NEWS: 26.10.2015

"Ein ganz neues Gefühl für mich"

"Ein ganz neues Gefühl für mich"
So jubelte Julian Korb über sein erstes Bundesligator. Foto: Wiechmann

Vor dem Elfmeter zum 1:0 gefoult worden und die Partie mit seinem ersten Bundesligator entschieden – Julian Korb war beim 3:1-Sieg gegen Schalke eine der entscheidenden Figuren. Wir haben uns mit dem Außenverteidiger über das gestrige Spiel unterhalten.

Juli, wie fühlt es sich an, im 54. Anlauf endlich das erste Bundesliga-Tor zu erzielen?

Korb: Es ist ein ganz neues und ungewohntes Gefühl, aber es fühlt sich sehr gut an. Ich bin sehr glücklich, dass es endlich mit dem ersten Tor geklappt hat, aber es wurde ja langsam auch mal Zeit (lacht).

Beschreib das Tor doch bitte einmal aus deiner Sicht…

Korb: Raffael hat es super vorbereitet. In typischer Raffa-Manier hat er zwei Gegenspieler stehen lassen und dann mit dem feinen Querpass die Übersicht bewiesen. Ich habe den Ball mit vollem Risiko direkt mit dem Vollspann genommen, und zum Glück ist er links im Eck eingeschlagen.

Zuletzt tauchst du häufiger im gegnerischen Strafraum auf. Hat das etwas mit der veränderten Spielweise unter André Schubert zu tun?

Korb: Wir Außenverteidiger stehen jetzt ein deutliches Stück höher. Beim Gegenpressing kann man so etwas früher die Bälle erobern und sich schneller wieder vorne einschalten. Generell ist man etwas näher am gegnerischen Tor postiert und kommt dadurch zu mehr Abschlüssen und Strafraumszenen.

Bei einer davon wurdest du im ersten Durchgang gefoult, woraufhin Schiedsrichter Wolfgang Stark auf den Punkt gezeigt hat. Wie hast du diese Aktion, die zum Elfmeter geführt hat, erlebt?

Korb: Ich bin mit ein paar Haken in den Strafraum der Schalker eingedrungen und unten am Knie getroffen worden. Bei höherem Tempo reicht ein solcher Kontakt aus, um aus dem Tritt zu geraten, deshalb finde ich, dass man den Elfmeter definitiv geben kann.

Wie bewertest du eure gestrige Leistung über die gesamten 90 Minuten?

Korb: In der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt und sind auch zu Recht in Führung gegangen. Leider haben wir dann kurz vor der Pause einen sehr unglücklichen Gegentreffer bekommen. Nach dem Wechsel wollten wir eigentlich wieder den Druck erhöhen, sind aber nicht so gut aus der Kabine gekommen. Da haben wir zu viel mit langen Bällen operiert, statt das Spiel geordnet aufzubauen. Zum Glück haben wir uns aber Mitte der zweiten Hälfte wieder gesteigert und noch zwei Treffer erzielt. Unter dem Strich war der Sieg meiner Meinung nach absolut verdient.

Es war in der Bundesliga bereits euer fünfter Sieg in Folge. Wieviel Selbstverständnis ist wieder in eurem Spiel?

Korb: Der Glaube an die eigene Stärke ist momentan wieder zurück. Zu Beginn der Saison lief alles gegen uns und wir haben keine positiven Ergebnisse geholt. Da haben wir es auf harte Weise erlebt wie es auch laufen kann. Deswegen wissen wir, dass unser derzeitiger Lauf alles andere als selbstverständlich ist, sondern auf harter Arbeit fußt. Es kann sowohl in die eine als auch in die andere Richtung ganz schnell gehen, deswegen sind wir auf Grund unserer Siegesserie auch nicht übermütig. Wir müssen immer am Limit spielen und 100 Prozent Gas geben.

Euer gestriger Sieg wurde von der schweren Verletzung von André Hahn überschattet…

Korb: Die Szene sah wirklich übel aus. Normalerweise ist André ein harter Hund, der durch nichts so leicht unterzukriegen ist. Als er auf dem Boden lag und die Hand gehoben hat, war mir schon klar, dass etwas Schlimmeres passiert sein muss. Seine schwere Verletzung trübt unseren Sieg natürlich sehr. Immerhin ist die Operation heute erfolgreich verlaufen. Ich wünsche André alles Gute für seine Genesung und hoffe, dass wir ihn bald wieder auf dem Platz sehen werden.

Am Mittwoch müsst ihr im DFB-Pokal erneut gegen Schalke ran, dann aber auswärts. Das ist schon eine ungewöhnliche Konstellation binnen weniger Tagen zweimal gegen den gleichen Gegner ran zu müssen, oder?

Korb: Das stimmt, das kommt nicht so oft vor, aber wir nehmen es so wie es kommt. Nur weil wir gestern das Spiel für uns entschieden haben, sehe ich uns dort nicht in der Favoritenrolle. Es wird ein komplett anderes Spiel. Es geht wieder bei Null los, wir müssen wieder von der erste Sekunde an Vollgas geben und alles in die Waagschale werfen, sonst wird es extrem schwierig, eine Runde weiterzukommen – und das ist natürlich unser großes Ziel.

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