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Borussia News

NEWS: 20.03.2017

Alles gegeben, doch es hat nicht gereicht

Alles gegeben, doch es hat nicht gereicht
Borussia zeigte gegen den FC Bayern vollen Einsatz, doch am Ende reichte es nicht zu etwas Zählbarem.

Trotz der jüngsten Rückschläge und neuen Verletzten warf Borussia gegen den FC Bayern München noch einmal alles in die Waagschale. Doch gegen die Klasse des Rekordmeisters reichte es am gestrigen Sonntag nicht zu Zählbarem.

Die Ordner waren überrascht. „So früh waren wir noch nie fertig“, konstatierten die Sicherheitsleute im Bauch des BORUSSIA-PARK und schlossen bereits eine Stunde nach Abpfiff der Partie gegen den FC Bayern München die Türen zu den Umkleidekabinen und zur Mixed Zone. Denn beide Mannschaften hatten es nach Spielschluss eilig gehabt: Die Bayern mussten ihren Flieger in Richtung Heimat bekommen, den Borussen war ebenfalls daran gelegen, sich zügig in die Länderspielpause zu verabschieden. Denn trotz der zurückliegenden kräftezehrenden Wochen, trotz des jüngsten Ausscheidens in der UEFA Europa League und trotz einiger neuer Verletzter hatte die Fohlenelf das Spiel gegen den deutschen Rekordmeister bis zum Ende offen gehalten, war nach 90 Minuten und einer 0:1-Niederlage jedoch mit leeren Händen dagestanden. „Wir haben nach dem Ausscheiden am Donnerstag nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern haben mit breiter Brust gespielt. Wir können mit erhobenem Haupt vom Platz gehen, aber am Ende ist es eine Niederlage“, fasste Tobias Strobl die Lage zusammen.

Kein Risiko bei Dahoud

Trainer Dieter Hecking hatte seine Mannschaft gegen den FC Bayern im Vergleich zum Schalke-Spiel am Donnerstag auf vier Positionen verändert – auch, weil er musste. Denn Christoph Kramer und Fabian Johnson hatten sich im Europa League-Achtelfinale verletzt und auch Mahmoud Dahoud hatte sich in dem Spiel eine Blessur zugezogen, die einen Einsatz gegen den Tabellenführer unmöglich machte. „Mo hat es am Sonntagmorgen versucht. Er war im BORUSSIA-PARK und hat mit Rehatrainer Andy Bluhm einen Belastungstest gemacht“, berichtete Hecking. Allerdings: „Mo hat bei jedem Schritt etwas gemerkt. Da war mir das Risiko einfach zu groß. Hätte er gespielt, wäre die Gefahr da gewesen, dass er danach vier oder fünf Wochen ausfällt. Das können wir uns nicht erlauben.“ So wählte Borussias Trainer eine defensive Doppel-Sechs mit Strobl und Tony Jantschke.

Kurz nach Spielbeginn tauchte Jantschke jedoch in der Offensive auf und vergab nach drei Minuten Borussias beste Gelegenheit, als sein Schuss nach einem Eckball aus kurzer Distanz noch abgeblockt wurde und übers Tor ging. In der Folge fand sich die Fohlenelf jedoch zumeist in der eigenen Hälfte wieder: Bayern ließ den Ball in den eigenen Reihen kreisen, suchte die Lücken und fand sie auch das ein oder andere Mal. Doch zunächst flog der Ball entweder knapp am Tor vorbei oder Yann Sommer war zur Stelle und hielt herausragend. Nach einer guten Stunde war Borussias Keeper dann jedoch machtlos, nachdem Thiago den Ball in den Strafraum gelupft und Müller freistehend leichtes Spiel hatte.

Mehrere Konterchancen

Trotz des Rückstandes und der spielerischen Überlegenheit der Bayern war während der 90 Minuten jedoch immer das Gefühl da, dass vielleicht doch etwas gehen könnte gegen den Tabellenführer. Der Grund: die guten Kontergelegenheiten von Borussia. Ein ums andere Mal schaltete die Hecking-Elf schnell um und spielte sich zügig vor den Kasten von Manuel Neuer. Allein: Entweder kam der letzte Pass nicht an oder der Abschluss verfehlte sein Ziel. „Wenn wir die Konter mit mehr Überzeugung gespielt hätten, hätten wir den einen oder anderen Abschluss mehr haben können. Wir sind zu überhastet gewesen, um es sauber auszuspielen. Daran müssen wir arbeiten“, sagte Hecking. Und auch Yann Sommer befand: „Wenn wir in den Details noch genauer gewesen wären, dann hätten wir vielleicht einen Punkt mitgenommen.“ Borussias Keeper betonte jedoch auch: „Wir haben viel investiert und gekämpft gegen eine super Mannschaft. Man kann uns nichts vorwerfen – außer, dass wir kein Tor gemacht haben.“

Bénes mit Bundesligadebüt

Einen Lichtblick gab es jedoch noch: Borussias 19-jähriger Nachwuchsspieler László Bénes feierte sein Bundesligadebüt, wurde in der 81. Minute für André Hahn eingewechselt und zeigte in den letzten zehn Minuten, über welches Potenzial er verfügt. „Er hat sich sehr gut präsentiert. Er ist unbekümmert und frech, ein Spieler, der von der Sechser-Position aus sehr viel Gutes bewegen kann“, lobte Hecking. Und Borussias Trainer blickte voraus: „Er ist durch den Ausfall von Christoph Kramer näher herangerückt an die Mannschaft. Er hat uns ein gutes Gefühl gegeben, mit dem, was er gezeigt hat. László hat deutlich die Nase herausgestreckt.“

Zeit zum Durchatmen

Nachdem die Borussen am Sonntagabend zügig das Stadion verlassen hatten, mussten sie am heutigen Montagmorgen noch mal zum Auslaufen in den BORUSSIA-PARK kommen. Jannik Vestergaard, Andreas Christensen, Yann Sommer, Nico Elvedi, Josip Drmic, Thorgan Hazard, Djibril Sow und László Bénes sind nun mit ihren Nationalmannschaften unterwegs, der Rest der Fohlenelf hat erst einmal zwei Tage trainingsfrei. Im Ligabetrieb geht es erst wieder am 1. April mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt weiter. „Die Pause tut uns ganz gut jetzt. Danach werden wir wieder drei oder vier personelle Alternativen mehr haben“, sagte Hecking.

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