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NEWS: 26.04.2017

Fragen & Antworten zur Zerstörung der Ultra-Choreo

Fragen & Antworten zur Zerstörung der Ultra-Choreo

Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers und der Fanbeauftragte Thomas Weinmann beantworten Fragen zur geplante Nordkurven-Choreo, die vor dem gestrigen Pokalspiel zerstört worden war.

Rund um das DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt am gestrigen Abend gab es Aufregung um die geplante Nordkurven-Choreo der Borussia-Ultras, die am Tag vor dem Spiel bei Reinigungsarbeiten im Stadion von Mitarbeitern des städtischen Dienstleisters mags zerstört worden war. Geschäftsführer Stephan Schippers und der Fanbeauftragte Thomas Weinmann beantworten in diesem Interview die bei den Fans und Medien aufgekommenen Fragen an den Verein.

Wann ist die Choreographie zerstört worden?

Stephan Schippers: Die Ultras haben am Sonntag im Stadion ihre Choreo vorbereitet und sie dann offenbar im Oberrang der Nordkurve gelagert. Am frühen Montagmorgen, als mags-Mitarbeiter das Stadion nach dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund gereinigt haben, ist sie leider zerstört worden. Die mags hat sich inzwischen bei uns dafür entschuldigt, dass das passiert ist.

Ist es üblich, dass eine fertige Choreo im Stadion gelagert wird, bevor dort gereinigt wurde?

Thomas Weinmann: Nein, normalerweise geschieht dies nach den Reinigungsarbeiten. Das war aber diesmal wegen der kurz aufeinander folgenden Spiele gegen Dortmund und Frankfurt nicht möglich. Weil viele der Ultras berufstätig sind oder am Montag zur Schule mussten, konnten sie das nur am Sonntag machen. Die mags benötigt sonst zweieinhalb Tage für die Reinigung des Stadions, diesmal musste alles am Montag passieren. Und da lag die Choreo schon im Stadion.

Wusste Borussia, dass die Ultras an der Choreo arbeiten?

Thomas Weinmann: Ja, die Choreo ist bei uns im Stadionbetrieb angemeldet worden und wir Fanbeauftragte wurden auch gebeten, dafür zu sorgen, dass die Nordkurve am Sonntag geöffnet wird. Das hat dann unser Ordnungsdienst auch wie gewünscht übernommen.

Haben die Ultras Borussia darauf aufmerksam gemacht, dass sie die fertige Choreo in der Nordkurve gelagert haben?

Thomas Weinmann: Nein, nicht explizit. Vielleicht hätten wir uns das denken können, aber wir sind lediglich gefragt worden, wann die Reinigungsarbeiten abgeschlossen sind und haben geantwortet, dass dies am Montagnachmittag der Fall sein würde. Die Antwort war ein „Ok“, entsprechend sind wir davon ausgegangen, dass – wie sonst auch üblich – die Choreo nach Abschluss der Reinigungsarbeiten am Montagabend in die Nordkurve gebracht wird.

Verstehen Sie den Frust der Ultras und was sagen Sie zu dem Vorwurf, Borussia bringe der Arbeit an einer Choreo nicht genug Wertschätzung entgegen?

Stephan Schippers: Natürlich verstehen wir den Ärger. In der Choreo steckt die Arbeit von zwei Wochen, dazu noch Kosten, für die wir gerne aufkommen werden. Der Vorwurf, dass wir die Arbeit an einer Choreo nicht wertschätzen, ist aber abstrus. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass die Ultras bei diesem so wichtigen Spiel für unseren Verein wieder eine Choreo präsentieren und der Ärger über die Zerstörung der Choreo war bei uns genau so groß wie bei den Ultras. Wir haben am Montag noch angeboten, mit allen Mitarbeitern der Geschäftsstelle mitzuhelfen, die Choreo zu reparieren, doch dies war nach Aussage der Ultras in der kurzen Zeit und aufgrund des Ausmaßes der Zerstörung nicht mehr möglich. Wir ziehen uns durchaus den Schuh an, dass bei unseren Mitarbeitern vielleicht ein bisschen zu viel davon ausgegangen wurde, dass bei der Choreo alles so läuft wie immer und niemand in vorauseilendem Pflichtbewusstsein gesagt hat: Achtung, die Reinigung ist erst am Montag, wir müssen mal bei den Ultras nachfragen, ob die Choreo vielleicht schon im Stadion liegt. Aber die Ultras müssen sich den Schuh anziehen, dass es den Hinweis, dass sie die Choreo im noch nicht gereinigten Oberrang zurückgelassen haben, von ihrer Seite nicht gegeben hat.

Welche Konsequenzen zieht der Verein aus dem Vorfall?

Thomas Weinmann: Wir werden die Ultras künftig bei der Vorbereitung ihrer Choreos im Stadion enger begleiten und betreuen als bisher, um dafür zu sorgen, dass so etwas nicht mehr passiert.

Was sagt Borussia zu der Ankündigung der Ultras, ihre Unterstützung bei Heimspielen einzustellen?

Thomas Weinmann: Nochmal: Wir verstehen den Frust. Aber wir hoffen, dass nach der ersten Verärgerung die Erkenntnis reift, dass man hier nicht dem Verein die Schuld geben kann. Es sind leider viele unglückliche Umstände zusammengekommen, und jeder bei Borussia war genauso frustriert darüber wie die Ultras. Jedenfalls rechtfertigt die Sache auf keinen Fall, jetzt den Support einzustellen. Die Mannschaft braucht die Unterstützung der Fans, und dazu gehören auch die Ultras. Ganz sicher werden wir uns zusammensetzen und den Umgang mit dieser Geschichte und die Konsequenzen, die alle Seiten daraus ziehen, miteinander besprechen.

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