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NEWS: 15.02.2017

Der Gegner: AC Florenz

Der Gegner: AC Florenz
Borja Valero, Josip Ilicic und Mauro Bernardeschi gehören zu den tragenden Säulen im Spiel der Fiorentina. Foto: imago.

Am Donnerstagabend (19 Uhr) empfängt die Fohlenelf im Sechzehntelfinale der UEFA Europa League den AC Florenz. Wir stellen Borussias kommenden Gegner ausführlich vor.

Der Klub: Der AC Florenz gehört zu den traditionsreichsten italienischen Fußballvereinen. Der 1926 gegründete Klub wurde zweimal italienischer Meister (1956, 1969), gewann sechsmal den nationalen Pokal (1940, 1961, 1966, 1975, 1996, 2001) und einmal den Europapokal der Pokalsieger (1961). Die Fiorentina gehört bereits seit 1931 fast ununterbrochen der Serie A an. Sein dunkelstes Kapitel hatte der Verein zu Beginn der 2000er, als er wegen einer zu hohen Verschuldung in die Serie C zwangsabsteigen musste. Doch binnen zwei Jahren kehrte Florenz zurück in die Serie A. Seitdem hat sich der AC zu einem der italienischen Top-Klubs gemausert, der regelmäßig in den internationalen Wettbewerben vertreten ist. Die vergangenen vier Spielzeiten schloss er allesamt jeweils unter den besten Fünf ab. In der Saison 2014/15 erreichte Florenz zudem das Halbfinale der UEFA Europa League.

Formkurve: Die Generalprobe vor dem Auftritt im BORUSSIA-PARK ist dem AC Florenz geglückt: Am 24. Spieltag der italienischen Serie A schlug er Udinese Calcio klar mit 3:0. Damit zeigte die Mannschaft von Trainer Paulo Sousa eine positive Reaktion auf die vorangegangene 0:4-Pleite beim AS Rom. Mit insgesamt vier Siegen – darunter das 2:1 gegen Spitzenreiter Juventus Turin – einem Remis und einer Niederlage ist Florenz somit gut ins Jahr 2017 gestartet. In der Tabelle belegt die Viola aktuell mit 40 Punkten den achten Platz. Im nationalen Pokalwettbewerb ist der ACF durch ein 0:1 beim SSC Neapel ausgeschieden. In der Gruppenphase der UEFA Europa League hatte sich Florenz mit 13 Punkten souverän den Gruppensieg vor PAOK Saloniki (10), Qarabağ Ağdam (7) und Slovan Liberec (4) gesichert.

Trainer: Paulo Sousa ist seit Juni 2015 Cheftrainer der Fiorentina und führte seine Mannschaft in seiner ersten Saison auf Rang fünf der Serie A. Von den eigenen Fans wird der Portugiese, der 1997 als Spieler mit Borussia Dortmund die UEFA Champions League gewann, dennoch nicht geliebt. Sogar in der vergangenen Saison, als die Fiorentina zwischenzeitlich Tabellenführer war, kritisierten die Anhänger ihn. Sein einziges Vergehen ist, dass er früher für den Erzrivalen Juventus gespielt hat. Seine Trainerkarriere hatte der 51-fache portugiesische Nationalspieler Mitte 2007 als Co-Trainer der portugiesischen Nationalmannschaft begonnen. Im Anschluss war er bei den Queens Park Rangers, Swansea City, Leicester City, Videoton FC aus Ungarn, Maccabi Tel Aviv und dem FC Basel tätig.

System und Aufstellung: Trainer Sousa lässt seine Mannschaft meist in einem 4-2-3-1-System, häufig aber auch im 3-4-2-1 spielen. Im Tor setzt der Trainer auf den rumänischen Nationaltorwart Ciprian Tatarusanu. In der Innenverteidigung ist Kapitän Gonzalo Rodriguez als Abwehrchef gesetzt. Die beiden Außenpositionen in der Dreierkette können Nenad Tomovic, Carlos Sanchez und Davide Astori einnehmen. Auf der Doppelsechs kamen zuletzt Matias Vecino und der frühere HSV-Profi Milan Badelj zum Zug. Für die offensiven Außenbahnen hat Sousa die Wahl zwischen Maximiliano Martin Olivera de Andrea, Frederico Chiesa, Hrvoje Milic und dem ehemaligen FC Barcelona-Star Christian Tello. Im Sturmzentrum hat der Senegalese Khouma Babacar den kroatischen Torjäger Nikola Kalinic zurzeit den Rang abgelaufen. Dahinter streiten Spielmacher Borja Valero Iglesias, der slowenische Nationalspieler Josip Ilicic, Sebastian Christoforo und Federico Bernardeschi um die beiden verbleibenden Plätze in der Offensive.

Im Fokus: Federico Bernardeschi: Der Rechtsaußen ist für die kreativen Impulse und schnelle Angriffe über die Außenbahnen zuständig. In 23 Ligaspielen traf der 22-Jährige schon zehnmal und ist damit neben Nikola Kalinic der Top-Torjäger der Fiorentina. Gerade unter Paulo Sousa spielt Bernardeschi bei der Fiorentina eine zunehmend wichtigere Rolle. Stark am Ball, ist er auch mit einem guten Auge für die Mitspieler ausgestattet und weiß diese sowohl vom Flügel als auch von der Spielmacher-Position aus einzusetzen. Der siebenfache italienische Nationalspieler, dessen Vertrag in Florenz noch bis Mitte 2019 läuft, hat mit seinen starken Leistungen auch schon das Interesse mehrerer europäischer Top-Klubs geweckt. Die beiden Top-Klubs aus Manchester sowie Paris Saint-Germain, Real Madrid und der FC Barcelona werden mit dem Italiener in Verbindung gebracht. Bernardeschi bekannte sich zuletzt gegenüber italienischer Medien allerdings zu seinem aktuellen Arbeitgeber: "Ich habe den Gedanken im Kopf, meine Karriere im Fiorentina-Trikot zu beenden. Mal sehen, wie die Dinge in den kommenden Jahren laufen."

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