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Borussia News

NEWS: 07.03.2016

Großer Aufwand wird nicht belohnt

Großer Aufwand wird nicht belohnt
Die Fohlenelf um Lars Stindl dominiert in Wolfsburg das Spiel, am Ende hatte Borussia aber dennoch das Nachsehen.

Die Fohlenelf war beim gestrigen Spiel in Wolfsburg über weite Strecken die bessere Mannschaft. Am Ende aber stand eine 1:2-Niederlage, weil sich Borussia kurzzeitig unkonzentriert präsentierte und in der Offensive die nötige Effektivität vermissen ließ.

Während zwei Minuten im gewöhnlichen Alltag oft wie im Flug vergehen, können 120 Sekunden eines Fußballspiels eine ziemliche lange Zeit sein. Eine Zeit, in der eine ganze Menge passieren kann, in der mitunter ganze Partien entschieden werden. So reichten auch bei Borussias gestrigem Auftritt in Wolfsburg zwei Minuten, um das Geschehen fast schon auf den Kopf zu stellen. Denn die Fohlenelf hinterließ bei der Begegnung mit den Wölfen einen richtig guten Eindruck, spielte munter nach vorn und kam zu einer Vielzahl von guten Möglichkeiten. Am Ende aber waren es die Hausherren, die als Sieger vom Platz gingen. Weil ihnen letztlich ein Doppelschlag innerhalb von 120 Sekunden reichte. „Wir haben uns das ergebnistechnisch natürlich anders vorgestellt. Aber Wolfsburg war uns in Sachen Effektivität einfach voraus“, bilanzierte Trainer André Schubert. „Nach den zwei Gegentoren sind wir mit dem schnellen 1:2 gut zurückgekommen. Anschließend haben wir den Gegner immer wieder beschäftigt und ihn hinten rein gedrückt. Wir hatten genügend Chancen, den Ausgleich zu erzielen.“

Doppelschlag macht guten Beginn zunichte

Die Enttäuschung darüber, dass das Spiel dennoch verloren ging, war allen Borussen nach dem Spiel ins Gesicht geschrieben. Hier und da gab es nach dem Abpfiff noch kurze Gespräche untereinander oder mit Akteuren der Wölfe, ansonsten blieb es um Schuberts Mannen in den Katakomben der Volkswagen-Arena auffallend ruhig. Bei den einen saß der Frust einfach tief, andere konnten sich den Spielverlauf schlicht kaum erklären. Schließlich erwischte der VfL zunächst einen richtig guten Start, das auffallend hohe Pressing stellte Wolfsburg durchaus vor Probleme. Genau das aber machten sich die Gastgeber dann zunutze, als Julian Draxler nach 13 Minuten das 1:0 für die Wölfe erzielte. „Wir haben zunächst das, was wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt. Vielleicht sind wir das Ganze aber einen Ticken zu offensiv angegangen, denn ein Stellungsfehler hat den Wolfsburgern das erste Tor ermöglicht“, resümierte Schubert.

Und wie schon beim Auftritt der Fohlenelf in Augsburg vor einer Woche sollte es bei dem einen Gegentor nicht bleiben. In Augsburg fing sich der VfL zwei Treffer innerhalb von drei Minuten, in Wolfsburg brauchte es lediglich die angesprochenen zwei. Weil die Hausherren stark über die rechte Seite konterten, und weil Ex-Borusse Max Kruse anschließend seine ganze Klasse unter Beweis stellte, Nico Elvedi aussteigen ließ und gekonnt zum 2:0 vollendete. „Diese frühere Zwei-Tore-Führung hat ihnen natürlich in die Karten gespielt“, sagte Torwart Yann Sommer. „Wir haben uns aber trotzdem nicht aufgegeben und sind sofort zurückgekommen.“ Und wie die Fohlenelf zurückkam: Nachdem Schubert taktisch ein wenig umstellte, erlangte Borussia ihre Stabilität zurück - und trat nun auch in der Offensive zwingend in Erscheinung: Raffael, einmal mehr einer der besten auf dem Feld, sorgte mit einem sehenswerten Schuss aus spitzem Winkel für den Anschlusstreffer.

Die Fohlenelf nutzt ihre Chancen nicht

Im weiteren Verlauf hatte die Mannschaft von Trainer Schubert weitestgehend alles im Griff. Sie kontrollierte das Geschehen, ließ selbst kaum etwas zu und tauchte immer wieder gefährlich vor Koen Casteels auf. Doch Wolfsburgs Keeper hatte einen richtig guten Tag erwischt. So vereitelte er unter anderem beste Möglichkeiten von Fabian Johnson (27.) oder Lars Stindl (49.). Und wenn der Belgier dann doch mal geschlagen war, standen sich die Borussen teilweise auch selbst im Wege. So wie bei Thorgan Hazards (71.) Großchance, als dieser bei einem Versuch aus zwölf Metern am Fuß des am Boden liegenden Patrick Herrmann scheiterte. Die Fohlenelf konnte sich somit letztlich nicht für ihren hohen Aufwand belohnen. Am Ende stand eine „sehr ärgerliche Niederlage“, wie Sommer betonte. „Wir haben drei Punkte bei einem direkten Konkurrenten verloren. Deshalb tut diese Niederlage doppelt weh.“

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