NEWS: 28.10.2015

Stimmen zum Spiel

Stimmen zum Spiel
Lars Stindl war an beiden Toren direkt beteiligt.

Wir haben uns nach dem Pokalspiel zwischen dem FC Schalke 04 im VfL-Lager sowie den beiden Trainern umgehört und die Stimmen zum Spiel notiert.

Lars Stindl: Es war unser Ziel, eine Runde weiterzukommen und deshalb sind wir natürlich überglücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben. In der ersten Hälfte haben wir allerdings keinen guten Fußball gespielt. Nach vorne ging nicht viel und in der Defensive hatten wir gleich mehrfach Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Da hat uns Yann Sommer ein ums andere Mal im Spiel gehalten. Es war Gold wert, dass wir mit unserem ersten Angriff zum richtigen Zeitpunkt in Führung gegangen sind. Wir haben uns in der Pause vorgenommen, besser zu spielen und haben in der Folge auch immer besser zu unserem Spiel gefunden. Nach dem 2:0 haben wir die Partie mit unserer Sicherheit und unserem Selbstvertrauen sehr gut zu Ende gespielt und nichts mehr anbrennen lassen.

Yann Sommer: Wir wussten vorher, dass die Schalker ganz anders auftreten wird als am Sonntag, hatten damit aber trotzdem im ersten Durchgang große Probleme. Sie waren sehr aggressiv und haben uns früh unter Druck gesetzt, wir hatten zudem viel zu viele einfache Ballverluste und haben sie so zu Chancen kommen lassen. Es war total unverdient, dass wir mit einer Führung in die Pause gegangen sind. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann deutlich besser gemacht. Man merkt momentan einfach, dass wir wieder mehr Mut und Selbstvertrauen haben. Wir müssen jetzt weiter hart arbeiten und dürfen nicht nachlassen, dann wird das hoffentlich so weiter gehen. Dass wir eine gute Mannschaft sind, wussten wir auch schon vor der momentanen Phase.

Havard Nordtveit: Wir haben bewiesen, dass wir auch, wenn wir keinen guten Tag haben, die Null halten und ein Spiel gewinnen können. Das gibt uns ein gutes Gefühl für die anstehenden Aufgaben, auch wenn wir natürlich besser spielen können als wir es in der ersten Hälfte getan haben. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir viel, viel besser gespielt und das Spiel an uns gerissen. Das war aus meiner Sicht der Schlüssel zum Sieg und zum Einzug ins Achtelfinale. Jetzt bleibt uns nicht viel Zeit, zu regenerieren, aber wir wollen natürlich auch in Berlin gewinnen und unseren positiven Lauf dort fortsetzen.

Sportdirektor Max Eberl: Die Mannschaft macht momentan einen sehr selbstbewussten Eindruck. Zudem hatten wir das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite, denn in der ersten Hälfte hätten wir in Rückstand geraten können – das wäre zu diesem Zeitpunkt auch verdient gewesen. Schalke hat bewiesen, dass sie eine Top-Mannschaft sind. Sie haben uns beeindruckt und viel Druck gemacht – glücklicherweise hatten wir in Yann Sommer einen überragenden Rückhalt. Außerdem hat sich unsere Mannschaft sich davon eben nicht umwerfen lassen, sondern hat versucht weiter ihr Spiel durchzuziehen. Es war wichtig, dass wir die erste Chance dann gleich zur Führung genutzt haben. Danach hat die Mannschaft dann immer besser zu ihrem Spiel gefunden und sich in die Partie zurückgekämpft. In der zweiten Hälfte haben wir uns den Sieg verdient.

Trainer André Schubert: Wir sind sehr froh, dass wir eine Runde weiter gekommen sind. Mit der ersten Hälfte können wir aber nicht zufrieden sein. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, haben von hinten nicht gut aufgebaut und zu viele lange Bälle gespielt, die wir vorne nicht festgemacht haben. Wir hatten einen Riesen-Dusel, dass wir nicht schon 0:1, 0:2 oder sogar 0:3 in Rückstand geraten sind. So stand es zur Pause 1:0 für uns, das ist manchmal im Fußball so, das haben wir natürlich gerne mitgenommen. In der Halbzeit haben wir darüber gesprochen, dass wir schneller und einfacher von hinten spielen und mehr Läufe in die Tiefe haben müssen. Das hat im zweiten Durchgang viel besser geklappt. Wir waren vor allem offensiv viel besser organisiert und so ist das Spiel zu unseren Gunsten gekippt.

Trainer André Breitenreiter (FC Schalke 04): In der ersten Hälfte haben wir die klarsten Chancen nicht genutzt. Da gibt es keine Diskussion, dass wir mit einem 2:0 oder 3:0 in die Halbzeit hätten gehen müssen. Wenn der Ball über lange Zeit nicht rein geht, fehlt es auch ein Stück weit an Sicherheit. Und wenn man dann kurz vor der Pause auch noch durch einen doofen Fehler mit 0:1 ins Hintertreffen gerät, wird es natürlich doppelt schwer. Nach dem Wechsel haben wir alles versucht, aber dass nach dem 0:2 die Beine irgendwann schwer geworden sind, ist auch klar. Zumal sich bei uns über Nacht ein Magen-Darm-Virus ausgebreitet hat und einige Spieler angeschlagen in die Partie gegangen sind. Da sind uns dann logischerweise am Ende die Kräfte gegen eine clever spielende Borussia ausgegangen.

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