 0:2 gegen Everton verloren. Wie schätzt du die Mannschaft ein?

Brouwers: Wolfsburg ist eine starke Mannschaft und deshalb auch ein schwieriger Gegner. Die stehen nicht umsonst auf Platz zwei der Tabelle. Es wird ein hartes Spiel, aber wir müssen versuchen an unsere starke zweite Hälfte von gestern anzuknüpfen. Dann können wir auch in Wolfsburg punkten.

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