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NEWS: 08.08.2017

"Das tut dem Fußball nicht gut"

"Das tut dem Fußball nicht gut"
Jannik Vestergaard

Jannik Vestergaard spricht über seinen Tweet zu den Randalen in Kopenhagen, die zurückliegende Vorbereitung und den bevorstehenden Saisonstart der Fohlenelf.

Jannik, in der BILD-Zeitung sorgt heute ein am Sonntag von dir abgesetzter Tweet bezüglich der Randale während des Spiels zwischen Bröndby und dem FC Kopenhagen für Schlagzeilen. Der Wortlaut war: „Großer Respekt vor den Ordnern und Polizisten, die sich in den Weg gestellt haben, als sich die Idioten so aufgeführt haben. Hoffentlich kommen diese Psychopathen hinter Schloss und Riegel.“ Wie kam es zu diesem Tweet?

Vestergaard: Ich war bestürzt, als ich am Sonntag die schrecklichen Bilder aus meiner Heimat gesehen habe. Dass Ordner und Polizisten, die für uns ihr Leben riskieren, attackiert wurden, ist nicht zu fassen. Ich hoffe, dass diese Chaoten – ich wähle ganz bewusst dieses Wort, denn so etwas sind für mich keine Fußballfans – hart dafür bestraft werden. Man sollte sie ihr gesamtes Leben lang aus allen Stadien aussperren. Zudem sollten diese Leute auch eine Haftstrafe bekommen. Ein Fußballstadion ist kein rechtsfreier Raum – und ein solch primitives Verhalten muss einfach hart bestraft werden.

Die BILD titelt: „Erster Fußballprofi fordert Knast für Ultras“. Was sagst du dazu?

Vestergaard: Diese Schlagzeile kann ich absolut nicht nachvollziehen, denn ich habe in diesem Zusammenhang weder das Wort Ultras in den Mund genommen noch habe ich irgendwelche Fans oder Ultras pauschalisiert. Ich habe ausschließlich die Taten der Chaoten in Kopenhagen aufs Schärfste verurteilt – und zu diesen Worten stehe ich auch. Allerdings möchte ich ausdrücklich betonen, dass damit keinesfalls Ultras im Allgemeinen gemeint waren. Mit solchen Pauschalurteilen wird medial versucht, einen Keil zwischen Spieler und Fans zu treiben. Das tut dem Fußball nicht gut. Der Großteil der Ultras und der Fans unterstützen die Vereine im besonderen Maße und davor habe ich großen Respekt. Leider gibt es eine kleine Personengruppe, die den Ruf der Fans mit solchen Aktionen wie am Sonntag in Kopenhagen massiv beschädigt. Umso wichtiger ist, dass man diese Straftäter aus dem Verkehr zieht. Randale und Krawalle haben nichts im Fußballstadion verloren.

Kommen wir zum Sportlichen. Am Freitag steht der Pflichtspielauftakt bei RW Essen an. Wie froh bist du, dass es endlich losgeht?

Vestergaard: Die Vorbereitung ist immer sehr intensiv, man ist von den vielen Trainingseinheiten immer sehr müde und erschöpft. Doch das gehört dazu, um die Saison kräftemäßig gut zu überstehen. Aber natürlich sind wir alle froh, dass diese Phase jetzt vorbei ist und ab sofort wieder Pflichtspiele anstehen.

Wie zufrieden bist du mit eurer Vorbereitung?

Vestergaard: Sie lief meiner Meinung nach sehr gut ab. Natürlich hätten wir gerne das eine oder andere Testspiel mehr für uns entschieden. Aber wir wissen die Ergebnisse sehr gut einzuordnen. Wir haben in den Vorbereitungsspielen sehr viele Dinge einstudiert und beispielsweise verschiedene Spielsysteme getestet. Und insbesondere in den beiden letzten Partien gegen Malaga und Leicester haben wir gute Leistungen abgeliefert. Daher gehen wir mit einem sehr guten Gefühl in die Saison.

Was für eine Partie erwartest du am Freitagabend in Essen?

Vestergaard: Ich glaube, es wird ein sehr schwieriges Auftaktspiel, auf das wir uns alle aber sehr freuen. Es ist ein sehr schönes Stadion, in dem eine tolle Kulisse herrschen wird. Die Essener haben sehr engagierte Fans – sowohl für sie als auch für unsere Anhänger wird es ein geiles Spiel. Auf Grund der räumlichen Nähe der beiden Städte ist es ja fast ein Derby, dazu unter Flutlicht – was will man mehr? Natürlich hoffe ich, dass wir am Ende unserer Favoritenrolle gerecht und eine Runde weiterkommen werden.

Wie schätzt du die Qualität der Mannschaft im Vergleich zur vergangenen Saison ein?

Vestergaard: In Andreas Christensen und Mo Dahoud haben wir zwei Leistungsträger verloren. Allerdings haben wir auch gute Spieler dazu geholt, die diese Weggänge kompensieren werden. Ich hoffe, dass wir uns stabilisieren und eine gute Runde über die gesamte Saison hinweg zeigen werden. Es ist wichtig, dass wir die Leistungsschwankungen möglichst minimieren und wir wieder mehr Konstanz in unsere Leistungen bringen.

Nach dem Weggang von Andreas Christensen hast du im Abwehrzentrum in Matthias Ginter einen neuen Partner an deiner Seite. Wie klappt das Zusammenspiel mit ihm?

Vestergaard: Matze ist ein sehr guter Spieler, der in seinen jungen Jahren schon sehr viel erlebt und erreicht hat. Deswegen freue ich mich, dass er nun hier ist und der Mannschaft helfen kann. Das Zusammenspiel klappt schon ganz gut. Hoffentlich können wir hier bei Borussia gemeinsam erfolgreich sein.

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