NEWS: 25.02.2015

Der Gegner: FC Sevilla

Der Gegner: FC Sevilla
Unai Emery ist seit Januar 2013 Trainer des FC Sevilla.

Am Donnerstag (19 Uhr) trifft Borussia im Sechzehntelfinal-Rückspiel der UEFA Europa League auf den FC Sevilla. Wir stellen den kommenden Gegner der Fohlenelf an dieser Stelle ausführlich vor.

Formkurve: Aktuell liegt der FC Sevilla in der spanischen Meisterschaft nach 24 Spieltagen auf Platz fünf. Der Rückstand auf Platz vier, der am Ende für die Champions League-Qualifikation berechtigt, beträgt derzeit fünf Zähler. Im heimischen Stadion ist Sevilla in dieser Saison noch ungeschlagen (neun Siege, drei Remis). In der Fremde läuft es hingegen weniger rund. Das 3:4 am zurückliegenden Wochenende bei Real Sociedad San Sebastian war bereits sie siebte Niederlage im zwölften Auswärtsspiel. Auch in der Gruppenphase der UEFA Europa League ist Sevilla auswärts sieglos geblieben, weshalb es die Gruppe D hinter Feyenoord Rotterdam „nur“ auf Rang zwei abschloss.

Der Trainer: Unai Emery, der die Spiele seines Teams meist recht gestenreich am Spielfeldrand zu begleiten pflegt, ist seit Januar 2013 Trainer des FC Sevilla und feierte dort in der vergangenen Saison mit dem Gewinn der UEFA Europa League den größten Erfolg seiner Laufbahn. Der 43-Jährige gilt als Freund von Disziplin. Dribbelkünstler wie Gerard Deulofeu lässt er ab und an auch mal auf der Bank, wenn sie defensive Schwächen zeigen. Emery, der zwischen 2009 und 2012 den FC Valencia drei Jahre in Serie in die Champions League geführt hatte, zu Sevillas Situation vor dem Rückspiel: „Das 1:0 ist eine gute Ausgangsposition, aber wir werden im Rückspiel nochmal alles in die Waagschale werfen müssen. Auf uns wartet ein Hexenkessel, darauf müssen wir gefasst sein."

System und Aufstellung: Unai Emery setzt in der Regel auf ein 4-2-3-1-System mit Carlos Bacca als alleiniger Spitze. Stammkeeper Beto fällt wegen einer Schulterverletzung nach wie vor aus und wird wie schon im Hinspiel durch Sergio Rico ersetzt. Gegen Borussia bildeten Aleix Vidal, Nicolas Pareja, Daniel Carriço und Fernando Navarro die Vierkette, zuletzt gegen San Sebastian hingegen Diogo Figueiras, Timothée Kolodziejczak, Alejandro Arribas und Benoît Trémoulinas. Auf der Doppel-Sechs dürften wie schon im Hinspiel der polnische Nationalspieler Grzegorz Krychowiak, der in der Meisterschaft wegen einer Rotsperre zuletzt zuschauen musste und durch Carriço ersetzt wurde, sowie Hinspiel-Torschütze Vicente Iborra zum Zug kommen. Die offensive Dreierreihe bestand gegen die Fohlenelf aus Kapitän José Antonio Reyes, Ever Banega und Vitolo. Die Alternativen heißen Gerard Deulofeu und Denis Suarez. Emerys erste Wechseloption für den Angriff ist Kevin Gameiro.

Im Fokus: José Antonio Reyes: Die Liste seiner Ex-Vereine ist prominent: FC Arsenal, Real Madrid, Atlético Madrid und Benfica Lissabon. Für all diese europäischen Vereine spielte Reyes, bevor er vor zweieinhalb Jahren wieder zu seinem Heimatverein FC Sevilla zurückkehrte, wo er der große Publikumsliebling ist. Im Hinspiel gegen Borussia quittierten die Sevilla-Anhänger seine Auswechslung in der 55. Minute mit einem gellenden Pfeifkonzert. Als Reyes 2004 für rund 24 Millionen Euro nach London wechselte, wurde dem Offensivakteur eine Weltkarriere prophezeit. Doch Reyes fand sich in der Metropole nie so richtig zurecht. Auch zurück in Spanien konnte er sich bei Real Madrid gegen all die gestandenen Stars nicht dauerhaft durchsetzen. Erst nach seiner Rückkehr in die Heimat zum FC Sevilla fühlte sich Reyes wieder geschätzt. Gesetzt ist er unter Emery allerdings nur in der Europa League, in der Meisterschaft muss der Routinier häufig von draußen zuschauen.