NEWS: 04.02.2015

"Nicht für den Sieg entschuldigen"

"Nicht für den Sieg entschuldigen"
Tony Jantschke jubelt über den 1:0-Sieg gegen den SC Freiburg.

Wir haben uns nach dem 1:0-Heimsieg gegen den SC Freiburg mit Tony Jantschke über den guten Start in die Rückrunde und das kommende Spiel beim FC Schalke 04 am Freitag (20.30 Uhr) unterhalten.

Tony, eure Bilanz mit sechs Punkten aus den ersten zwei Rückrundenspielen kann sich sehen lassen. Würdest du zustimmen, dass der Start rundum gelungen ist?

Jantschke: Von den Ergebnissen her hätte es sicher nicht besser laufen können. Es war unser Ziel, diesmal nach der Winterpause gut aus den Startlöchern zu kommen. Das ist uns mit den zwei Siegen gelungen, auch wenn wir sowohl in Stuttgart als auch gestern gegen Freiburg keine überragende Leistung gezeigt haben. Mit diesem Selbstvertrauen können wir in den kommenden Wochen befreit aufspielen. Deshalb ist dieser gute Start natürlich extrem wichtig für uns.

Der gestrige 1:0-Sieg gegen Freiburg war ein hartes Stück Arbeit. Wie beurteilst du eure Leistung?

Jantschke: Wir haben wie schon in Stuttgart sehr gut ins Spiel gefunden und hatten in der Anfangsphase drei, vier klare Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Eine davon hat Patrick super genutzt, doch leider haben wir nach der Führung aufgehört, nach vorne zu spielen. Freiburg wurde immer stärker, so dass die Partie in der ersten Hälfte ausgeglichen war und es Chancen auf beiden Seiten gab. Der zweite Durchgang war ein einziger Kampf. Freiburg hat uns extrem früh unter Druck gesetzt, und wir haben die Bälle viel zu schnell verloren, so dass wir uns kaum noch aus der Defensive befreien konnten.

Wie habt ihr es trotzdem geschafft, ohne Gegentor zu bleiben?

Jantschke: Obwohl wir so stark unter Druck standen, haben wir aus meiner Sicht defensiv sehr gut gestanden. Bis auf die Großchance von Jonathan Schmid in der Schlussphase haben wir fast nichts zugelassen und standen extrem kompakt. Das haben wir als Mannschaft einfach sehr gut gemacht und deshalb müssen wir uns für den Sieg auch nicht entschuldigen.

Trotz der Führung gab es während des Spiels vereinzelt Pfiffe von den Rängen. Ist die Erwartungshaltung bei den Fans teilweise zu hoch?

Jantschke: Natürlich haben wir auf dem Platz die Pfiffe vernommen und für mich sind sie nicht wirklich nachvollziehbar. Wir spielen bislang eine hervorragende Saison und sind momentan Tabellendritter. Die Fans sollten deshalb aber nicht erwarten, dass wir jeden Gegner an die Wand spielen. Allerdings muss man auch ganz klar differenzieren. Es war nur ein Teil der Fans, der gepfiffen hat. Die Nordkurve hat sofort mit lautstarken Anfeuerungen reagiert, das war stark. Es wäre schön, wenn sich an diesen Fans alle ein Beispiel nehmen, denn wir können nur gemeinsam erfolgreich sein.

Hast du die Befürchtung, dass ihr das Glück in den ersten beiden Rückrundenspielen bereits etwas überstrapaziert habt?

Jantschke: Nein, diese Angst teile ich nicht. In der Hinrunde hatten wir auch viele Spiele, in denen wir unglücklich Punkte liegen gelassen haben. Im Heimspiel gegen Mainz 05 haben wir beispielsweise nur 1:1 gespielt, obwohl wir die klar bessere Mannschaft waren und durch Raffael kurz vor Schluss noch eine hundertprozentige Torchance hatten. Ich denke, dass sich sowas im Laufe einer Saison immer ausgleicht. Sicherlich müssen wir in den nächsten Spielen wieder besser spielen, um weiter erfolgreich zu sein. Wenn uns der Gegner so früh unter Druck setzt wie Freiburg gestern, müssen wir spielerisch Lösungen finden. Daran werden wir im Training arbeiten.

Viel Zeit zum trainieren bleibt euch nicht. Bereits am Freitag (20.30 Uhr) steht für euch das Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 auf dem Programm. Was erwartest du für eine Partie?

Jantschke: Wir wollen dort auf jeden Fall etwas Zählbares mitnehmen. Es wird ein Duell zweier starker Mannschaften. Die Schalker haben mit dem 1:1 in München untermauert, das sie gut drauf sind. Uns erwartet also eine komplizierte Aufgabe. In der vergangenen Saison haben wir dort eine sehr gute Leistung gezeigt und 1:0 gewonnen. Wenn uns das am Freitag erneut gelingen sollte, wären sicherlich alle zufrieden. Dafür werden wir alles geben.

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