NEWS: 15.10.2016

"Wir wollen unsere Offensivstärke nutzen"

"Wir wollen unsere Offensivstärke nutzen"
Trainer André Schubert

Vor dem Bundesliga-Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den Hamburger SV sprach Trainer André Schubert in der heutigen Pressekonferenz über…

…die personelle Situation: Tobias Strobl steigt heute wieder ins Mannschaftstraining ein. Wir müssen abwarten, wie sein Körper darauf reagiert. Wenn er das Training ohne Probleme bestreitet, wäre er theoretisch am Samstag einsetzbar. Aber wenn man als Spieler wegen einer Verletzung länger raus ist, ist es nicht wahrscheinlich, dass man sofort wieder in der Startelf steht. Bei Thorgan Hazard sind wir nicht ganz glücklich über den Verlauf der Verletzung. Er ist bei der Nationalmannschaft behandelt worden, aber laut den Erkenntnissen die ich habe, nicht so intensiv. Wir haben nach seiner Rückkehr erst mal ein MRT gemacht. Das hat nichts Schlimmes ergeben, außer, dass er eine Prellung hat, beziehungsweise eine Reizung. Wir hoffen, dass diese Reizung wieder abklingt. Heute wird er noch nicht trainieren können. Vielleicht aber morgen. Bei Raffael ist das Fragezeichen ein bisschen größer, da sind wir etwas vorsichtiger. Vielleicht kann er Ende der Woche wieder ins Training einsteigen.

…den Hamburger SV: Der Tabellenplatz hat keine große Aussagekraft. Der HSV ist nicht das typische Schlusslicht. Das Spiel in Berlin hat schon gezeigt, dass sie Qualität haben, eine Standardsituation und ein Konter haben über den Sieg entschieden. In ihrem Testspiel gegen Magdeburg hat man gesehen, dass sie Pressingsituationen intensiv trainieren. Die Mannschaft hat jedenfalls nichts zu verlieren und will beweisen, dass sie zu Unrecht da unten steht und sie andere Ziele anstrebt.

…die Spielweise des HSV unter dem neuen Trainer: Wir konnten zwei Spiele unter dem neuen Trainer analysieren, das Spiel in Berlin und das Testspiel gegen Magdeburg. Die Handschrift von Markus Gisdol ist deutlich zu erkennen. Er lässt das spielen, was er auch schon bei seinen vorherigen Stationen hat spielen lassen: teilweise hohes, sehr aggressives Pressing. Der Spielaufbau erfolgt schnell in die Spitze. Oftmals ist es ein langer hoher oder flacher Ball in die Tiefe auf den Stürmer, der den Ball klatschen lässt und seine Mitspieler auf den zweiten Ball gehen lässt. Sie spielen sehr zweikampfbetont, versuchen sehr viel Tempo ins Spiel reinzubringen. Wenn sie vorne anlaufen, dann im allerhöchsten Tempo.

…die Länderspielpause: Alle Mannschaften haben das Problem, dass Spieler in der Zeit fehlen. Von daher ist das kein Nachteil. Wir haben glücklicherweise viele Spieler, die so interessant sind, dass sie für ihre Nationalmannschaften nominiert werden, auch viele junge Spieler, die bei den U-Mannschaften dabei sind. Deswegen war unsere Trainingsgruppe in den vergangenen Tagen teilweise nur sechs Mann stark. Aber mit den Jungs haben wir gut gearbeitet und gegen die U23 zwei Spiele machen können, sodass wir ordentliche Belastungen im Training hatten und die Spieler im Rhythmus bleiben konnten. Natürlich hat man aber als Trainer gern alle Spieler zusammen, um im taktischen Bereich zu arbeiten. Das war zuletzt nur im bescheidenen Umfang möglich. Aber wir haben heute eine Einheit und morgen – das muss reichen und ist auch kein Problem.

…die Diskrepanz zwischen der Heim- und der Auswärtsbilanz: Wir sind deshalb so heimstark, weil wir die Spiele im BORUSSIA-PARK dominant gestalten, viel Ballbesitz haben, das Spiel kontrollieren, ein gutes Gegenpressing spielen und vorne mit sehr viel Entschlossenheit und Konsequenz den Abschluss suchen. Auswärts haben wir oft auch die Dominanz und den Ballbesitz, spielen es häufig auch gut, aber wir suchen im letzten Drittel nicht mit der Konsequenz, dem Mut und Selbstvertrauen den Torabschluss – was für eine junge Mannschaft aber durchaus normal ist, generell für alle Mannschaften. Wir haben schon in Bern oder in Leipzig etwas verändert, standen defensiv deutlich stabiler. Es ist auch immer die Frage, wie viele defensiv orientierte Spieler man bringt. Klar ist: Wir wollen einen attraktiven Fußball spielen lassen und die große Offensivstärke, die wir haben, nutzen. Aber wir müssen auch die Balance finden.

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