NEWS: 21.02.2015

Der Gegner: Hamburger SV

Der Gegner: Hamburger SV
Trainer Joe Zinnbauer soll den HSV nach oben führen.

Am Sonntag (15.30 Uhr) tritt Borussia am 22. Spieltag der laufenden Bundesliga-Saison beim Hamburger SV an. Wir stellen den kommenden Gegner der Fohlenelf an dieser Stelle ausführlich vor.

Formkurve: Der HSV hat in der Rückrunde aus vier Spielen sechs Punkte geholt. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Köln gewannen die Hanseaten auswärts beim SC Paderborn (3:0) und behielten auch im „kleinen“ Nordderby gegen Hannover 96 die Oberhand (2:1). Zuletzt gab es mit der historischen 0:8-Niederlage bei Rekordmeister Bayern München jedoch einen herben Rückschlag. Mit 23 Punkten steht der HSV aktuell auf dem 13. Tabellenplatz, der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt zwei Zähler. „München war ein tragisches Erlebnis, aber wir müssen den Fokus jetzt auf Gladbach richten", betont Trainer Joe Zinnbauer.

Trainer: Josef – genannt „Joe“ – Zinnbauer übernahm vor dem Hinspiel gegen den FC Bayern die Geschicke an der Seitenlinie beim HSV. Der 44-jährige hatte erst zu Saisonbeginn die U23-Mannschaft der Rothosen übernommen und trat die Nachfolge des geschassten Mirko Slomka an. HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer stattete Zinnbauer mit einem Vertrag bis 2016 aus. „Mit seiner Emotionalität und seiner offenen und nach außen gerichteten Art ist er genau der richtige Mann“, so Beiersdorfer über Zinnbauer, den seine große Akribie auszeichnet. Als Spieler war der 44-Jährige hauptsächlich in der 2. Bundesliga und der Regionalliga aktiv. Der ehemalige Mittelfeldspieler erzielte dabei u.a. zwei Zweitliga-Treffer für Mainz 05. Außerdem stand er eine Saison lang beim damaligen Bundesligisten Karlsruher SC unter Vertrag, kam unter Trainer Winfried Schäfer jedoch nicht zum Einsatz.

System und Aufstellung: Zinnbauer variiert zwischen einem 4-4-2 und einem 4-2-3-1-System. Im Tor vertraut der Coach auf Jaroslav Drobny. Beim Debakel in München bildeten Heiko Westermann und Johan Djourou die Innenverteidigung, die defensiven Außenbahnen beackerten die beiden Youngster Ronny Marcos und Ashton-Phillip Götz. Für die Defensivzentrale kämen Slobodan Rajkovic und der Brasilianer Cleber in Frage, auf der Außenbahn steht in Matthias Ostrzolek eine weitere Alternative bereit. Zudem ist Dennis Diekmeier nach langer Verletzungspause ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Im linken Mittelfeld setzte Zinnbauer zuletzt auf Marcell Jansen, der aber mit einem Muskelfaserriss ausfällt. Für den Ex-Borussen könnte Petr Jiracek auflaufen, aber auch Ivo Ilicevic könnte eine Bewährungschance erhalten. Daneben macht sich auch der 21-jährige Mohamed Gouaida Hoffnungen auf einen Einsatz. Im Mittelfeldzentrum gesetzt ist Kapitän Rafael van der Vaart, an der Seite des Niederländers spielte zuletzt Neuzugang Marcelo Diaz. Lewis Holtby (Schlüsselbeinbruch) fällt ebenso verletzt aus wie Tolgay Cigerci und Matti Steinmann. Für Valon Behrami dürfte ein Einsatz von Beginn an am Sonntag wohl noch zu früh kommen. Der Schweizer könnte aber zumindest wieder im Kader stehen. Auf der rechten Außenbahn kommen Nicolai Müller, Zoltan Stieber und Maximilian Beister für die Startelf in Frage. Im Angriff vertraute Zinnbauer zuletzt auf Rückkehrer Ivica Olic und Artjoms Rudnevs. Gegen die Fohlenelf könnte aber auch Pierre-Michel Lasogga nach überstandener Oberschenkelzerrung wieder einsatzbereit sein.

Im Fokus: Ivica Olic kehrte in der Winterpause vom VfL Wolfsburg zum Hamburger SV zurück und soll den Rothosen, die bis dato erst 14 Tore in 21 Spielen erzielten, neuen Offensivschwung verleihen. In dieser Spielzeit kommt der Kroate bislang auf fünf Saisontore in der Bundesliga, auf seinen ersten Treffer für die Hanseaten muss er allerdings noch warten. Bereits von Januar 2007 bis Juni 2009 war der 35-Jährige für den HSV am Ball und wurde aufgrund seines unbändigen Einsatzwillens und seiner Kampfstärke und Torgefährlichkeit schnell zum Publikumsliebling, ehe er sich zu einem Wechsel zu Bayern München entschied. Beim Rekordmeister gewann Olic einmal die deutsche Meisterschaft und zweimal den DFB-Pokal. Die meisten Titel sammelte der Kroate indes in seiner Zeit bei ZSKA Moskau (je zwei russische Meistertitel und Pokalsiege sowie der UEFA Cup-Sieg 2005). Nach zuletzt zweieinhalb erfolgreichen Jahren beim VfL Wolfsburg (94 Pflichtspiele, 33 Tore), entschied sich Olic im Herbst seiner Karriere schließlich zur Rückkehr an die Elbe. „Ich bin froh, wieder für den HSV zu spielen. Das ist nochmal eine neue Herausforderung“, so Olic.

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