NEWS: 28.02.2015

Die gute Ausgangslage behaupten

Die gute Ausgangslage behaupten
"Unser Anspruch muss sein, dass wir zu Hause Paderborn schlagen“, so Angreifer Max Kruse.

Ausruhen ist für die Fohlenelf nach dem Europapokal-Aus gegen den FC Sevilla nicht drin. In der Bundesliga will Borussia am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den SC Paderborn ihre gute Ausgangslage im Kampf um die internationalen Plätze behaupten.

Das bittere Ausscheiden im Sechzehntelfinale der Europa League ist allmählich verdaut. Die Borussen schauen nach vorne und gewinnen dem internationalen Aus auch etwas Positives ab. „Wir haben zwei gute Spiele gegen Sevilla gemacht und gezeigt, dass wir gegen solche Teams mithalten können. Das müssen wir als Positives mitnehmen und jetzt in der Bundesliga Gas geben“, unterstreicht Alvaro Dominguez. „Wir haben jetzt deutlich weniger Englische Wochen und können uns ganz auf die Bundesliga konzentrieren, das ist auch nicht das Schlechteste“, ergänzt Christoph Kramer.

Kampfstarker Gegner

Nach dem HSV trifft Borussia im SC Paderborn zum zweiten Mal in Folge auf eine Mannschaft, die im Spiel zuvor von Tabellenführer FC Bayern München die Grenzen aufgezeigt bekam. Trotz des 0:6 in der Vorwoche gegen den Rekordmeister warnt Sportdirektor Max Eberl davor, die Ostwestfalen zu unterschätzen: „Sie haben bis zum Elfmeter ein gutes Spiel gemacht und den Bayern Paroli geboten. Wir wissen, dass Paderborn eine sehr gute und kampfstarke Mannschaft hat, die aber auch Fußball spielen kann. Entsprechend wird das hier im BORUSSIA-PARK nicht anders sein.“ Eberl glaubt nicht, dass der Aufsteiger sich durch die jüngste Heimschlappe verunsichert sein könnte: „Paderborn ist eine Mannschaft, die in der Bundesliga ihre Daseinsberechtigung schon nachgewiesen hat. Noch vor zwei Wochen hat sie 2:1 in Hannover gewonnen. Daher sind wir gewarnt und wissen, dass wir die Aufgabe konzentriert angehen müssen.“

„Schwer zu verteidigen“

Beim 2:1-Sieg im Hinspiel schien es zunächst eine klare Angelegenheit für den VfL zu werden. Borussia hatte die Partie etwa eine Stunde lang im Griff und führte völlig verdient mit 2:0. Aber dann kam die Mannschaft von André Breitenreiter noch einmal auf, erzielte den Anschlusstreffer und drängte auf den Ausgleich. „Wir haben uns damals in der zweiten Hälfte zu wenig bewegt und den Ball zu wenig laufen lassen. Paderborn hat dann zum Schluss viel Druck mit langen Bällen gemacht – das war schwer zu verteidigen. Es war sehr eng am Ende“, erinnert sich Trainer Lucien Favre.

Alle Mann an Bord

Wie meist nach den Auftritten auf internationaler Bühne wird der Schweizer am Sonntag seine Startelf wahrscheinlich wieder kräftig durcheinander würfeln. Die Vorzeichen sind optimal, denn Favre hat alle Mann an Bord. Auch der zuletzt im Hamburg (1:1) gelb-gesperrte Granit Xhaka steht wieder bereit. Trotz Rotation wird der eine oder andere Borusse sicherlich noch die Nachwehen des kräfteraubenden Europa League-Rückspiels gegen den FC Sevilla spüren. Schon neunmal versuchte der VfL in dieser Saison im Anschluss an ein Europapokalspiel einen Dreier einzufahren. Die bisherige Ausbeute: sieben Unentschieden und zwei Niederlagen. „Es wird Zeit, diese Serie zu brechen. Unser Anspruch muss sein, dass wir zu Hause Paderborn schlagen“, betont Max Kruse. „Jetzt zählen die Ergebnisse in der Liga, da brauchen wir einen Dreier gegen Paderborn, um oben dran zu bleiben”, ergänzt Stranzl.