NEWS: 14.02.2011

Lucien Favre neuer Cheftrainer bei Borussia

Lucien Favre neuer Cheftrainer bei Borussia
Lucien Favre ist neuer Cheftrainer bei Borussia Mönchengladbach.

Lucien Favre ist neuer Cheftrainer bei Borussia Mönchengladbach. Der 53 Jahre alte Schweizer wird morgen (Dienstag) das erste Training im BORUSSIA-PARK leiten.

Der aus dem Schweizer Kanton Waadt stammende Favre begann seine aktive Laufbahn als Profifußballer 1976 bei Lausanne-Sports. Von 1979 bis 1981 stand der technisch versierte Mittelfeldspieler bei Xamax Neuchâtel, von 1981 bis 1983 bei Servette Genf und in der Saison 1983/84 beim französischen Club FC Toulouse unter Vertrag. Im Anschluss kehrte er zu Servette Genf zurück, mit dem er 1985 die nationale Meisterschaft feierte. 1991 beendete der 24-fache Schweizer Nationalspieler seine Spielerkarriere nach einer schweren Knieverletzung.

Seine Laufbahn als Coach startete Favre im gleichen Jahr als Juniorentrainer beim FC Echallens. Von Beginn an ließ er seine Mannschaften Fußball spielen, wie er ihn selbst bereits als Spieler liebte: offensiv und attraktiv. Der Erfolg gab seiner Spielweise Recht, Favre stieg mit Echallens in die Nationalliga B auf, es war der erste Höhepunkt seiner Trainerkarriere.

Nach einer Zwischenstation bei Xamax Neuchâtel wechselte Favre 1997 zu Yverdon-Sports und begeisterte dort mit einigen brasilianischen Spielern das Publikum. In der Saison 1998/1999 stieg er mit Yverdon in die Nationalliga A auf und schaffte es dort in der darauf folgenden Spielzeit überraschend bis auf Platz fünf. Im Jahr 2000 wechselte Favre zu Servette Genf, gewann mit dem Club 2001 den Schweizer Pokal und führte ihn anschließend bis ins Achtelfinale des UEFA-Pokals. Danach gönnte sich Favre eine einjährige Auszeit, um sich in Sachen Fußball bei Topvereinen weiterzubilden. Sein Wissensdurst führte ihn nach Spanien, Argentinien, Jugoslawien, Schweden, Italien, Belgien, Deutschland, Frankreich und England. Unter anderem knüpfte er dort Kontakte zu Trainern wie Arsène Wenger oder Rafael Benitez.

Zweimal Meister mit dem FC Zürich

Im Jahr 2003 übernahm er das Traineramt beim FC Zürich. Schnell stellte sich der Erfolg ein. Unter Favres Führung schafften es Daniel Gygax, Blerim Džemaili, Xavier Margairaz, Steve von Bergen und Gökhan Inler in die Schweizer Nationalmannschaft. 2005 gewann Favre mit dem FC Zürich den Schweizer Pokal, zudem 2006 und 2007 die nationale Meisterschaft. Nach beiden Meistertiteln wurde Favre zum Trainer des Jahres der Schweiz gewählt.

Zur Saison 07/08 übernahm Favre das Traineramt bei Hertha BSC Berlin. Im ersten Jahr führte er den Hauptstadtclub auf Rang zehn. In der Saison 08/09 ging es noch ein ganzes Stück weiter nach oben: Herthas BSC spielte lange um den Titel mit, wurde am Ende Vierter und zog damit internationale Geschäft ein. Favre wurde nach dieser Spielzeit zum Trainer des Jahres in Deutschland gewählt. Aus finanziellen Gründen gaben die Berliner im Sommer 2009 jedoch einige Leistungsträger ab. Die Folge war ein schwacher Saisonstart in der darauf folgenden Saison. Nach einem Auftaktsieg gegen Hannover und anschließenden sechs Niederlagen in Folge wurde Favre am 28. September 2009 nach dem siebten Spieltag entlassen.

Seitdem hat der Schweizer kein neues Amt mehr übernommen. Untätig war er in den vergangenen eineinhalb Jahren aber nicht. Er schaute sich viele Spiele im In- und Ausland sowohl im Fernsehen als auch live vor Ort im Stadion an, um zu analysieren und junge Spieler zu entdecken. Zudem feilte Favre an seinen Sprachkenntnissen, er verbesserte sein Deutsch weiter, zudem spricht er auch Französisch, Spanisch und Englisch.

Favre wird heute um 15.30 Uhr bei einer Pressekonferenz im Postbank-Presseclub im BORUSSIA-PARK den Medien vorgestellt.

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