NEWS: 24.08.2015

An der Basis arbeiten

An der Basis arbeiten
Nach dem Schlusspfiff wurden die Borussen mit aufmunterndem Applaus verabschiedet.

Der Start in die neue Bundesliga-Saison ist missglückt. Borussia steht nach zwei Spieltagen noch ohne Punkte da. Dennoch versuchten die Protagonisten, positiv nach vorne zu blicken.

Nach dem Schlusspfiff gingen die Borussen geschlossen zur Nordkurve, um sich für die Unterstützung ihrer Anhänger zu bedanken. Deren Reaktion war bemerkenswert. Nur vereinzelt waren Pfiffe zu hören, die meisten Fans spendeten der Fohlenelf aufmunternden Applaus. Damit honorierten sie den Einsatz ihrer Mannschaft, die in den statistischen Daten fast überall vorne lagen: mehr Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe, mehr als doppelt so viele gespielte Pässe und mehr Torschüsse. Doch das nackte Ergebnis sprach eine andere Sprache. 1:2 stand am Ende auf den neuen Anzeigetafeln im BORUSSIA-PARK. Nach dem 0:4 gegen Dortmund war auch der Heimauftakt gegen Mainz missglückt.

Effektive Gäste

Die Hauptgründe waren für die Beteiligten schnell ausgemacht: Zum einen die mangelnde Stabilität in der Defensive, zum anderen die unzureichende Chancenverwertung. Vor der Pause tauchte Thorgan Hazard alleine vor FSV-Keeper Loris Karius auf und vergab. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Patrick Herrmann drängte die Fohlenelf auf den Führungstreffer und ließ durch Raffael, Hazard und Herrmann drei weitere Riesenmöglichkeiten aus. „In der vergangenen Saison haben wir diese Torchancen genutzt, jetzt fehlt ein bisschen das Glück“, haderte Granit Xhaka. Stattdessen nutzten die effektiven Gäste ihre einzige Chance des zweiten Durchgangs eiskalt, um das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. „Für unsere Fahrlässigkeit im Abschluss sind wir eiskalt bestraft worden. Das ist extrem bitter – wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt“, bilanzierte Trainer Lucien Favre.

„Nicht so stabil“

Seine Mannschaft hatte auch im ersten Durchgang das Spiel kontrolliert, die besseren Gelegenheiten hatten jedoch die Mainzer, die durch Yunus Malli und Fabian Frei an Pfosten und Latte scheiterten. Kurz vor der Pause nutzten sie dann einen Konter, um durch Jairo Samperio in Führung zu gehen. „Wir sind im Moment nicht so stabil wie in den vergangenen Jahren. Das müssen wir wieder hinkriegen“, sagte Tony Jantschke. „Mainz hat in der ersten Halbzeit besser gespielt als wir. Wir haben zeitweise zu überhastet agiert und ein unnötiges Gegentor kassiert“, ergänzte Favre. Nach der Pause habe seine Mannschaft mit mehr Geduld und Tempo gespielt. Der Ausgleich und die vielen weiteren Torgelegenheiten waren die logische Folge daraus. Doch da die Borussen keine davon nutzten, standen sie am Ende mit leeren Händen da.

„Bereit sein zu leiden“

„Es ist bitter, wenn man nach zwei Spielen ohne Punkt dasteht. Aber wir sind Männer genug, um das wieder gutzumachen“, sagte Xhaka. Am Sonntag (17.30 Uhr) in Bremen haben die Borussen die Gelegenheit, die ersten Punkte einzufahren. Davor wartet jedoch eine harte Trainingswoche auf sie. „Die Jungs müssen bereit sein zu leiden. Wir müssen die Fehler korrigieren und an unserer Basis, der Defensivstabilität, arbeiten“, sagte Favre. „Wir wissen, dass wir viel besser spielen können und werden hart dafür arbeiten.“ Dass sein Team nach zwei Spieltagen am Tabellenende steht, bewertete Borussias Coach nicht über: „Natürlich sind null Punkte nach zwei Spielen nicht gut. Aber wir müssen ruhig bleiben und, auch wenn es nicht einfach ist, positiv denken. Man sieht, dass es nicht die gleiche Mannschaft ist wie in der letzten Saison. Da waren wir die Nummer drei, aber wir haben noch eine Menge zu tun, um das wieder aufzuholen.“

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