NEWS: 02.11.2015

"Gezaubert wird bei uns nur auf dem Platz"

"Gezaubert wird bei uns nur auf dem Platz"
Flügelflitzer Ibrahima Traoré und Trainer André Schubert stellten sich in der heutigen Pressekonferenz den Fragen der Journalisten.

Trainer André Schubert und Offensivspieler Ibrahima Traoré stellten sich in der heutigen Pressekonferenz vor dem UEFA Champions League-Spiel am Dienstag (20.45 Uhr) gegen Juventus Turin den Fragen der Medienvertreter. Wir haben ihre wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Trainer André Schubert über…

…die Ausgangsposition in der UEFA Champions League: Für mich ist der Blick auf Tabelle momentan weniger interessant. Wir haben am Dienstagabend ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen. Nur das zählt, und so werden wir das Spiel auch angehen. Was dabei herauskommt, werden wir am Ende sehen. Irgendwann kann und muss man sicherlich auch einmal auf die Tabelle schauen, aber in der aktuellen Lage macht das für mich wenig Sinn.

…das bevorstehende Rückspiel gegen Juve: Juventus Turin hat eine sehr gute Mannschaft, die in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich gewesen ist. Aber für das Spiel am Dienstag hat das für mich ebenso wenig Einfluss wie Turins Auftreten in der italienischen Meisterschaft, in der sie in dieser Saison bislang auch noch nicht komplett überzeugt haben. Wir haben großen Respekt vor der individuellen Qualität und der taktischen Disziplin und Flexibilität des Gegners. Es wird für uns eine große Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Doch wir haben eine Idee entwickelt und werden versuchen, Juventus vor Aufgaben zu stellen. Wir haben in den vergangenen Wochen immer mehr an Stabilität gewonnen – und das wollen wir morgen auf dem Platz zeigen.

…die personelle Situation: Personell hat sich im Vergleich zum Spiel in Berlin nicht viel verändert. Neben den vier Langzeitverletzten wird auch Tony Jantschke nicht mitwirken können. Er befindet sich nach seiner Schulterverletzung noch im Aufbautraining. Julian Korb wird am Montagabend noch medizinisch untersucht. Bei ihm wissen wir noch nicht genau, ob er einsatzfähig sein wird.

…den Spitznamen „Der Zauberer“, den ihm italienische Medien gegeben haben: Ich bin nicht mit größeren Narben auf der Stirn gezeichnet, und ich habe auch keinen Zauberstab oder irgendwelche Zaubersprüche (grinst). Wir konzentrieren uns auf das, was wir am bestem können und das ist Fußball. Wenn bei uns gezaubert wird, dann nur auf dem Platz von Fußballern wie Ibo.

Ibrahima Traoré über…

…über das Hinspiel und die Ziele für das Rückspiel: In Turin haben wir defensiv ein sehr gutes Spiel gemacht, aber im Spiel nach vorne haben wir es nicht so gut gemacht wie zuletzt in der Bundesliga. Vielleicht hat uns auch etwas der Mut gefehlt. Das wollen wir morgen natürlich besser machen. Wir brauchen die drei Punkte, wenn wir noch an das Weiterkommen glauben möchten. Deswegen bin ich sicher, dass wir zu Hause vor unseren eigenen Fans offensiv mutiger auftreten werden.

…die jüngste Erfolgsserie unter André Schubert: Der Trainer hat uns vom allerersten Tag an viel Selbstvertrauen gegeben, das nach dem schlechten Start mit den fünf Niederlagen nicht mehr so vorhanden war. Es hat direkt beim ersten Spiel super geklappt. Jetzt spielen wir wieder erfolgreich und mit viel Selbstvertrauen. Wir glauben wieder daran, dass wir jeden Gegner schlagen können, das ist ein wichtiger Faktor. Zudem spielen wir mehr Pressing und laufen etwas mehr. Das kostet sehr viel Kraft, aber wenn man gut Fußball spielt und erfolgreich ist, fällt einem das Laufen etwas leichter.

…über seine Defensivarbeit: Ich habe immer gedacht, dass ich Offensivspieler bin und nicht verteidigen muss (grinst). Aber als ich nach Gladbach gewechselt bin, habe ich schnell gemerkt, dass es hier anders ist. Deshalb hatte ich auch zu Beginn unter Lucien Favre meine Schwierigkeiten. Auch André Schubert legt viel Wert auf die defensive Ordnung. Ich bin kein Verteidiger, trotzdem ist es wichtig, dass ich auch defensiv meine Aufgaben für die Mannschaft erledige. Der Trainer hat mir gesagt, dass ich vorne meine Freiheiten habe, ich aber auch nach hinten arbeiten muss. Das mache ich natürlich, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nicht gerne verteidige (lacht).