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Borussia News

NEWS: 10.09.2017

Nicht zwingend genug

Nicht zwingend genug
Jannik Vestergaard im Kopfballduell gegen David Abraham.

Der Tag danach: Eine schwache Anfangsphase, kein Durchkommen gegen kompakte Gäste und ein trauriger Debütant- alles Wichtige zur gestrigen 0:1 (0:1)-Niederlage der Fohlenelf gegen Eintracht Frankfurt.

Die Geschichte des Spiels

Bereits nach 48 Sekunden zappelte der Ball im Netz, doch Kevin-Prince Boateng stand, als er einen abgefälschten Gacinovic-Schuss mit der Fußspitze über die Linie drückte, im Abseits. Die Gäste spielten in der Folge zielstrebig nach vorne und setzten die Fohlenelf mit einem aggressiven Pressing schon früh im Spielaufbau unter Druck. In der 13. Minute ließ Sébastien Haller für Boateng abtropfen, der aus zentraler Position zur frühen Führung traf. „Wir sind sehr schwer ins Spiel herein gekommen und haben Fehler gemacht, die uns nicht passieren dürfen, damit haben wir den Frankfurtern in die Karten gespielt“, monierte Hecking. Sein Team versuchte zu antworten, tat sich aber gegen aufmerksam verteidigende Frankfurter extrem schwer. „Wir haben uns in das Spiel hereingebissen, waren in unseren Aktionen aber nicht zwingend genug“, so Hecking, der in der zweiten Hälfte auf eine Dreierkette mit Matthias Ginter , Jannik Vestergaard und Nico Elvedi und damit auf ein 3-4-2-1-System umstellte. Nach und nach erhöhten die Borussen den Druck. Lars Stindl scheiterte mit einem Fernschuss am glänzend reagierenden Hradecky, Thorgan Hazard verzog aus spitzem Winkel. Klare Torchancen blieben jedoch Mangelware, auch, weil die Eintracht im defensiven Zentrum bis zum Ende stabil stand. „Die Mannschaft ist angerannt und hat alles versucht, doch sie hat einfach nicht die Lücken gefunden, um das Abwehrbollwerk aufzubrechen“, sagte Hecking.

Das Medienecho

Kicker: „Dank einer vor allen Dingen defensiv starken Auswärtsleistung verdiente sich Eintracht Frankfurt den ersten Saisonsieg redlich. Beim 1:0 bei Borussia Mönchengladbach ging die SGE früh in Führung und konnte sich danach auf die eigene Kampfstärke und Stabilität in der Abwehr verlassen.“

Westdeutsche Zeitung: „Die Gladbacher taten sich wie auch in den vergangenen Partien schwer gegen die Mannschaft von Trainer Niko Kovac. Die Defensive stand nicht sicher, viele Zweikämpfe wurden verloren. Im Angriff fehlte der letzte Zug zum Tor.“

Rheinische Post: „Borussia hatte zwar ganz nett gespielt bis zum 0:1, war aber zu wenig zielorientiert. Nach dem Rückstand war der Wille, mehr Zug zum Tor zu entwickeln, spürbar. (…). Oft jedoch war das Angriffsspiel zu verschwurbelt: noch ein Pass, und noch ein Pass und noch ein Pass.“

Die Zahl des Spiels

13: Da es gegen den engmaschigen Defensivverbund der Hessen kaum ein Durchkommen gab, versuchte die Fohlenelf mehr und mehr über Standardsituationen zum Erfolg zu kommen. Gleich 13 Ecken erarbeitete sich die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking, doch auch diese führten nicht zu einem Tor. Immer wieder hatte ein Frankfurter ein Kopf, Bein oder anderes Körperteil dazwischen. „Uns hat in der einen oder anderen Situation das Glück gefehlt“, so Hecking. „Allerdings haben wir es generell zu kompliziert und teilweise zu verschnörkelt gespielt. In dieser Hinsicht müssen wir uns verbessern.“

Die Randnotiz des Spiels

Julio Villalba feierte sein Bundesligadebüt. In der 83. Minute kam der junge Angreifer aus Paraguay für Oscar Wendt in die Partie und absolvierte damit sein erstes Pflichtspiel für die Fohlenelf. „Vor meiner Einwechslung war ich ganz schön nervös, doch als ich auf dem Platz stand, war alles gut, und ich habe versucht, der Mannschaft zu helfen“, sagte der 18-Jährige. Zu einem Torabschluss kam der Stürmer nicht mehr, dafür sah er kurz vor dem Abpfiff nach einem zu robusten Einsteigen in einem Luftduell seine erste Gelbe Karte. „Es war ein tolles Erlebnis vor mehr als 50.000 Zuschauern zu spielen, aber natürlich bin ich traurig, dass es nicht zu einem Punkt gereicht hat“, so Villalba.

Die Personallage

Bis auf kleine Blessuren, unter anderem plagte Jannik Vestergaard eine leichte Prellung, haben alle Borussen die gestrige Begegnung unversehrt überstanden. Für die Stammkräfte ging es am Sonntagvormittag nach einer ausgiebigen Videoanalyse für etwa eine halbe Stunde auf den Platz. Die übrigen Akteure absolvierten eine rund 90-minütige Einheit. Heute nicht trainieren konnten Vincenzo Grifo (Kapselverletzung im Knie), Ibrahima Traoré (Muskelbündelriss im Oberschenkel), Tobias Strobl (Kreuzband- und Außenmeniskusriss im Knie), Mamadou Doucouré (Aufbautraining) und Josip Drmic (Aufbautraining nach Knieverletzung).

Der Ausblick

Nach dem trainingsfreien Montag bittet Trainer Hecking seine Schützlinge am Dienstagmorgen ab 10 Uhr wieder auf den Platz. Insgesamt sind in der kommenden Woche fünf Einheiten angesetzt, bevor die Fohlenelf am Samstagabend (18.30 Uhr) im Top-Spiel des vierten Bundesliga-Spieltags bei RB Leipzig gastiert. „Leipzig wird auch in dieser Saison wieder eine gute Rolle in der Bundesliga spielen“, ist VfL-Coach Hecking überzeugt. „Ich habe ihr Spiel in Hamburg gesehen, dort haben sie wirklich stark gespielt. Aber es ist natürlich von der Spielweise eine ganz andere Partie als die gegen Frankfurt. Wir werden uns ab Dienstag konzentriert auf dieses Spiel vorbereiten.“

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