NEWS: 15.02.2015

Ein Glücksfall für Borussia

Ein Glücksfall für Borussia
Seit gestern exakt vier Jahre bei Borussia im Amt: Trainer Lucien Favre.

Gestern seit exakt vier Jahren ist Lucien Favre als Borussia-Chefcoach im Amt. Damit ist er in die Top fünf der Trainer geklettert, die am längsten für den VfL an der Seitenlinie standen.

Lucien Favre hat ein Händchen dafür, Überdurchschnittliches zu leisten. Das wissen Anhänger der Fohlenelf spätestens, seitdem er aus dem Abstiegskandidaten Borussia Mönchengladbach in Windeseile einen Europapokal-Anwärter geformt hat. Oder als er Mitte der Hinrunde mit seiner Mannschaft den Rekord von Trainerlegende Hennes Weisweiler brach und 18 Pflichtspiele in Folge nicht verlor. Im gestrigen Derby setzte der Schweizer den nächsten Meilenstein. Seit genau vier Jahren trainiert er nun schon den VfL und hat damit den kürzlich verstorbenen Meistercoach Udo Lattek überholt. Mit 1462 Tagen belegt Favre Platz fünf in der Liste der Borussia-Trainer, die am längsten im Amt sind.

Im Schnitt holte Favre in seinen vier Jahren auf dem Trainerstuhl 1,60 Punkte pro Spiel. Besser waren - umgerechnet auf die Drei-Punkte-Regel - nur Weisweiler mit 1,74 Punkten und Lattek mit 1,72 Punkten pro Spiel. 135 Bundesligaspiele absolvierte Borussia bislang unter seiner Regie. Dabei gab es 61 Siege, 35 Unentschieden und 39 Niederlagen. Den Erfolg führt der Schweizer aber nicht nur auf seine Person zurück. "Wir haben in den vier Jahren, seitdem ich bei Borussia bin, sehr gut zusammengearbeitet", sagt er. "Jede Saison war spannend und anders: Wir haben gegen den Abstieg gespielt, um die Qualifikation für die Champions League, wir hatten ein Jahr des Aufbaus und spielen nun international." Wichtig sei, dass man als Trainer Spaß habe. "Und wir haben als Team zusammen viel Spaß", versichert der 57-Jährige.

Weisweiler führt Liste an

Mit Anbruch seines fünften Jahres als Borussia-Trainer steigt er in eine Riege arrivierter Kollegen auf, die über mehrere Spielzeiten beim VfL das Sagen hatten und währenddessen wichtige Erfolge feierten. Angeführt wird diese Liste von Hennes Weisweiler, der mit elf Jahren (4081 Tage) nicht nur länger als alle anderen Coach der Fohlenelf war, sondern dabei auch die meisten Titel sammelte. Jupp Heynckes war ihm von 1979 bis 1987 dicht auf den Fersen, doch auch seine zweite Amtszeit in der Saison 2006/07 sollte nicht reichen, um den großen Hennes Weisweiler zu überholen. Dennoch brachte es Heynckes immerhin auf 3135 Tage im Amt – mehr als doppelt so viele wie Favre.

Krauss und Meyer in Reichweite

In näherer Reichweite liegen für Borussias aktuellen Coach Bernd Krauss und Hans Meyer. Krauss‘ Marke von 1504 Tagen dürfte Favre Ende März brechen, Meyers 1526 Tage rund drei Wochen später im April überholen. Auch in der Bundesliga mischt Favre in Sachen Amtslänge ganz vorne mit: Hinter Dortmunds Jürgen Klopp (seit 2008) rangiert der Coach der Fohlenelf auf Rang zwei der dienstältesten Bundesligatrainer. Wirft man einen Blick in die Top-Fünf-Ligen Europas, zusätzlich zur Bundesliga in die englische Premier League, die spanische Primera División, die italienische Serie A und die französische Ligue 1, rangiert Favre auf Rang acht. Dass der Cheftrainer der Fohlenelf einmal in solchen Statistiken auftauchen würde, haben sich die Verantwortlichen bei seiner Verpflichtung 2011 natürlich erhofft, erwarten konnten sie es nicht. "Es war ein Wunsch und ein Traum, lange mit ihm zu arbeiten. Schön, dass es so gekommen ist", so Sportdirektor Max Eberl.

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