NEWS: 18.01.2015

Borussia ganz jeck im Kunstwerk

Borussia ganz jeck im Kunstwerk
VfL-Präsident Rolf Königs, Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (l.) und Bernd Gothe, Vorsitzender des Mönchengladbacher Karnevalsverbands, eröffneten die Sitzung.

„Borussia macht auf jeden Fall auch saaagenhaften Karneval“ – unter diesem Motto feierten 1.100 Borussen-Fans am heutigen Sonntagabend im Kunstwerk in Mönchengladbach-Wickrath die 13. Karnevalssitzung des VfL.

Zwei Wochen vor dem Rückrundenauftakt haben die Borussen schon einmal gefeiert, geschunkelt, getanzt und gesungen. Der Chef der Gladbacher Karnevalisten, Bernd Gothe, begrüßte die VfL-Familie im mit 1.100 Gästen ausverkauften Wickrather Kunstwerk im Trikot von 1975 und machte gleich eine Ansage: "Das ist das Trikot, in dem Borussia UEFA-Cup-Sieger und Meister wurde, nur so als Hinweis an die Mannschaft." Borussia-Präsident Rolf Königs konterte in seiner Begrüßungsrede und stellte die Europa-Krawatte aus Papier vor, die jedem Programmheft beilag. "Da sind alle Mannschaften drauf, mit denen wir es in der Europa League zu tun bekommen haben." Natürlich fehlte auch das Emblem des Sechzehntelfinalgegners FC Sevilla nicht. Danach wurde es jeck, und die beiden wünschten den Besuchern einen schönen Sitzungsabend.

Traditionell wurde die Veranstaltung durch den Einmarsch der Prinzengarden Mönchengladbach und Rheydt eröffnet. Anders als bei Borussias Spielen gab es beim Programm der Karnevalssitzung aber kein Aufwärmen. Es ging sofort hochkarätig los: De Räuber brachten mit ihren Klassikern und neuen Hits den Saal auf Temperatur, bevor es gleich zum ersten Höhepunkt des Abends ging: Die Bläck Fööss sind „Superstars“ des Karnevals und auch in Gladbach längst nicht mehr wegzudenken. Die Jecken im Saal tanzten und sangen kräftig mit. Fritz Schopps alias „Et Rumpelstilzje“ stieg danach in die Bütt‘ und verschaffte den Beinen der Karnevalisten zwar eine Verschnaufpause, den Lachmuskeln allerdings Schwerstarbeit. Es folgten De Cöllner, eine Band, die sich in den vergangenen Jahren einen großen Namen im Karneval gemacht hat und im Kunstwerk Wickrath zeigte, warum. Die erste Hälfte rundeten Klaus&Willi ab. Klaus Rupprecht ist mit seiner Handpuppe, dem Affen Willi, schon seit etwa 20 Jahren im Karneval aktiv und wusste das Publikum zu begeistern. Er kam um eine Zugabe nicht herum.

Höppemötzjer fliegen durchs Kunstwerk

Nach der Pause kam der unvergleichliche Bernd Stelter auf die Bühne und übererfüllte die hohen Erwartungen seiner Fans: Beim Auftritt von „Bernie-Bärchen“ hielt es niemanden mehr auf seinem Sitz. Das schwere Erbe, nach Bernd Stelter auf die Bühne zu müssen, schlugen die Klüngelköpp aus Köln keineswegs aus, sondern hielten das Stimmungsniveau mit ihren Liedern kurz vorm Anschlag. Anschließend übernahmen die Tänzerinnen und Tänzer der Höppemötzjer das Kommando auf der Bühne. Bei ihren artistischen Einlagen blieb so mancher Jeck ungläubig staunend zurück. Tosender Applaus war der Beweis, dass der Tanzverein aus der Domstadt sein Metier beherrscht. Zum krönenden Abschluss durften dann die Karnevals-Dauerbrenner von De Rabaue ihre rheinische Partymischung aus alten Hits und neuen Songs kredenzen. Den Borussia-Fans in Wickrath bekam diese so gut, dass sie zum Ende dieser saaagenhaften Karnevalssitzung rundum glücklich waren.