NEWS: 22.02.2015

Borussia spielt 1:1 in Hamburg

Borussia spielt 1:1 in Hamburg
Patrick Herrmann traf schon nach fünf Minuten nur den Pfosten.

Branimir Hrgota rettet der Fohlenelf mit einem späten Kopfballtor einen Punkt gegen den Hamburger SV.

Borussia hat am Sonntagnachmittag dank eines späten Tores von Branimir Hrgota ein 1:1 beim Hamburger SV erreicht. VfL-Trainer Lucien Favre hatte die Fohlenelf im Vergleich zum Europapokal-Spiel beim FC Sevilla auf sechs Positionen verändert: Julian Korb rückte ins Team, wodurch Tony Jantschke die Innenverteidiger-Position des verletzten Alvaro Dominguez übernahm. Im Mittelfeld ersetzte Havard Nordtveit den gelbgesperrten Granit Xhaka. In der Offensive gab es einen Komplett-Tausch: Für Fabian Johnson, Thorgan Hazard, Raffael und Branimir Hrgota begannen André Hahn, Ibrahima Traoré, Patrick Herrmann und Max Kruse. Damit war die Marschroute gegen den nach dem 0:8-Debakel gegen Bayern München gleich auf sieben Positionen veränderten HSV klar: Über die Schnelligkeit der Offensivkräfte sollte die Abwehr des Bundesliga-Dinos ins Wanken gebracht werden.

Und das klappte anfangs auch richtig gut. Schon nach vier Minuten war Herrmann bis zur Grundlinie durch und legte zurück auf Kruse, dessen Schuss jedoch knapp links am Tor vorbei ging. Nur eine Minute später stand wieder Herrmann im Mittelpunkt. Korb brachte nach gutem Zuspiel von Christoph Kramer eine Flanke, die Herrmann volley nahm. Doch der Führung für Borussia stand der Pfosten im Weg. Wer nun allerdings dachte, die Hamburger wären nachhaltig beeindruckt, sah sich getäuscht. Die „Rothosen“ wollten vor eigenem Publikum unbedingt eine Reaktion auf die Bayern-Pleite zeigen und spielten mutig nach vorne. Dennis Diekmeier schoss nach 20 Minuten parallel am Tor vorbei, der für den verletzten Ivica Olic gekommene Artjoms Rudnevs verzog aus 16 Metern (37.), und Slobodan Rajkovic köpfte nach einer Ecke neben das Tor (41.). Es waren zwar keine zwingenden Torchancen, aber zumindest ernsthafte Bemühungen. Borussia kam im ersten Durchgang nur noch durch Martin Stranzl und Jantschke (28.) nach einer Ecke und einem Freistoß von Traoré (40.) gefährlich vor das HSV-Gehäuse. So ging es, ob des Pfostenschusses von Herrmann ein wenig glücklich für Hamburg, mit 0:0 in die Pause.

HSV geht in Führung

Der zweite Durchgang begann weit weniger rasant als der erste. Der HSV suchte sein Heil zunächst in der Offensive, dabei sprang aber lediglich ein Schussversuch von Zoltan Stieber (52.) heraus. Auf der anderen Seite konnte Hahn eine gute Hereingabe von Korb nicht aufs Hamburger Tor bringen. Borussia unterliefen in dieser Phase einige Fehler im Aufbauspiel, die der HSV zunächst nicht nutzen konnte. Lucien Favre reagierte und brachte nach einer Stunde Raffael für Traoré. Der Brasilianer besetzte die offensive Mitte, Herrmann rückte auf die Außenbahn. Borussia gewann in der Folge ihre Ballsicherheit zurück und hatte wieder mehr vom Spiel. Torgefährlich wurde es jedoch nicht: Kramers Schuss aus der Distanz (70.) verfehlte das Tor. Herrmanns Hereingabe auf Hahn fischte Drobny aus dem Hamburger Sonntagshimmel. Gerade als die Borussen das Spiel unter Kontrolle zu haben schienen, setzte der HSV einen schmerzhaften Nadelstich: Nach einem Fehlpass im Mittelfeld schalteten die Hamburger schnell um, und Stieber schoss den Ball aus 18 Metern unhaltbar für Yann Sommer ins linke untere Eck: 1:0 für die Gastgeber (73.).

Favre reagierte erneut und wechselte eine Viertelstunde vor dem Ende Thorgan Hazard für Hahn ein. Und wenige Minuten später (79.) kam Stürmer Branimir Hrgota für Kramer. Der VfL machte jetzt Druck, die Hausherren verlegten sich aufs Kontern. Hazard setzte einen Freistoß von der linken Strafraumseite nur knapp über das Hamburger Tor (82.). Aber Borussia schaffte es nicht mehr, sich zwingende Chancen herauszuspielen. Dagegen hatten Stieber und Rudnevs nach Kontern sogar Möglichkeiten zum 2:0. Erst in der Nachspielzeit hatte Kruse den Ausgleich auf dem Fuß, sein Schuss aus 15 Metern landete aber direkt in den Armen von Drobny. So dauerte es bis zur allerletzten Minute der Nachspielzeit (90.+2), bis Hrgota die etwa 5.000 mitgereisten Gladbach-Fans im Stadion erlöste: Nach einer Ecke köpfte der Schwede aus elf Metern zum 1:1 ein. Viel Zeit sich über diesen späten Punktgewinn zu freuen, haben die Spieler der Fohlenelf nicht: Spätestens ab Dienstag liegt der Fokus auf dem Rückspiel gegen den FC Sevilla am Donnerstag in der UEFA Europa League (19 Uhr, BORUSSIA-PARK).

Weitere News

Noch drei Einheiten bis zur Sommerpause

Noch drei Einheiten bis zur Sommerpause 15.05.2018

Drei Einheiten stehen in dieser Woche für die Borussen noch aus, ehe es auch für sie in den rund sechswöchigen Urlaub geht.