NEWS: 18.12.2014

Verdient, aber nicht einfach

Verdient, aber nicht einfach
Thorgan Hazard und Granit Xhaka gratulieren Christoph Kramer zu seinem Kopfballtreffer zum zwischenzeitlichen 3:1.

Mit dem 4:1-Sieg gegen Werder Bremen festigte die Fohlenelf ihren Platz in der Spitzengruppe. Viel Zeit den Erfolg zu genießen bleibt nicht, wartet doch schon in zwei Tagen die nächste Herausforderung auf den VfL.

Die beiden Physiotherapeuten Adam Szordykowski und Dirk Müller packten am heutigen Donnerstagvormittag bereits den Bus für das Auswärtsspiel in Augsburg, als die VfL-Profis nach und nach im BORUSSIA-PARK zum Auslaufen und Spielersatztraining eintrafen. Der 4:1-Erfolg gegen Weder Bremen lag gerade einmal zwölf Stunden zurück, da galt die volle Konzentration schon dem Hinrunden-Abschluss am Samstag (15.30 Uhr) beim FCA. „Dort versuchen wir natürlich, noch einmal nachzulegen, um eine sehr gute erste Saisonhälfte vielleicht noch ein bisschen besser abzuschließen“, betonte Sportdirektor Max Eberl. Mit dem gestrigen Erfolg stockte die Fohlenelf ihr Konto auf 27 Zähler auf. „Das ist okay“, sagte Trainer Lucien Favre, der sich ansonsten aber nicht an einer Zwischenbilanz beteiligen wollte, sondern sich der Analyse der gestrigen Begegnung widmete. „Unser Sieg war verdient, aber es war nicht so einfach wie viele denken“, sagte der Schweizer.

Das klare Endergebnis lässt etwas anderes vermuten, doch tatsächlich war es ein hartes Stück Arbeit, das seine Mannschaft verrichten musste. In der ersten halben Stunde tat sie sich enorm schwer, Lücken in der kompakten Werder-Abwehr zu finden. „Bremen hat gut dagegen gehalten, das Spiel wog hin und her“, befand Eberl. Doch dann zog Ibrahima Traoré mit viel Zug in den Strafraum und wurde von Philipp Bargfrede gelegt. „Dem Elfmeter ging eine schnelle Kombination voraus – das haben wir klasse gemacht“, lobte Favre. Max Kruse blieb cool und verwandelte zum 1:0. Das gab den Borussen Sicherheit. Nur sechs Minuten legten sie durch Oscar Wendt nach. „Mit dem 2:0 zur Halbzeit konnten wir gut leben“, sagte Favre. „Wir hatten lange Zeit große Probleme, aber nach dem Führungstreffer lief es besser.“

„Sehr effizient“

Die Pause stellte sich jedoch als kontraproduktiv da. Es kam ein Bruch ins Spiel der Fohlenelf, die sich in der ersten Viertelstunde des zweiten Durchgangs von den Bremern in die eigene Hälfte drängen ließen. Logische Folge war der Anschlusstreffer durch einen direkt verwandelten Freistoß von Zlatko Junuzovic. „Wir waren in dieser Phase nicht richtig im Spiel und kamen nicht in die Zweikämpfe“, sagte Eberl. Doch ein Distanzschuss von Max Kruse ließ die Partie wieder in die andere Richtung kippen. Jetzt war der VfL hellwach, nahm das Heft des Handelns wieder in die Hand und stellte durch einen Kopfballtreffer von Christoph Kramer prompt den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. „Wir waren sehr effizient in der Chancenverwertung, und das hat den Ausschlag zu unseren Gunsten gegeben“, meinte Favre.

Als kurz darauf Luca Caldirola mit Gelb-Rot frühzeitig unter die Dusche geschickt wurde, war das Spiel vorzeitig entschieden. „Wir haben es in der Schlussphase souverän zu Ende gespielt“, unterstrich Eberl. Zwei Minuten vor dem Ende legte Branimir Hrgota nach feiner Vorarbeit von Thorgan Hazard sogar noch das 4:1 nach. Nach zehn Toren in den beiden Pokalwettbewerben war der Schwede damit erstmals in dieser Saison auch in der Bundesliga erfolgreich. „Ich freue mich, dass er nun auch in der Meisterschaft getroffen hat. Das wird ihm Selbstvertrauen geben“, sagte Favre. Und seiner gesamten Mannschaft dürfte der dritte Sieg aus den vergangenen vier Pflichtspielen Selbstvertrauen für die letzte Aufgabe des Jahres geben. „Jetzt wollen wir auch am Samstag in Augsburg unbedingt gewinnen, um diese tolle Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen“, betonte Oscar Wendt.

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