NEWS: 01.04.2017

Borussia verlängert Vertrag mit Max Eberl

Borussia verlängert Vertrag mit Max Eberl
Sportdirektor Max Eberl

Der VfL hat den Vertrag mit Sportdirektor Max Eberl bis 2022 verlängert.

Max Eberl bleibt auch in den kommenden Jahren bei Borussia. Der 43 Jahre alte Sportdirektor unterzeichnete einen neuen, bis Juni 2022 datierten Vertrag beim VfL. „Wir haben in den vergangenen Jahren einen sehr erfolgreichen Weg eingeschlagen und wir haben noch viel vor. Max Eberl ist der maßgebliche Faktor unseres sportlichen Aufschwungs und ein ganz wesentlicher Bestandteil unserer Planungen für die Zukunft. Den Vertrag mit ihm zu diesem Zeitpunkt um fünf Jahre zu verlängern, war für uns von strategischer Bedeutung“, so Borussias Präsident Rolf Königs.

„Es gab in den vergangenen Monaten viele Gerüchte und Spekulationen um meine Person. Während dieser Zeit haben wir uns bei Borussia immer offen und vertrauensvoll ausgetauscht, dafür möchte ich dem Präsidium und Geschäftsführer Stephan Schippers sehr danken“, so Sportdirektor Max Eberl. „Borussia Mönchengladbach ist mein Verein, ich arbeite hier in einem tollen Team mit Cheftrainer Dieter Hecking und Chefscout Steffen Korell und bin voller Tatendrang für die vor uns liegenden Aufgaben.“

Bereits seit mehr als 18 Jahren bei Borussia

Max Eberl steht bereits seit mehr als 18 Jahren bei Borussia unter Vertrag. Im Januar 1999 kam er als Spieler zum VfL. Der gebürtige Niederbayer wechselte damals von der Spielvereinigung Greuther Fürth an den Niederrhein. Zuvor spielte der Rechtsverteidiger beim VfL Bochum sowie beim FC Bayern München. In der Jugend wurde Eberl 1989 mit den Bayern Deutscher B-Juniorenmeister. In seinen sechs Jahren beim VfL absolvierte Eberl 137 Partien in der 1. und 2. Bundesliga. Ein Tor gelang ihm dabei nicht, zwei Treffer bereitete er in dieser Zeit aber vor.

Im Anschluss an seine aktive Karriere war Eberl, der eine Weiterbildung zum Sportfachwirt erfolgreich abgeschlossen hat, ab Januar 2005 als Nachwuchskoordinator bei Borussia tätig. Mit dem Amtsantritt des damaligen Trainers Hans Meyer im Oktober 2008 übernahm er den Posten des Sportdirektors von Christian Ziege. Im Sommer 2010 rückte er außerdem in die Geschäftsführung der Borussia Mönchengladbach GmbH auf und hatte maßgeblichen Anteil an der sportlichen Entwicklung des Vereins bis zur mehrmaligen Teilnahme an der UEFA Champions League.

Max Eberl äußerte sich nach der Vertragsunterzeichnung über…

…die Gründe für seine Entscheidung: Ich arbeite seit über zwölf Jahren in einer administrativen Tätigkeit hier, also länger, als ich als Spieler bei Borussia war. Ich durfte in dieser Zeit einiges begleiten und bewegen. Diesen Weg möchte ich weiter gehen und weiter Dinge bewegen. Es gab eine Menge Spekulationen und Gerüchte um meine Person. Ich habe aber immer gesagt, dass ich bei einem großartigen Klub arbeiten darf, mich hier unglaublich wohl fühle und es unglaublich schätze, was ich hier habe. Außerdem habe ich immer gesagt, ich würde mit Borussia gerne mal etwas Blechernes in der Hand halten. Und das habe ich bis jetzt noch nicht. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, zu verlängern.

