NEWS: 08.03.2015

„Es wurde Zeit, mal wieder zu treffen“

„Es wurde Zeit, mal wieder zu treffen“
Raffael schreit die Freude über seinen zweiten Treffer in Mainz heraus. Wegen eines gebrochenen Fingers trug der Brasilianer einen Verband um die Hand.

Raffael traf beim 2:2 in Mainz erstmals seit dem 14. Spieltag wieder für Borussia. Dass seine beiden Tore bei den Rheinhessen aber nicht zum Sieg reichten, wurmte den Brasilianer.

Sein Lächeln fand er erst nach dem Duschen zurück. Unmittelbar nach dem Abpfiff der Partie in Mainz war Raffael schnell in der Gästekabine verschwunden – mit einem Gesichtsausdruck, der für den Brasilianer eher untypisch ist. Nach dem Duschen trat er in der Mixed Zone vor die Journalisten und schmunzelte über die Frage, ob er nach dem Spiel sauer gewesen sei. „Ich war nicht sauer“, sagte er. „Ich war nur sehr enttäuscht.“ Ein Gefühl, das er an diesem Samstagabend mit allen Borussen teilte und das die Freude über seine beiden Tore deutlich überlagerte. „Natürlich bin ich glücklich, dass ich zwei Tore gemacht habe, aber es ist schade, dass wir nicht die drei Punkte mitgenommen haben.“

Drei Saisontore standen für den 29-Jährigen vor der Partie in Mainz zu Buche. Zuletzt hatte er Anfang Dezember gegen seinen Ex-Klub Hertha BSC getroffen. „Es wurde Zeit, dass ich mal wieder treffe“, sagte Raffael. Das gelang ihm am Samstagabend gleich zweimal. Beide Male profitierte die hängende Spitze von ausgezeichneten Vorarbeiten seiner Mitspieler. In der ersten Halbzeit servierte Ibrahima Traoré ihm eine perfekte Flanke zu seinem Kopfballtreffer, in der zweiten Halbzeit ließ Max Kruse eine Hereingabe von Fabian Johnson geschickt durch, so dass Raffael wenig Mühe hatte, das 2:0 zu erzielen – und damit zwei Tore ausgerechnet gegen die Mannschaft, gegen die er beim ebenso unglücklichen 1:1 im Hinspiel im BORUSSIA-PARK Sekunden vor dem Abpfiff die riesige Chance zum Siegtreffer hatte.

"Gutes Kopfballspiel"

Insbesondere sein erster Treffer am gestrigen Samstag weckte die Neugier der Journalisten, die Raffael angesichts seines platzierten Kopfballs prompt mit dem Namen Horst Hrubesch konfrontierten. Das „Kopfballungeheuer“ war dem Brasilianer kein Begriff, stattdessen schilderte der 1,74 Meter große Brasilianer die Szene aus der 27. Minute aus seiner Sicht. „Ich versuche in solchen Szenen immer bereit zu sein, und Ibos Flanke war einfach perfekt.“. In seinem Jubel drückte Raffael zwar aus, dass es für ihn durchaus etwas Besonderes sei, mit dem Kopf zu treffen, ein Novum war das aber bei weitem nicht, wie auch sein Trainer Lucien Favre betonte. „Das war keine Überraschung. Er hat ein gutes Kopfballspiel“, sagte der Schweizer über seinen langjährigen Spieler. In der Tat: 45 Tore hat Raffael in der Bundesliga bislang erzielt, zum immerhin fünften Mal netzte er per Kopf ein.

Mit seinen beiden Toren ist bei dem Brasilianer, der zuletzt schon deutlich aufsteigende Form zeigte, die Hoffnung verknüpft, dass es fortan wieder besser läuft für ihn. „Natürlich hoffe ich, dass es für mich so weitergeht mit den Toren“, sagte er. Seine starke Vorsaison mit 15 Treffern und sieben Torvorlagen war zuletzt stets als Maßstab zur Bewertung seiner persönlichen Leistungen herangezogen worden. Raffael selbst hatte auch stets eingeräumt, dass es für ihn in dieser Spielzeit bislang nicht so rund lief und er damit auch nicht zufrieden sei. Zum Ende der Hinrunde hatte er sich einen Muskelfaserriss zugezogen, der ihn Teile der Vorbereitung auf die Rückrunde verpassen ließ. In den ersten beiden Rückrundenspielen in Stuttgart und gegen Freiburg wirkte der Offensivakteur nur drei Minuten mit. Und weil in Thorgan Hazard mittlerweile ein Spieler im Kader des VfL ist, der seine Rolle auf der zentralen Position hinter der Sturmspitze einnehmen kann, konnte es sich Trainer Lucien Favre zuletzt auch erlauben, dem Brasilianer eine Pause zu gönnen wie jüngst beim Pokalspiel in Offenbach.

"Kein Rückschlag"

Eine Pause ist ihm genau wie jedem anderen Borussen derzeit auch vergönnt. Um in seine Heimat Brasilien zu fliegen, sind die drei Tage trainingsfrei, die der Trainer nach dem Spiel in Mainz gegeben hat, freilich zu kurz. Etwas Ruhe und Erholung wird sich der zweifache Familienvater dennoch gönnen, um bereit zu sein für das anstehende Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Hannover. Spätestens dann soll das unglückliche Remis in Mainz kein Thema mehr sein für die Borussen. „Das Spiel war kein Rückschlag für uns“, betonte Raffael. „Wir haben geführt und leider nicht gewonnen. Das ist schade, aber so ist das im Fußball manchmal.“

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