NEWS: 25.02.2015

"Alles ist noch möglich"

"Alles ist noch möglich"
Abwehrchef Martin Stranzl (l.) und Trainer Lucien Favre standen den Medienvertretern heute Rede und Antwort.

Die Ausgangslage vor dem Sechzehntelfinal-Rückspiel in der UEFA Europa League am morgigen Donnerstagabend (19 Uhr) gegen den FC Sevilla ist klar: Um eine Runde weiterzukommen, muss Borussia gegen den Titelverteidiger den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen.

Es ist alles angerichtet für einen tollen Europapokalabend. Der BORUSSIA-PARK ist nahezu ausverkauft, das Flutlicht wird das Stadion hell erleuchten, und die Borussen sind gewillt, den Spieß unbedingt noch umzudrehen. „Die Mannschaft ist heiß auf das Spiel. Wenn nicht jetzt, wann dann“, sagte Kapitän Martin Stranzl in der heutigen Pressekonferenz. Eine große Bedeutung werde morgen den Fans zukommen. „Sie stehen immer hinter uns, auch in den Phasen, in denen es nicht gut läuft“, sagte Stranzl. Um morgen von Beginn an „Hexenkessel-Atmosphäre“ zu erzeugen, sei bedingungsloser Einsatz von der ersten Sekunde von Nöten. „Wir haben es selbst in der Hand, die Anhänger sofort hinter uns zu bringen“, so Stranzl.

„Kaltschnäuziger sein“

„Die Zuschauer unterstützen uns immer. Das wird auch morgen nicht anders sein“, ergänzte Trainer Lucien Favre. Neben dem Heimvorteil schöpfen die Borussen auch Zuversicht aus dem guten Auftritt eine Woche zuvor im Hinspiel in Sevilla, wie Stranzl berichtete. „Wir haben dort bewiesen, dass wir bei einem internationalen Top-Team bestehen können. Das Einzige, was dort gefehlt hat, war ein Tor. Chancen genug waren da. Nur leider haben wir sie nicht genutzt. Da müssen wir im Rückspiel kaltschnäuziger sein.“ Favre stieß ins gleiche Horn: „Wir haben das Spiel in Sevilla über weite Strecken kontrolliert und uns einige Torchancen herausgespielt. Leider haben wir ein unnötiges Gegentor kassiert, was uns die Aufgabe nun natürlich schwerer macht.“

„Mit Tempo, aber Geduld“

Favre warnte davor, dass man gegen die konterstarken Spanier morgen nicht ins offene Messer laufen dürfe. „Wir müssen intelligent nach vorne spielen, mit Tempo, aber Geduld. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir 90 Minuten Zeit haben, um erst einmal ein Tor zu erzielen“, sagte der Schweizer. Dass die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel eine schlechte Ausgangsposition sei, dem widersprach Favre: „Die Statistik besagt, dass dieses Ergebnis schwierig ist. Ich denke aber, dass noch alles möglich ist.“ Auf welches Personal er baut und auf wie vielen Positionen er womöglich rotieren wird, wollte Borussias Trainer nicht preisgeben: „Ich werde darüber heute nicht sprechen, um unserem Gegner keine Informationen zu liefern.“ Personell kann Favre zumindest aus dem Vollen schöpfen. Alvaro Dominguez trainierte nach überstandener Unterschenkel-Prellung am heutigen Mittwoch mit und wird voraussichtlich in den Kader zurückkehren.