…den Zeitpunkt der Vertragsverlängerung: Wir haben bewusst gesagt, dass wir die Länderspielpause nutzen wollen, um Entscheidungen zu fällen. Das haben wir bei Mo Dahoud gemacht, und ich habe mich jetzt auch dazu entschieden, den Vertrag bei Borussia zu verlängern. Jetzt gilt es, weitere Verträge zu verlängern und neue Spieler für die neue Saison zu finden. Aber am wichtigsten ist es jetzt, die nächsten neun Wochen in der Bundesliga und im DFB-Pokal bestmöglich zu gestalten. Wir haben bis jetzt eine sehr aufregende Saison mit einigen Höhen und Tiefen hinter uns. Wir haben die Chance, diese Saison mit Höhen zu beenden. In der Bundesliga haben wir keine leichte Ausgangslage, es sind fünf bis sechs Punkte, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Wir spielen jetzt gegen vier Mannschaften, die aktuell auf den Plätzen vier, fünf, sechs und sieben stehen. Es gibt also die Chance, gegen direkte Konkurrenten zu punkten. Wichtig ist außerdem, dass wir uns auch von unten weiter entfernen. Und im April haben wir dann mit dem Pokal-Halbfinale gegen Frankfurt ein kleines Finale, um ins richtige Finale einzuziehen. Dafür wollen wir uns in den nächsten Wochen Selbstbewusstsein holen.

…die Stadt und den Verein: Ich habe das Gefühl, dass es der richtige Ort für mich ist. Ich bin hier heimisch geworden, mein Sohn ist hier geboren, meine Frau fühlt sich sehr wohl. Mönchengladbach und Borussia sind für mich Heimat geworden. Das ist ein wichtiger Aspekt für mich. Ich muss mich wohl fühlen bei einem Verein. Und ich bin jetzt über 18 Jahre hier – daran erkennt man, dass ich mich sehr, sehr wohl fühle bei Borussia. Wenn es jetzt wirklich noch fünf Jahre mehr würden, wäre das eine große Ehre.

…den Weg von Borussia: Ich weiß, dass es für uns in Mönchengladbach Grenzen gibt. Aber ich weiß auch, dass es immer wieder Chancen gibt. Der Verein hat sich in den vergangenen Jahren einen besonderen Stellenwert erarbeitet, weil wir junge Spieler finden, mit ihnen arbeiten und sie entwickeln. Natürlich müssen wir sie dann leider oft auch verkaufen. Trotzdem haben wir die Möglichkeit, das Geld wieder investieren zu können, um wieder neue Talente zu finden und einen neuen Weg zu gehen. Das ist ein Stück weit eine Sisyphos-Arbeit. Aber es macht unglaublich viel Freude. In den vergangenen vier Jahren hatten wir tolle Erlebnisse und tolle Pflichtspielgegner im BORUSSIA-PARK. Das zeigt, dass man mit diesem Weg erfolgreich sein kann. Aber es zeigt auch, dass ich nicht umsonst von Einstelligkeit rede. Ich weiß, dass es der ein oder andere Fan nicht mehr hören kann. Aber das ist für uns auf unserem Weg wichtig: stabil in dieser Region zu bleiben, um auf dieser Basis außergewöhnliche Erfolge haben zu können. Dafür braucht es Zeit. Damals, als wir Platz vier erreicht haben, haben wir in Marco Reus, Dante und Roman Neustädter drei wichtige Spieler verloren. Wir wurden im Jahr darauf Achter und haben im Jahr darauf dann die nächste Serie gestartet. Das sind immer wieder neue Projekte. Mahmoud Dahoud zu ersetzen, wird nun das nächste Projekt sein.

…Neuverpflichtungen: Wir haben Ideen und Namen im Kopf. Diese versuchen wir jetzt umzusetzen. Aber wir haben auch Vorarbeit geleistet: Ein László Bénes, der seine ersten Schritte gemacht hat, kann ein Kandidat sein. Jonas Hofmann kann ein Kandidat sein, was die Achter-Position betrifft. Mamadou Doucouré ist ein Spieler, der diese Saison leider abhaken muss, weil er verletzt war, aber auf den wir ab dem Sommer hoffen. Wir haben also schon einige Spieler in der „Pipeline“, die schon bei uns sind. Aber wir werden natürlich auch gucken, was extern möglich ist.

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