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Borussia News

NEWS: 17.03.2017

Eine bittere Enttäuschung

Eine bittere Enttäuschung
Nach dem Abpfiff war die Enttäuschung bei den Borussen groß.

Obwohl die Fohlenelf keines der beiden Duelle gegen den FC Schalke 04 verloren hat, ist sie im Achtelfinale der UEFA Europa League gescheitert. Vor allem die Art und Weise, wie das Aus beim 2:2 im gestrigen Rückspiel zustande kam, verärgerte die Borussen.

Während die Spieler niedergeschlagen in der Kabine saßen und mit sich und der Fußballwelt haderten, hatte Trainer Hecking seine Fassung bereits wiedergefunden. Obwohl es tief in ihm drin selbstverständlich auch brodelte, zeigte er sich unmittelbar nach dem Abpfiff als äußerst fairer Sportsmann. „Wir haben zwei tolle Europapokalabende mit zwei gleichwertigen Mannschaften erlebt – mit dem besseren Ende für die Schalker“, sagte Hecking. „Gratulation, dass sie es geschafft haben, ins Viertelfinale einzuziehen. Uns war es leider nicht vergönnt, weil wir eine Phase im Spiel hatten, in der wir es aus der Hand gegeben haben.“

Mit einer 2:0-Führung waren die Borussen nach den beiden Treffern von Andreas Christensen und Mahmoud Dahoud in die Halbzeit gegangen. Alle Zeichen deuteten darauf hin, dass der VfL erstmals nach 21 Jahren wieder in einem europäischen Wettbewerb in die Runde der letzten Acht vorstoßen können wird. Doch nach dem Wechsel wendete sich plötzlich das Blatt. Die Gäste kamen sehr entschlossen aus der Kabine und drängten mit Vehemenz auf den Anschlusstreffer. „Schalke hat viel Druck gemacht. Wir hatten nicht mehr die Ordnung und konnten in dieser Phase nicht dagegen angehen“, monierte Hecking.

Platzfehler und Elfmeterpfiff

Dennoch war die Art und Weise, wie die „Knappen“ erst zum Anschlusstreffer und wenig später auch noch zum Ausgleich kamen, frustrierend. Ein harmloser Distanzschuss von Leon Goretzka sprang auf dem neu verlegten Rasen ungewöhnlich hoch auf und flog über Yann Sommers Arme hinweg ins Tor. „Früher auf dem Acker, wo ich noch gespielt habe, kam so etwas öfter mal vor“, übte sich Hecking in Galgenhumor. Einen Vorwurf machte er wegen des Platzfehlers aber niemandem. „Der Rasen war nicht mehr im besten Zustand. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, ihn zu wechseln. Dass uns das zum Verhängnis wurde, damit war natürlich nicht zu rechnen.“

Mindestens genauso bitter wie der Platzfehler war der Elfmeterpfiff vor dem 2:2. Eine Flanke von der linken Seite köpfte Tobias Strobl weg. Mahmoud Dahoud bekam den Ball im Strafraum an die Schulter. Obwohl er seinen Arm sogar noch wegzog, entschied Schiedsrichter Mark Clattenburg auf Handelfmeter. „Die Situation ist aus meiner Sicht unstrittig: Es war kein Elfmeter“, sagte Hecking und erntete damit nicht einmal von Seiten des Gegners Widerspruch. „Wahrscheinlich war es kein Elfer“, sagte Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes zu der umstrittenen Szene. Nichtsdestotrotz ließen sich die Gäste die Chance natürlich nicht nehmen, Nabil Bentaleb verwandelte den fälligen Strafstoß zum 2:2.

„Der Punch hat gefehlt“

Borussia ließ sich von diesem doppelten Rückschlag nicht entmutigen und warf in der Schlussphase alles nach vorne. Mit Ausnahme eines gefährlichen Fernschusses von Dahoud fehlte in mehreren Situationen jedoch die letzte Präzision. „Wir haben uns nach dem Ausgleich recht schnell wieder gefangen und hatten hinten heraus noch die Möglichkeit, das dritte Tor zu machen“, analysierte Hecking. „In zwei, drei Situationen hätten wir konsequenter zum Abschluss kommen müssen. Das ist uns leider nicht gelungen, weil uns der Punch gefehlt hat.“

So stand nach 94 intensiven Minuten Borussias Ausscheiden fest. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles rausgehauen und mit großer Leidenschaft versucht, das Ding noch zu drehen“, sagte Hecking und bilanzierte: „Alles in allem waren es sehr unglückliche Umstände, die zu dem bitteren Aus geführt haben. Doch so ist der Fußball – und das müssen wir bei aller Enttäuschung akzeptieren und versuchen nach vorne zu schauen.“

Viel Zeit zum Wunden lecken bleibt den Borussen nicht. Bereits am Sonntag (17.30 Uhr) wartet in der Bundesliga mit dem FC Bayern München die nächste große Herausforderung auf sie. Und als wäre diese Aufgabe nicht ohnehin schon schwierig genug, drohen nun auch noch weitere personelle Ausfälle. Fabian Johnson musste gestern bereits nach einer Viertelstunde wegen einer Muskelverletzung ausgewechselt werden, Christoph Kramer schied mit einer Knieverletzung zur Halbzeit aus. „Wir haben im Moment wirklich Verletzungspech“, sagte Hecking. „Aber wir können es nicht ändern. Wir müssen am Sonntag noch einmal versuchen, alle Kräfte zu bündeln, bevor wir dann in der Länderspielpause mal etwas durchschnaufen können."

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