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NEWS: 19.05.2017

„30, 40 Millionen? So ein Blödsinn!“

„30, 40 Millionen? So ein Blödsinn!“
Sportdirektor Max Eberl

Bei der gestrigen Pressekonferenz zum Spiel gegen Darmstadt 98 drehten sich die meisten Fragen um die Kaderplanung für die neue Saison und Borussias Transferaktivitäten. Der eine oder andere Journalist hörte dabei offenbar nicht richtig zu. Wir fragten bei Sportdirektor Max Eberl nach.

Max, in den Medien ist heute die Rede davon, dass bei Borussia noch „30 bis 40 Millionen Euro auf Halde liegen“ und Du drei „echte Kracher“ versprichst. Was ist dran an diesen Aussagen?

Max Eberl: Ich muss schon sagen, dass ich mich heute, als ich die Zeitung gelesen habe, sehr gewundert habe, was aus meinen Worten gemacht wurde. Ich habe gesagt, dass wir drei Top-Lösungen für Borussia im Kopf haben und dass jeder, der Borussia begleitet, ahnen kann, was wir machen werden. Wir haben jetzt die Verträge mit fünf gestandenen Führungsspielern verlängert: Sommer, Jantschke, Johnson, Traoré und Stindl. Und ich habe erklärt, dass zur Transferplanung eine langjährige Strategie gehört, die zum Beispiel beinhaltet, dass wir junge, interessante Spieler holen wollen, die bei uns den nächsten Karriereschritt machen und uns hoffentlich später größere Summen bei einem Weiterverkauf einbringen. Wer mich verstehen will, der hat das auch verstanden und weiß, was wir vorhaben. Und ganz bestimmt nicht, dass wir jetzt noch drei Spieler für jeweils zehn Millionen Euro holen.

Also gibt Borussia keine 30 bis 40 Millionen Euro aus?

Max Eberl: Das ist totaler Blödsinn! Woher sollen die denn kommen? Wir werden in diesem Sommer keine gigantischen Transfereinnahmen haben und können sehr wahrscheinlich auch nicht mit Geld aus einem internationalen Wettbewerb rechnen. Also müssen wir von dem leben, was wir uns an Fett angefressen haben. Das habe ich gestern auch so in der Pressekonferenz gesagt. Mir macht so eine Berichterstattung Sorgen.

Warum?

Max Eberl: Weil sie suggeriert, dass wir endlos Geld raushauen können und sogenannte „Kracher“ verpflichten. Was ist denn ein Kracher? Ist Andreas Christensen ein Kracher? Ich denke, doch. Der hat übrigens keinen Cent Ablöse gekostet. Oder Marco Reus damals, den wir aus der 2. Liga geholt haben, war das ein Kracher? Ich kann unsere Fans nur bitten, den Unsinn, der heute in der Zeitung steht, nicht zu glauben und auf diesen Versuch, uns unter Druck zu setzen, nicht hereinzufallen.

Was können die Fans dagegen erwarten?

Max Eberl: Dass wir genau so weitermachen wie bisher. Und ich glaube, das war nicht so schlecht. Wir stabilisieren unser Gerüst und wir fügen dem Kader junge, hungrige und entwicklungsfähige Spieler hinzu – Top-Lösungen für Borussia Mönchengladbach. Spieler, die auch mal ein bisschen Zeit brauchen, um sich zu entwickeln, wie zum Beispiel ein Granit Xhaka. Dieser Weg hat uns dahin geführt, wo wir sind, und diesen Weg gehen wir weiter. Spinnereien wie heute in der Zeitung wird es bei uns nicht geben.

In dem Artikel heißt es auch, Präsident Rolf Königs habe versprochen, dass die Einnahmen aus dem Xhaka-Transfer im vergangenen Jahr eins zu eins in die Mannschaft gesteckt werden.

Max Eberl: So haben wir es auch gemacht. Der Journalist hat aber vergessen, dass es in Deutschland auch ein Finanzamt gibt.

Hier gelangt ihr zum Video der gestrigen Pressekonferenz

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