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NEWS: 17.03.2017

"Wollen ein unangenehmer Gegner sein"

"Wollen ein unangenehmer Gegner sein"
Trainer Dieter Hecking

In der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel am Sonntag (17.30 Uhr) gegen den FC Bayern München sprach Trainer Dieter Hecking über…

…die personellen Ausfälle: Christoph Kramer ist im Rasen hängen geblieben und hat sich dabei am Innenband verletzt. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Mahmoud Dahoud hat muskuläre Probleme im Oberschenkel. Sie sind nicht ganz so extrem wie bei Fabian Johnson, der ja sogar ausgewechselt werden musste. Aber Entwarnung kann ich auch bei Mo noch nicht geben, auch bei ihm müssen wir die MRT-Untersuchung abwarten. Lars Stindl klagt ebenfalls noch über muskuläre Probleme. Ob diese Verletzungen auf die hohe Belastung zurückzuführen sind, ist schwer zu sagen. Aber klar ist, dass wir uns in den vergangenen Wochen nicht schonen konnten und in jedem Spiel an unser Limit gehen mussten. Da wir auch in dieser Zeit schon einige Ausfälle hatten, konnten wir nicht so rotieren wie gewünscht. Verletzungen sind nie schön, aber sie gehören zum Sport dazu und geben nun anderen Spielern die Chance, sich zu zeigen.

…die Lehren aus dem Spiel gegen Schalke: Natürlich haben mit dem Platzfehler und dem fragwürdigen Elfmeter zwei unglückliche Umstände zu dem Aus geführt. Doch damit beschäftige ich mich nicht weiter, sondern konzentriere mich auf die Dinge, die wir beeinflussen können. Wir hatten unmittelbar nach der Pause eine Phase im Spiel, die mir überhaupt nicht gefallen hat. Da haben wir wenig Fußball gespielt und den Gegner stark gemacht, indem wir viele Standards verursacht haben. Schalke hatte in dieser Phase zwar kaum klare Chancen, trotzdem hatte man das Gefühl, dass bald ein Gegentor fallen könnte. Zudem hatten wir mehrere Konter, bei denen wir im letzten Moment die falsche Entscheidung getroffen haben. Über all diese Dinge haben wir mit der Mannschaft gesprochen, damit wir es beim nächsten Mal besser machen.

…die Nachwirkungen des Europapokal-Ausscheidens: Die Mannschaft darf heute noch enttäuscht sein. Es ist mehr als menschlich, dass die Spieler heute noch durchhängen und der großen Chance nachtrauern. Aber Niederlagen schnell zu verarbeiten, gehört im Sport dazu. Und wir haben die Gelegenheit, in zwei Tagen wieder spielen zu können. Die Enttäuschung muss bis dahin aus den Köpfen, das ist jetzt unsere Aufgabe. Aber die Mannschaft macht ohne Wenn und Aber einen stabilen Eindruck. Und wer so arbeitet und leidenschaftlich spielt, wird sich auch wieder belohnen – vielleicht schon am Sonntag.

…das bevorstehende Spiel gegen den FC Bayern: Jeder freut sich auf diese Partie, denn man kann sich mit den besten Spielern Europas messen. Dass wir in der Außenseiterrolle sind, brauche ich nicht extra betonen. Nichtsdestotrotz war Borussia in den vergangenen Jahren immer ein unangenehmer Gegner für die Bayern – und das wollen wir auch Sonntag wieder sein, ganz egal wie die personelle Lage bei uns aussieht. Klar brauchen wir auch eine Portion Glück, was uns in den beiden zurückliegenden Partien etwas gefehlt hat. Aber so etwas gleicht sich im Laufe einer Saison eigentlich immer irgendwie aus.

...die taktische Marschroute: Wenn man sich gegen die Bayern nur hinten reinstellt, wird es nicht gutgehen. Wir werden deshalb versuchen, unseren Spielstil einzubringen und auch selbst nach vorne spielen. Wie viele Möglichkeiten man gegen diesen Gegner bekommt, liegt vor allem an ihm selbst. Es gibt Phasen, in denen auch die Münchener ihren Gegnern Räume geben und am Spiel teilnehmen lassen. Sie haben aber eine so große individuelle Qualität, dass manchmal eine Aktion eines einzelnen Spielers reicht, um eine Partie in ihre Richtung zu drehen. Und diese Qualität haben sie wie kein anderes Team in der Bundesliga. Du kannst gegen die Bayern einen überragenden Tag erwischen und trotzdem verlieren.

...die Entwicklung von Josip Drmic: Ich finde es schade, dass der eine oder andere Josip nach einer sehr langen Verletzungspause nicht die nötige Zeit gibt, um sich wieder ran zu arbeiten. Er arbeitet unheimlich viel für die Mannschaft. In den vergangenen beiden Spielen hat er je eine große Chance nicht genutzt. Danach hatte er vielleicht nicht mehr die letzte Überzeugung, weil er an sich selbst den Anspruch hat, solche Dinger zu nutzen. Josip hat eine lange Zeit gebraucht, um wieder dieses Niveau zu erreichen. Er hat den Anschluss an die Mannschaft hergestellt, jetzt braucht er einfach ein Erfolgserlebnis. Dass er noch Luft nach oben hat, weiß er selbst, dennoch hat er in den letzten Wochen eine sehr positive Entwicklung genommen. Ich erwarte von ihm, dass er jetzt nicht den Kopf hängen lässt, sondern weiter hart an sich arbeitet, um im Saisonendspurt noch das eine oder andere wichtige Tor für uns zu erzielen.

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