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Borussia News

NEWS: 05.03.2017

Erst taktisch diszipliniert, dann spektakulär

Erst taktisch diszipliniert, dann spektakulär
Jubel in strömendem Regen über einen tollen 4:2-Sieg.

Am Tag nach dem 4:2-Sieg gegen den FC Schalke 04 ist es ruhig im BORUSSIA-PARK: Die Mannschaft hat trainingsfrei und darf durchschnaufen, ehe es am Donnerstag in der Europa League erneut gegen die "Knappen" geht.

Irgendwie wollten sie gestern nach dem Schlusspfiff alle etwas von Fabian Johnson. Einen Tag zuvor Vater geworden, stand der US-Amerikaner gegen den FC Schalke 04 in der Startelf – es war die einzige Änderung im Vergleich zum DFB-Pokal-Spiel beim Hamburger SV (2:1) am vergangenen Mittwoch. Und die Art und Weise, wie Johnson spielte, machte ihn erst recht zum gefragten Mann: Zwei Tore hatte der 29-Jährige in diesem mitreißenden Flutlichtspiel erzielt, eines davon selbst mit einem genialen Absatzkick selbst eingeleitet. „Fabian hat das heute fantastisch gemacht“, sagte Trainer Dieter Hecking hinterher. Und so konnte sich Johnson nach dem furiosen 4:2-Sieg nicht einmal mit den Kollegen bei der Ehrenrunde feiern lassen: Es standen bereits kurz nach dem Abpfiff einige Live-Interviews auf dem Plan.

Zwölf Minuten, drei Tore

Johnsons 1:0 nach schöner Flanke von Patrick Herrmann war das Highlight einer von großer taktischer Disziplin geprägten ersten Halbzeit. „Wir Trainer waren mit den ersten 45 Minuten völlig zufrieden, weil die Mannschaft genau das umgesetzt hat, was wir von ihr gefordert hatten“, so Hecking, mit einer Ausnahme natürlich: der eigentlich unnötige Elfmeter, den Nabil Bentaleb sieben Minuten vor der Pause zum 1:1 verwandeln konnte. Nach der Pause und einer ausgeglichenen ersten Viertelstunde entwickelte sich in strömendem Regen etwas, das Hecking hinterher „Spektakel“ nennen sollte: Zwölf Minuten, in denen den Borussen in der Offensive alles gelingen wollte und in denen die Mannschaft auf 4:1 davon zog. Zwölf Minuten, die Schalke das Genick gebrochen haben. Deren Trainer Markus Weinzierl sagte hinterher: „In dieser Phase waren wir fahrlässig, da haben wir Dinge gemacht, die anders besprochen waren.“

"Fantastisch herausgespielt"

Sein Mönchengladbacher Kollege Hecking hingegen sah in der 64. Minute ein „fantastisch herausgespieltes“ 2:1 durch Johnson, der den Ball nach genialem Raffael-Pass mit der Hacke auf Lars Stindl abgelegt hatte, von diesem sofort wieder mit präzisem Zuspiel bedient wurde und sicher abschloss. „Bei diesem Tor wurden die Räume perfekt ausgenutzt, es waren alle in Bewegung – das war ein Tor, wo das Herz auch mal höher schlägt“, so der VfL-Coach. Ähnlich gefallen haben dürfte ihm das 3:1, als Raffael blitzschnell mit einem Querpass das Spiel auf die andere Seite verlagerte, Mo Dahoud den weit aufgerückten Oscar Wendt bediente, und dieser eiskalt abschloss. Beim 4:1 in der 76. Minute wurde Raffael vom eingewechselten Tobias Strobl präzise bedient und belohnte sich für seine gute Leistung. Der 4:2-Anschlusstreffer der Schalker durch Goretzka kam letztlich zu spät, um den vierten Pflichtspielsieg in Serie zu gefährden.

Laufleistung: 124,57 Kilometer

Der Auftakt der „Schalker Wochen“ endete also mit einem Sieg, und schon in vier Tagen treffen sich beide Mannschaften zum Hinspiel im Achtelfinale der Europa League wieder. „Wir dürfen dieses 4:2 nicht zu hoch hängen“, warnte Hecking. „Denn ich weiß: Das, was wir gespielt haben, kann Schalke auch. Wir haben lange ein enges Spiel gesehen, und das erwarte ich auch wieder am Donnerstag. Es geht wieder bei 0:0 los.“

Borussia bleibt mit fünf Siegen aus sechs Bundesligaspielen das beste Team der Rückrunde und ist bis auf einen Punkt an den siebtplatzierten 1. FC Köln herangerückt. Gleichwohl hat dieser Erfolg viel Kraft gekostet: Die „Fohlen“ sind 124,57 Kilometer marschiert – das ist wieder einmal Spieltags-Bestwert, und nur die ebenfalls sehr fleißigen Schalker (121,79 km) können da ansatzweise mithalten. Umso mehr freut sich Hecking, dass er seiner Mannschaft nach dem Sieg zwei Tage frei geben konnte, ehe am Dienstag die Vorbereitung auf das Europa League-Hinspiel beginnt. Hecking: „Es ist wichtig für die Jungs, dass sie auch mal was anderes sehen als Mannschaftshotels und Fußballplätze.“

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