NEWS: 31.01.2015

Stimmen zum Spiel

Stimmen zum Spiel
"Gerade in dieser Phase ist sehr wichtig zu punkten, ganz egal wie", sagte Christoph Kramer - hier im Zweikampf mit Christian Gentner - nach der Partie.

Wir haben nach Borussias 1:0-Sieg in Stuttgart Stimmen aus dem VfL-Lager sowie von den beiden Trainern gesammelt.

Martin Stranzl: Wir haben sehr gut angefangen und hatten nach Standardsituationen auch ein paar gute Gelegenheiten. Ab Mitte der ersten Hälfte haben wir durch individuelle Abspielfehler den Gegner wieder aufgebaut. Die Stuttgarter hatten dann auch ein paar Kontersituationen, aber im Großen und Ganzen haben wir sehr gut verteidigt. Der Platz war sehr tief, deswegen mussten wir nach der Pause das Tempo ein wenig herausnehmen. Da waren wir sehr geduldig und haben auf den richtigen Moment gewartet. Den einen Konter haben wir eiskalt zum 1:0 genutzt. In der Schlussphase hat der VfB dann alles nach vorne geworfen, und bei dem Lattentreffer hatten wir natürlich Glück.

Christoph Kramer: Beinahe wäre das Spiel in der Schlussphase noch einmal gekippt, deswegen freut man sich umso mehr, wenn dann der Schlusspfiff ertönt. Ich denke, dass es sehr wichtig für uns war, gut zu starten. Das heißt nicht, dass wir sehr gut, aber zumindest erfolgreich gespielt haben. Viele Mannschaften werden sich nach sechs, sieben Spieltagen in der Rückrunde von da ganz oben verabschieden, und natürlich wollen wir möglichst nicht dazugehören. Deswegen ist es gerade in dieser Phase sehr wichtig zu punkten, ganz egal wie.

Max Kruse: Wenn der Ball in der Nachspielzeit eingeschlagen wäre und wir nur mit einem Punkt die Heimreise angetreten wären, wäre das sehr bitter gewesen, weil wir meiner Meinung nach fast über 90 Minuten die Partie bestimmt haben. Aber zum Glück ging das Ding an die Latte, so können wir uns über ein gewonnenes Spiel freuen. Ein perfektes Spiel war es sicherlich nicht, dafür hätten wir vorzeitig für die Entscheidung sorgen müssen. Doch wir haben die drei Punkte im Sack, und das ist das, was am Ende zählt. Ein gelungener Start in die Rückrunde war sehr wichtig, aber es folgen noch 16 weitere wichtige Partien. Am Dienstag wartet mit dem SC Freiburg die nächste schwere Aufgabe auf uns, darauf legen wir jetzt den Fokus.

Fabian Johnson: Ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut, in der Startelf zu stehen und hoffe, dass es für mich so weitergeht. Dass es in Stuttgart sehr schwer werden würde, wussten wir vorher. Wir haben dennoch sehr gut begonnen, hatten in der Anfangsphase viele Chancen nach Ecken, doch leider haben wir das Tor nicht gemacht. Zum Glück ist uns das dann später gelungen. Am Ende hatten wir natürlich das nötige Quäntchen Glück, doch über 90 Minuten gesehen ist der Sieg meiner Meinung nach verdient.

Trainer Lucien Favre: Das war ein hartes Stück Arbeit für uns. Zum Glück haben wir 1:0 gewonnen. Es war vor allem auf Grund unserer guten Anfangsphase nicht unverdient. In den ersten 25 bis 30 Minuten haben wir das Spiel kontrolliert, danach war Stuttgart immer gefährlich und hätte bei Kontern ein Tor erzielen können. Nach der Pause wollten wir defensiv disziplinierter agieren und in keinen Konter mehr laufen. Unser Tor ist dann sogar aus einem eigenen Konter heraus entstanden, das haben wir sehr gut gemacht. Hätten wir diese Chance nicht genutzt, wer weiß, wie es ausgegangen wäre, denn auch die Stuttgarter hatten noch ihre Chancen. Am Ende haben Details den Unterschied gemacht, das ist manchmal im Fußball so.

Trainer Huub Stevens (VfB Stuttgart): Wir haben nicht gut begonnen, Gladbach hat das Spiel in der Anfangsphase beherrscht. Da konnte man erkennen, dass sie sich in einer anderen Situation befinden als wir. Nach einer halben Stunde haben wir es geschafft, uns mehr und mehr zu befreien und sind durch eigene Konter viel besser in die Partie gekommen. Nach der Pause war es ein ausgeglichenes Spiel, doch es darf nicht passieren, dass wir in so einen Konter laufen, der letztlich zum entscheidenden Gegentreffer geführt hat. Natürlich sind wir enttäuscht, aber wir haben noch 16 Spiele vor uns. Wir müssen jetzt noch enger zusammenrücken.

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