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Borussia News

NEWS: 10.03.2017

Eine ordentliche Ausgangslage

Eine ordentliche Ausgangslage
So jubelten die Borussen nach dem zwischenzeitlichen Führungstreffer.

Das 1:1 im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Europa League beim FC Schalke 04 werteten die Borussen als ordentliche Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche. In einem waren sich aber auch alle einig: Das deutsch-deutsche Duell ist nach wie vor vollkommen offen.

Sichtlich abgekämpft schritten die Borussen nach dem Abpfiff zur Gästekurve, um sich bei den rund 5.500 mitgereisten VfL-Fans für die lautstarke Unterstützung in den 90 Minuten zuvor zu bedanken. „Das Spiel hat richtig Kraft gekostet. Wir mussten ein hartes Stück Arbeit verrichten“, räumte Tony Jantschke ein. Insbesondere in der Schlussphase hatten die Schalker viel Druck erzeugt und die Borussen tief in die eigene Hälfte gedrängt. Doch mit Glück und Geschick sowie einem überragenden Yann Sommer zwischen den Pfosten verteidigte die Fohlenelf das 1:1 und sicherte sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Donnerstag (21.05 Uhr) im BORUSSIA-PARK. "Wir haben es nicht so gut zu Ende gespielt wie am Samstag und hatten in der einen oder anderen Szene Glück. Deshalb nehmen wir das Resultat gerne mit", sagte Kapitän Lars Stindl.

Hofmann erzielt sein erstes Tor

Zu Beginn sah es noch so aus, als könnten die Borussen nahtlos an die starke zweite Hälfte des Bundesligaspiels am vergangenen Wochenende anknüpfen. Gleich der erste gute Angriff brachte das 1:0. Fabian Johnson eroberte im Mittelfeld den Ball, Stindl übernahm und setzte Jonas Hofmann mit einem Pass genau in die Schnittstelle der Schalker Abwehr gekonnt in Szene. Der 24-Jährige behielt vor Schalke-Keeper Ralf Fährmann die Nerven und sorgte mit seinem ersten Pflichtspieltreffer für Borussia für die frühe Führung. Das Tor gab der Fohlenelf noch mehr Sicherheit, sie erlangte die Spielkontrolle und war eigentlich der klare Chef im Ring – allerdings nur bis zur 25. Minute. Raffael wurde im Mittelfeld unsanft vom Ball getrennt. Schiedsrichter Björn Kuipers ließ weiterspielen – und Schalke nutzte die dadurch entstehende Unordnung in der Gladbacher Hintermannschaft zum zu diesem Zeitpunkt überraschenden Ausgleich durch Guido Burgstaller.

„Es hätte sich niemand beschweren können, wenn gepfiffen worden wäre, aber wir haben es danach auch nicht gut verteidigt“, bemerkte Sportdirektor Max Eberl. Schalke schaltete blitzschnell um, und nach einem Pass von Leon Goretzka konnte Timothée Kolodziejczak, der den verletzten Abwehrchef Andreas Christensen (Rückenprobleme) ersetzte, Burgstaller nicht mehr am Torabschluss hindern. „Für Kolo war es nicht einfach. Ihm war anzumerken, dass er länger nicht mehr gespielt hat und ihm noch ein wenig die Spielpraxis fehlt“, sagte Eberl. „Die erste Hälfte war durchwachsen. Im zweiten Durchgang hat er deutlich besser verteidigt. Er braucht einfach noch etwas Eingewöhnungszeit und gute Szenen, um sich Selbstvertrauen zu holen.“

Sommer ein fantastischer Rückhalt

Nach dem Ausgleich ging die Überlegenheit der Fohlenelf ein wenig verloren, wobei sie auch weiterhin die Kontrolle über das Spiel hatte. „Schalke hatte mehr Torschüsse als wir, aber was die Zahl der klaren Chancen angeht, war es recht ausgeglichen. Von den Spielanteilen und der Struktur her waren wir über weite Strecken die bessere Mannschaft“, befand Trainer Dieter Hecking. Erst in den letzten 20 Minuten geriet der VfL mehr und mehr unter Druck. Allen voran der eingewechselte Eric Maxim Choupo-Moting sorgte für mächtig Unruhe. „Wir haben zum Ende hin den Ball nicht gut laufen lassen und den Gegner dadurch zu Chancen eingeladen“, monierte Tony Jantschke. Doch in Sommer hatte Borussia einen fantastischen Rückhalt, dreimal konnte er sich in der Schlussphase auszeichnen und bewahrte sein Team damit vor einem weiteren Gegentreffer. „Yann ist schon seit Wochen in einer überragenden Form und hat das auch gestern wieder gezeigt“, bestätigte Eberl.

Mit dem 1:1 zeigte sich Trainer Hecking unter dem Strich zufrieden. „Es war intensives Spiel zweier Mannschaften, die mit offenem Visier gespielt haben. Es war uns klar, dass es schwer wird, weil Schalke ein anderes Gesicht zeigen wird, daher können wir mit dem Ergebnis gut leben.“ Die Ausgangslage vor dem Rückspiel am kommenden Donnerstag ist klar: Die Schalker müssen im BORUSSIA-PARK mindestens ein Tor schießen, um noch ins Viertelfinale einzuziehen. „Es wird noch einmal eine Menge Arbeit auf uns zukommen“, ist Hecking überzeugt. „Auf neutralem Platz wären die Chancen im Rückspiel 50:50. Da wir ein Heimspiel haben, stehen sie nun vielleicht 51:49 für uns.“ Eberl pflichtete ihm bei: „Wir fahren mit einem guten Ergebnis nach Hause, wissen aber, dass wir es im Rückspiel besser machen müssen. Es wird eine schwierige Aufgabe, aber wir spielen zu Hause vor unseren eigenen Fans. Entsprechend haben wir eine gute Chance, eine Runde weiterzukommen.“

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