NEWS: 19.02.2015

Stimmen zum Spiel

Stimmen zum Spiel
Borussias Mittelfeldspieler Granit Xhaka im Duell mit Carlos Bacca.

Wir waren nach dem 0:1 beim FC Sevilla im Sechzehntelfinal-Hinspiel in der UEFA Europa League auf Stimmenfang.

Christoph Kramer: Fußball ist manchmal ungerecht. Wir hätten mindestens ein Unentschieden verdient gehabt und haben vieles von dem umgesetzt, was wir uns vor der Partie vorgenommen haben. Wir haben den Ball und den Gegner gut laufen lassen und das Spiel in dieser hitzigen Atmosphäre dominiert. Leider haben wir es verpasst, unsere Chancen zu nutzen und ein dummes Gegentor kassiert. Nichtsdestotrotz ist für uns noch alles drin. Wir haben gesehen, dass wir den Titelverteidiger besiegen können und ich bin optimistisch, dass uns das im Rückspiel auch gelingt. Im BORUSSIA-PARK sind wir schließlich eine Macht.

Granit Xhaka: Für uns wäre definitiv mehr drin gewesen, als diese bittere 0:1-Niederlage. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und uns eine Vielzahl an Torchancen erarbeitet. Leider haben wir keine davon genutzt und dann auch noch ein vermeidbares Gegentor bekommen. Trotzdem ist noch alles möglich. Wir haben bewiesen, dass wir mit dem Titelverteidiger auf Augenhöhe sind. Ich bin davon überzeugt, dass Sevilla im Rückspiel unsere Heimstärke zu spüren bekommen wird. Wir wollen unbedingt eine Runde weiterkommen und werden in der nächsten Woche gemeinsam mit unseren Fans, die uns auch heute wieder fantastisch unterstützt haben, alles dafür geben.

Yann Sommer: Aus meiner Sicht ist die Niederlage sehr bitter. Wir waren über weite Strecken die eindeutig überlegene Mannschaft und hatten gute Chancen, in Führung zu gehen. In der Defensive standen wir zudem enorm kompakt und haben praktisch keine Möglichkeiten des Gegners zugelassen. Leider ist Sevilla dann mit dem ersten Schuss in Führung gegangen. Aber wir lassen den Kopf nicht hängen, denn wir haben im Rückspiel noch die Chance, dieses Resultat zu drehen. Wenn wir in der kommenden Woche eine ähnlich gute Leistung bringen und kaltschnäuziger im Abschluss sind, bin ich optimistisch, dass wir eine Runde weiter kommen können.

Oscar Wendt: Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt und dennoch den Ball gut laufen gelassen. Darüber hinaus haben wir uns viele gute Chancen erarbeitet. Ein Punkt für uns wäre deshalb aus meiner Sicht verdient gewesen. Wir haben das Spiel zwar verloren, aber trotzdem gezeigt, dass wir als Team nicht zu unterschätzen sind. Wir wissen, dass wir sehr heimstark sind im BORUSSIA-PARK eine gute Chance auf das Weiterkommen haben, wenn wir auf diese Leistung aufbauen.

Sportdirektor Max Eberl: Die Niederlage ist sehr ärgerlich, da wir eine sehr gute Leistung gezeigt haben. Wir hatten überraschend viele Torchancen und hätten sogar in Führung gehen können. Das Gegentor schmerzt natürlich sehr – das hätten wir besser verteidigen müssen. Insgesamt können wir mit unserer Vorstellung aber zufrieden sein. Wir haben im Rückspiel im eigenen Stadion noch alle Chancen, die nächste Runde zu erreichen. Ich bin optimistisch, dass uns das mit der fantastischen Unterstützung unserer Fans gelingen wird. Jetzt müssen wir erstmal gut regenerieren, denn am Sonntag wartet in Hamburg die nächste schwere Aufgabe in der Bundesliga auf uns.

Trainer Lucien Favre: Die Niederlage ist unglücklich, denn wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert und einige Torchancen herausgespielt. Insbesondere in der ersten Hälfte hätten wir in Führung gehen können, aber auch nach dem Seitenwechsel hatten wir noch zwei Großchancen. Es war das erwartet schwere Spiel, das wir nicht hätten verlieren müssen. Das Gegentor war unnötig, in dieser Situation waren wir nach einem eigenen Angriff in der Rückwärtsbewegung zu unkonzentriert. Trotzdem ist aus meiner Sicht noch alles offen. Das Weiterkommen ist für uns absolut im Bereich des Möglichen.

Unai Emery (Trainer FC Sevilla): Ich bin froh, dass wir unser Ziel, das Spiel zu gewinnen und dabei ohne Gegentor zu bleiben, erreicht haben. Es war ein harter Kampf, den wir noch nicht endgültig für uns entschieden haben. Das 1:0 ist eine gute Ausgangsposition, aber wir werden im Rückspiel nochmal alles in die Waagschale werfen müssen. Auf uns wartet ein Hexenkessel, darauf müssen wir gefasst sein.