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Borussia News

NEWS: 06.02.2016

Ein erwarteter Befreiungsschlag

Ein erwarteter Befreiungsschlag
Die Fohlenelf feiert den ersten Rückrunden-Sieg mit den Fans.

Die Fohlenelf hat mit dem beeindruckenden 5:1 gegen Werder Bremen die Worte "Fehlstart" und "Krise" aus dem BORUSSIA-PARK verbannt. Für Trainer André Schubert und seine Spieler kam das nicht überraschend.

Die Erleichterung stand allen Borussen am Samstagmorgen ins Gesicht geschrieben. Die Fohlenelf radelte sich im Kraftraum gut gelaunt das 5:1 gegen Werder Bremen aus den Beinen. Und es gab noch viel zu bereden im Nachgang dieses Karnevalsfreitags im BORUSSIA-PARK. Da war der Doppelpack des sonst eher als Torverhinderer bekannten Andreas Christensen, da war die Rückkehr von Mahmoud Dahoud in die Startformation, die für Belebung gesorgt hatte, da war die neu formierte rechte Seite mit Nico Elvedi in der Verteidigung und dem quirligen Thorgan Hazard auf der offensiven Außenbahn. Und zum Schluss gab es noch das emotionale Comeback von Martin Stranzl, der danach gestand: „Das war ein überragendes Gefühl, ein Riesenkompliment an die Fans. Und vor allem auch an die Mannschaft, die dieses Erlebnis möglich gemacht hat.“

Die Fohlenelf machte von der ersten Minute an deutlich, dass sie nach dem Hinspiel und dem DFB-Pokal-Achtelfinale nicht auch noch das dritte Spiel der Saison gegen Werder Bremen verlieren wollte. Borussia übernahm sofort das Kommando auf dem Platz und hatte nach 7 Minuten eine erste Kopfballchance durch Christensen, der eine Raffael-Flanke aufs Tornetz platzierte. In der Nachbetrachtung ein Vorzeichen, wie dieser Abend laufen sollte. Nach zwölf Minuten lag der Ball zum ersten Mal im Netz der Bremer. Die Startelf-Neulinge Dahoud und Hazard hatten den Treffer von Lars Stindl – der damit auch im dritten Spiel gegen Bremen getroffen hatte – wunderbar vorbereitet. Das war der erste Teil eines Befreiungsschlages, den viele Borussen nach den Niederlagen gegen Borussia Dortmund (1:3) und Mainz 05 (0:1) erwartet hatten. „Es war klar, dass wir nicht noch einmal fünf Spiele am Stück verlieren, wie in der Hinrunde“, sagte Yann Sommer nach dem Spiel.

Geistig und körperlich frisch

Auch Havard Nordtveit, der sein Team wieder als Kapitän auf den Rasen geführt hatte, konnte sich in seiner Ketchup-Flaschen-Theorie bestätigt sehen: Erst kommt nichts, dann alles auf einmal. Und für Trainer André Schubert war das keine Überraschung: „Uns war klar, dass es nach dieser intensiven Hinrunde, etwas dauern würde, in die Rückrunde hinein zu kommen. Wir waren zuletzt physisch noch nicht bei 100 Prozent.“ Er habe diese Woche im Training gesehen, dass immer mehr Energie zurückkomme, dass die körperliche und geistige Frische wieder da gewesen sei. „Das haben wir dann auf dem Platz auch umgesetzt“, so Schubert. Und diesmal münzte die Fohlenelf ihre Überlegenheit auch in Tore um: Christensen zementierte die Führung mit seinen beiden Treffern zum 2:0 (31.) und 3:0 (50.).

Dass Werder Bremen nach dem Elfmetertor zum 1:3 (56.) durch Claudio Pizarro noch einmal versuchte an der Gladbacher Dominanz zu rütteln, ließ die Borussen zwar kurz zittern. Doch spätestens nach Elvedis spektakulärer Rettungstat gegen Pizarro war allen 51.569 Zuschauern im BORUSSIA-PARK klar, dass sich auch das Glück wieder auf die Seite der Fohlen geschlagen hatte. Ab der 65 Minute übernahm die Schubert-Elf wieder. „Wir waren trotz des hohen Pressings, das wir gespielt haben, in der Defenive sehr gut organisiert, haben sehr gut umgeschaltet“, lobte der Coach, der fand, dass es dann einfach Spaß gemacht habe, zuzuschauen. Mit dieser Meinung war er nicht alleine. Er sah noch ein Elfmeter-Tor von Raffael zum 4:1 (70.) – Stindl war zuvor von Jannik Vestergaard gefoult worden – und den sehenswerten Schlusspunkt von Havard Nordtveit, der aus 20 Metern abgezogen hatte und das 5:1 erzielte (88.).

Stranzls Rückkehr

Dazwischen der emotionale Höhepunkt des Abends, als Martin Stranzl für Dahoud kam (84.). Schon als die Fans den Österreicher bei den Vorbereitungen zu seiner Einwechslung erblickten, hallten laute „Martin Stranzl“- Sprechchöre durchs Stadion und der Jubel als Borussias Nummer 39 schließlich zum ersten Mal seit dem 11. September 2015 wieder den Rasen des BORUSSIA-PARKS betrat, war so laut wie bei einem Tor. „Ich freue mich für Martin, dass er sein Comeback feiern konnte. Es war keine leichte Zeit für ihn, und er kommt immer weiter ran an seine Form“, sagte Trainer Schubert. Die Schlussworte auf dem Platz waren dem 35-Jährigen vorbehalten, der die Sieges-Humba vor der Nordkurve anstimmen durfte und im Anschluss sagte: „Es war irrsinnig wichtig, dass wir gegen Bremen die Wende geschafft haben, der Druck war enorm.“ Der Befreiungsschlag ist gelungen, nach zwei freien Tagen richtet sich der Fokus dann auf die Partie gegen den Hamburger SV.

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