NEWS: 22.02.2015

Stimmen zum Spiel

Stimmen zum Spiel
Max Kruse bereitete in Hamburg den Ausgleich durch Branimir Hrgota per Ecke vor.

Wir waren nach dem 1:1 beim Hamburger SV bei Spielern und Trainern auf Stimmenfang.

Branimir Hrgota: Der Trainer hat bei meiner Einwechslung zu mir gesagt: Gib Gas und mach ein Tor! Und zum Glück hat das geklappt. Wir sind in Sevilla viel gelaufen, auch hier in Hamburg war es ein schweres Spiel, aber wir haben das gut gemacht und nehmen verdient einen Punkt mit. Wir haben zwar das 0:1 gekriegt, aber wir haben uns zurückgekämpft. Nach dem Tor schoss mir das Adrenalin durch die Adern, da musste die Freude einfach raus.

Max Kruse: Ich glaube, sich 90 Minuten lang permanent Torchancen herauszuspielen, ist nicht möglich. Die Hamburger haben ja auch gut gestanden in der Defensive. Wenn wir nach fünf Minuten das 1:0 gemacht hätten, wäre dieses Spiel sicherlich auch ganz anders gelaufen. So mussten wir damit zufrieden sein, dass wir noch einen Punkt mitgenommen haben. Leider haben wir einen Bigpoint in der Liga verpasst, aber so ist das nun einmal. Jetzt versuchen wir am Donnerstag alles, um gegen den Titelverteidiger in der Europa League weiterzukommen. Bei der Ecke war nur wichtig, dass der Torhüter nicht an den Ball kam, zum Glück hat Branimir das Ding dann reingemacht.

Christoph Kramer: Wir hatten uns mehr vorgenommen und haben in den ersten 20 Minuten auch guten Fußball gespielt. Ich weiß nicht, ob uns dann die Kräfte gefehlt haben, aber wir hätten hier eigentlich einen Dreier holen müssen. Wir haben nach der Anfangsphase ein schlechtes Spiel gemacht. Kann sein, dass wir nach der Englischen Woche vom Körper oder vom Kopf her nicht frisch genug waren, aber das darf keine Entschuldigung sein - zumal wir ja auch viel rotiert haben.

Lucien Favre (Trainer): Zum Glück haben wir noch das 1:1 am Ende gemacht. Hamburg hat sehr aggressiv gespielt. Wir hatten am Anfang zwei große Torchancen, die wir nicht nutzen konnten. Danach hat der HSV besser gespielt. Hamburg ist sehr viel gelaufen, sie kämpfen gegen den Abstieg, und dass Leverkusen hier 0:1 verloren hat, sagt auch einiges. Dass wir am Ende diesen Punkt mitgenommen haben, war für die Moral enorm wichtig – sowohl für den kommenden Donnerstag als auch für das nächste Sonntagsspiel gegen Paderborn.

Max Eberl (Sportdirektor): Natürlich hatten wir das Spiel vom Donnerstag noch in den Knochen, trotzdem haben wir versucht, das Spiel zu machen. Die Hamburger haben mit unglaublich viel Einsatzbereitschaft dagegen gehalten. Wir haben versucht Fußball zu spielen, daher denke ich, dass der Punkt am Ende verdient ist. Wir haben vor dem Gegentor einen Fehler im Spielaufbau gemacht, darauf hat der HSV natürlich gelauert. Dass Tony Jantschke Zoltan Stieber dann nicht mehr am Torschuss hindern konnte, war vielleicht auch der fehlenden Frische geschuldet. Es konnte auch niemand erwarten, dass wir den HSV hier an die Wand spielen. Die Hamburger hatten auch elf Mann auf dem Platz, die wussten, worum es geht. Branimir hat ja schon in Sarajevo ein wichtiges Kopfballtor für uns gemacht. Aber ich war überrascht, aus welcher Entfernung er den ins Tor köpft. Es ist uns bisher noch nicht so oft gelungen, nach einem 0:1 wieder zurückzukommen. Dass wir aus solchen Spielen jetzt etwas mitnehmen, ist auch eine Qualität. Jetzt freuen wir uns vier Tage lang auf das Rückspiel gegen Sevilla und eine schöne Europapokal-Nacht .

Joe Zinnbauer (Trainer Hamburger SV): So ist der Fußball, mal kriegst du in der Nachspielzeit einen rein, mal machst du einen. Das gleicht sich irgendwann wieder aus. Natürlich ist es schade, dass wir den Sieg weggegeben haben, aber die Mannschaft hat die taktischen Vorgaben gut umgesetzt. Wenn wir vorher das 2:0 gemacht hätten, wäre das Spiel entschieden gewesen. Durch eine Standardsituation kann dann natürlich immer ein Tor fallen. Am Samstag ist das den Schalkern passiert, heute eben uns. Die Mannschaft wusste, dass sie nach dem Bayern-Spiel etwas gut machen musste, das hat sie gut umgesetzt. Die Jungs, die auf dem Platz gestanden haben, haben Zähne gezeigt.

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