NEWS: 01.06.2015

U23: Aus der Traum

U23: Aus der Traum
Die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg war groß bei Borussias U23.

Der Traum vom Aufstieg in die 3. Liga ist geplatzt. Dennoch kann Borussias U23 auf eine fantastische Saison zurückblicken.

Als der Schlusspfiff ertönte, sanken die Borussen zu Boden und ließen ihren Emotionen freien Lauf. Die Enttäuschung war ihnen ins Gesicht geschrieben, bei einigen Spielern flossen Tränen. Der Traum vom Aufstieg in die 3. Liga ist geplatzt. Über 120 Minuten hatte sich Borussias U23 mit der U23 des SV Werder Bremen einen großen Kampf geliefert, bei dem die Gäste am Ende das Glück auf ihrer Seite hatten und 2:0 gewannen. „Es ist sehr schade, dass wir es nicht geschafft haben, unser großes Ziel zu erreichen“, war auch Trainer Sven Demandt sichtlich enttäuscht. „Es nimmt mich mit, die Jungs weinen zu sehen, aber wo es einen Sieger gibt, muss es leider auch einen Verlierer geben.“

Die 10.217 Zuschauer im BORUSSIA-PARK, die bereits während der Partie für eine mehr als drittligareife Atmosphäre gesorgt hatten, hatten schließlich entscheidenden Anteil daran, die traurigen Borussen wieder aufzurichten. Es brandete kräftiger Applaus auf, und die Fans feierten die Jungfohlen für ihren tadellosen Einsatz in den vorangegangen 120 Minuten und die tolle Saison. „Es war fantastisch für uns, vor so einer gewaltigen Kulisse spielen zu dürfen. Ich möchte mich im Namen der Mannschaft für diese riesige Unterstützung bedanken“, betonte Nico Brandenburger. Demandt ergänzte: „Die Stimmung war sensationell. Allzu gerne hätten wir gemeinsam mit diesen tollen Fans den Aufstieg gefeiert.“

Verpasste Chancen

Auf die Frage, warum dieses Ziel schlussendlich ganz knapp verpasst wurde, hatte der Coach eine simple wie offensichtliche Antwort: „Wir haben es einfach nicht geschafft, das nötige Tor zu erzielen. Genug Chancen waren da, weil wir ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Aber wenn man in 210 Minuten kein Tor erzielt, darf man sich nicht beschweren, wenn am Ende mit leeren Händen da steht. Nichtsdestotrotz kann ich den Jungs überhaupt keinen Vorwurf machen.“ Nach dem torlosen Remis im Hinspiel war den Borussen die Entschlossenheit, die Aufstiegschance beim Schopf zu packen, von Beginn an anzumerken. Nicht einmal fünf Minuten waren gespielt, als Giuseppe Pisano frei auf das Tor der Gäste zulief, jedoch an Keeper Tobias Duffner scheiterte. „Wenn ich den mache, bin ich der Held. So bin ich der Depp“, war der Stürmer selbstkritisch. „Es ist schwer, Worte zu finden, aber so ist der Fußball. Wir haben alles gegeben, es hat leider nicht gereicht.“ Es sollte in einem intensiven Spiel, das ständig hin und her wog, nicht die letzte hochkarätige Gelegenheit zur Führung für den VfL bleiben.

Entscheidung in der Verlängerung

In der zweiten Hälfte vergab Mario Rodriguez aus ähnlich aussichtsreicher Position, ehe erneut Pisano und auch Marvin Schulz Gelegenheiten liegen ließen. „Auf beiden Seiten hätte jederzeit etwas passieren können, aber wir hatten die klareren Gelegenheiten“, analysierte Demandt. „Wir haben alles probiert, aber im Abschluss hat es einfach gehapert.“ Auch die Bremer hatten insbesondere in der Schlussphase einige Chancen, aber wie im Hinspiel stand es auch in der gestrigen Partie nach 90 Minuten 0:0, so dass die Verlängerung die Entscheidung bringen musste. In dieser war Borussia zunächst die aktivere Mannschaft und hatte durch Pisano eine weitere Großchance. Doch der Stürmer schob den Ball nach Vorlage von Schulz aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Nach dem letzten Seitenwechsel nutzten die Bremer dann eine Standardsituation zum vorentscheidenden 0:1 aus Sicht der Fohlenelf. Patrick Mainka köpfte den Ball nach einer kurz ausgeführten Ecke ins Tor. „Wir waren einmal unaufmerksam und haben dadurch das Spiel verloren“, so Demandt. Pisano ergänzte: „Das Spiel war über 120 Minuten offen – bitter, dass ein Standard die Entscheidung gebracht hat.“ Levent Aycicek machte zwei Minuten vor dem Ende nach einem Konter alles klar.

Ungekrönter Abschied von Demandt

Was dann kam, war Trauer, ehe die Fans die geschlagenen Helden aufrichteten, so dass Brandenburger den Blick schon wieder nach vorne richten konnte: „Natürlich ist die Enttäuschung riesig, weil wir die ganze Saison über Vollgas gegeben und tollen Fußball gespielt haben. Wir können stolz auf uns sein. Wir sind verdient Meister geworden, damit hätte niemand gerechnet. Jetzt erholen wir uns in der Sommerpause und greifen dann wieder neu an.“

Sven Demandt wird dann nicht mehr an der Seitenlinie stehen. Nach sieben Jahren verlässt der Coach Borussia und wechselt zum SV Wehen Wiesbaden. „Ich möchte mich beim gesamten Verein für die überragende Zeit bedanken. Der Abschied fällt mir schwer, denn der Verein und die Jungs sind einfach sensationell. Leider ist die Krönung ausgeblieben, aber aus solchen Niederlagen können die Jungs auch viel lernen.“ Ein schwacher Trost zum Abschied, aber immerhin geht Demandt als Meister der Regionalliga West. „Es war eine sensationell gute Saison, wir können stolz auf uns sein.“

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