NEWS: 30.12.2010

Nordtveit ist Borusse

Nordtveit ist Borusse
Havard Nordtveit

Der 20-jährige Havard Nordtveit ist ablösefrei und erhält beim VfL einen Vertrag bis Juni 2013. „Havard ist in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld einsetzbar, er kennt die Bundesliga und wird uns in der Defensive verstärken“, so Eberl. Nordtveit spielte seit 2007 für Arsenal London, in der Saison 2009/10 war er an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen.

Harvard Nordtveit gilt in seiner Heimat als eines der größten Abwehrtalente. Der Defensivallrounder, der sowohl im defensiven Mittelfeld als auch als Innen- oder Rechtsverteidiger spielen kann, durchlief alle Jugend-Nationalmannschaften seines Heimatlandes. Derzeit spielt er in der U21-Nationalelf, für die er bereits sechs Länderspiele bestritt. Der 1,88 Meter große Abwehrspieler begann seine Karriere bei seinem Heimatverein SK Vats. Von dort aus wechselte er zu Skjold IL. Dort blieb er aber nicht lange, denn schon bald sicherte sich der FK Haugesund die Dienste des Verteidigers, der bereits mit 16 Jahren in der ersten norwegischen Liga debütierte. Die Stärken von Nordtveit sprachen sich schnell bis nach London herum, so dass Arsenal-Coach Arsene Wenger den Abwehrspieler Mitte 2007 auf die Insel nach London holte. In seiner ersten Saison führte Nordtveit die Reservemannschaft des englischen Traditionsclubs als Kapitän an.

Um dem jungen Norweger Spielpraxis in einer höheren Liga zu verschaffen, entschieden sich die Londoner im Sommer 2008 dazu, ihn für ein halbes Jahr an den spanischen Zweitligisten UD Salamanca auszuleihen. Arsenal holte ihn nach allerdings nach nur drei Monaten wieder zurück, weil er dort nicht genügend Einsatzzeiten erhielt. Nach einer kurzen Stippvisite beim norwegischen Club Lilleström SK wurde Nordtveit in der Saison 2009/10 an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen, für den er insgesamt 19 Bundesligaspiele bestritt. In der Hinrunde war der Norweger gesetzt für den „Club“. Eine Verletzung am Schienbein kostete ihn in der Rückserie zunächst den Stammplatz, den er sich aber zum Ende der Rückserie zurückeroberte. In dieser Saison kehrte Nordtveit zum FC Arsenal zurück und kam dort erneut in der zweiten Mannschaft zum Zug.

Havard Nordtveit über…

…seine Zeit in London: Als Fußballprofi muss man Chancen wahrnehmen und Arsenal war eine große Chance für mich. Ich bin mit 17 Jahren nach London gegangen – und auch wenn ich nicht in der ersten Mannschaft gespielt habe, habe ich dort sehr viel mitbekommen, was mich als Fußballer weiter gebracht hat. Arsenal spielt einen schnellen One-Touch-Fußball wie kaum ein anderes Team. Ich sehe die Zeit dort keinesfalls als negativ an. Wäre ich in Norwegen geblieben, hätte ich mich vielleicht nicht so weiter entwickelt, denn die Zeit London war enorm wichtig für meine Entwicklung.

…Arsenal-Coach Arsene Wenger: Er ist kein gewöhnlicher Trainer, eher ein Fußballprofessor – er weiß wirklich alles über Fußball. Ich kenne ihn seit 2007, damals hat er mich persönlich in Norwegen beobachtet. Als ich davon erfahren habe, war ich natürlich sehr nervös. Arsene Wenger ist für alle Spieler wie ein Vater, ich kann wirklich nichts Negatives über ihn sagen. Er hat immer einen Plan im Kopf und ich wünsche ihm, dass er mit Arsenal in diesem Jahr einen Titel holt.

… seine Zeit beim 1. FC Nürnberg: In der Hinrunde habe ich sehr viele Spiele für Nürnberg absolviert. In meiner Zeit dort hatte ich aber über zwei Jahre keinen Urlaub. Mein Körper hat mir Signale gegeben, dass ich eine Pause brauche. Ich hatte Beschwerden am Schienbein, so dass ich kurz ausgefallen bin. Aber das war nicht lange, in der Rückrunde habe ich wieder gespielt und inzwischen bin ich längst wieder 100-prozentig fit.

…den Unterschied zwischen einem Bundesligateam und der Reservemannschaft vom FC Arsenal: Die Qualität in der englischen Reserve-Liga ist sehr hoch. Aber natürlich ist die Atmosphäre drumherum ganz anders und auch der Druck, drei Punkte holen zu müssen, ist längst nicht so hoch wie in der Bundesliga. Dennoch waren es wichtige Erfahrungen, die ich in England gesammelt habe. Die Vorbereitung auf diese Saison habe ich teilweise bei den Profis mitgemacht, bin auch in zwei Testspielen zum Einsatz gekommen. Es war auch eine großartige Erfahrung für mich, mit den großen Spielern zusammen zu spielen. Ich hoffe, dass ich diese Erfahrungen nun auch bei Borussia einbringen kann.

…die Situation Borussias: Ich habe die meisten Spiele von Borussia gesehen. Die Mannschaft hat viele Tore geschossen, defensiv hatte sie aufgrund der vielen Ausfälle ein paar Probleme. Aber ich hoffe, dass die verletzten Spieler im Januar zurückkehren und wir dann zu Beginn der Rückrunde beginnen werden, Spiele zu gewinnen.

…seine persönlichen Ziele: Natürlich möchte ich so viel wie möglich spielen. Ich werde alles dafür geben, mich im Training anzubieten, in die Startelf zu gelangen. Und wenn ich spiele, werde ich alles für den Verein geben. Ich habe gehört, Borussia ist ein sehr familiärer Club, bei dem alle zusammen halten – dazu möchte ich meinen Teil beitragen.

…seine Deutsch-Kenntnisse: Mein Deutsch ist okay. Ich verstehe fast alles. Lediglich das Sprechen fällt mir noch etwas schwer. Aber gebt mit ein bis zwei Monate, dann wird sich das ändern und ich werde auch Deutsch sprechen.

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