NEWS: 26.05.2015

Borussia verpflichtet Tobias Sippel

Borussia verpflichtet Tobias Sippel
Tobias Sippel kommt vom 1. FC Kaiserslautern zu Borussia. Foto: imago

Borussia hat Torwart Tobias Sippel vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtet. Der 27 Jahre alte Keeper ist ablösefrei und erhält bei Borussia einen Vertrag bis Juni 2018.

Sippel spielte seit 1998 beim 1. FC Kaiserslautern und bestritt 36 Bundesliga- und 168 Zweitligaspiele für die „Roten Teufel“. „Tobias bringt die Erfahrung aus mehr als 200 Pflichtspielen mit und wird unser Torwartteam für die kommende Saison verstärken. Mit ihm und Christofer Heimeroth haben wir künftig zwei gestandene Torhüter als Ergänzung für unsere Nummer eins, Yann Sommer“, so Borussias Sportdirektor Max Eberl. Er hat zudem mit Janis Blaswich, der sich in dieser Saison mit Heimeroth als Stellvertreter von Sommer abgewechselt hat, über dessen Zukunft gesprochen. Geplant ist, dass der 24-jährige Schlussmann seinen Vertrag beim VfL verlängert und dann für eine Spielzeit ausgeliehen wird. "Janis gehört seit zwei Jahren fest zum Profikader. Für ihn ist es jetzt wichtig, regelmäßig auf hohem Niveau Spielpraxis zu sammeln", so Eberl.

Wir haben mit dem neuen Torhüter Tobias Sippel gesprochen.

Tobias, du hast beim 1. FC Kaiserslautern gespielt, seitdem du zehn Jahre alt warst. Fällt dir bei aller Freude über die neue Aufgabe bei Borussia der Abschied aus der Pfalz auch schwer?

Sippel: Natürlich. Ich habe am Sonntag gegen Ingolstadt mein letztes Spiel für Lautern gemacht und dabei einen Abschied von den Fans bereitet bekommen, wie ich ihn noch nie erlebt habe. Gerne hätte ich mich mit dem Aufstieg in die Bundesliga verabschiedet. Schade, dass es nicht gereicht hat. Aber es freut mich, dass die Fans mich so verabschiedet haben. Nun freue ich mich auf die neue Aufgabe bei einem neuen Verein und in einer neuen Stadt.

Wann hast du dich für den Wechsel zu Borussia entschieden?

Sippel: Es gab immer wieder mal Überlegungen, wie es für mich in Zukunft weitergehen soll. Jetzt war der optimale Zeitpunkt gekommen, um diesen Schritt zu machen. Meine Frau ist im Sommer mit ihrem Studium fertig und mein Vertrag ist ausgelaufen. Nach Borussias Testspiel in Kaiserslautern Anfang des Jahres gab es die ersten Gespräche mit Max Eberl und später auch mit Uwe Kamps. Ich habe dann gemeinsam mit meiner Frau sehr frühzeitig entschieden, dass wir etwas Neues wagen.

Wie siehst du künftig deine Rolle bei Borussia?

Sippel: Zunächst einmal freue ich mich natürlich, dass ein solcher Verein überhaupt bei mir angefragt hat und dass der Wechsel jetzt zu Stande gekommen ist. Ich freue mich auch, künftig einen anderen Torwarttrainer und dessen Arbeit kennen zu lernen. Ich denke, das trägt auch zur Weiterentwicklung bei. Ich werde versuchen, Yann Sommer so gut wie möglich zu vertreten, falls ihm mal etwas passieren sollte, und im Training immer Vollgas zu geben. Ich denke, angesichts der Englischen Wochen, wird die Belastung im Training schon groß sein, zumal der erste Torwart dann etwas mehr regeneriert.

Du bist Ende März 27 Jahre alt geworden und damit im besten Fußballeralter, wie man so schön sagt. Damit passt du auch vom Alter her perfekt in deine neue Mannschaft, oder?

Sippel: In Kaiserlautern hatten wir ein sehr junges Team. Wir waren im Schnitt um die 23 Jahre jung. Ich war mit 27 schon der zweitälteste Spieler. Ich glaube, es ist gut, wenn man eine gute Mischung hat aus jungen und älteren Spielern in einer Mannschaft und ich glaube, diese Mischung ist bei Borussia vorhanden.

Wen kennst du bereits aus Borussias Mannschaft?

Sippel: Ich war mit Fabian Johnson 2009 bei der U21-Europameisterschaft auf einem Zimmer. Und mit Lars Stindl, der ebenfalls neu zu Borussia kommt, bin ich schon ewig befreundet, wir haben uns auch schon mal im Urlaub getroffen. Als er in der Jugend beim Karlsruher SC war, haben wir immer gegeneinander gespielt.

Welchen Eindruck hast du bislang von Borussia bekommen?

Sippel: Ich habe noch in der 2. Bundesliga gegen Borussia gespielt und habe natürlich auch gesehen, welche Fortschritte der Verein in der jüngeren Vergangenheit gemacht hat. Sie hatten ein schwieriges Jahr, als sie fast aus der Bundesliga abgestiegen wären und haben danach Schritt für Schritt gemacht und sich unter den Topvereinen der Bundesliga etabliert.

Hast du dir persönlich schon Ziele für deine Zeit beim VfL gesetzt?

Sippel: Ich möchte erst einmal ankommen und mich in der Mannschaft gut einleben. Um über sportliche Ziele zu sprechen, ist es noch etwas zu früh. Aber irgendwann wird der Tag kommen, an dem man gebraucht wird, und dann möchte ich da sein.

Bis zum Trainingsstart am 29. Juni ist noch etwas Zeit. Geht es jetzt erst einmal in Urlaub?

Sippel: Nicht ganz. Für uns stehen jetzt erst noch der Polterabend und die Hochzeit Mitte Juni auf dem Programm. Danach geht es kurz in Urlaub und dann beginnt schon die Vorbereitung auf die neue Saison.

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